Samstag, 03. Dezember 2016


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Der DVB Bank Konzern hat 2009 wieder ein gutes Ergebnis erzielt

(lifePR) (Frankfurt am Main, ) Das Geschäftsmodell der DVB mit der eindeutigen und einzigartigen Fokussierung auf das globale Transport Finance bewährte sich auch 2009 - trotz der weltweiten Turbulenzen an den Finanz- und Transportmärkten. Die Bank erreichte nach vorläufigen und noch untestierten Zahlen mit 76,1 Mio EUR ein gutes Konzernergebnis (nach Steuern), das 27,7 % unter dem Vorjahresergebnis lag (2008: 105,2 Mio EUR).

Wolfgang F. Driese, Vorsitzender des Vorstandes, bewertet das Konzernergebnis der DVB wie folgt:

"Trotz aller Belastungen legen wir ein gutes Konzernergebnis 2009 vor. Die Zyklizität der Transportmärkte ist für uns ein seit langem bekanntes Phänomen. Der Zusammenbruch des Welthandels als unmittelbare Folge der Finanz- und Wirtschaftskrise hat jedoch in Umfang und Geschwindigkeit alles bisher Erfahrene dramatisch übertroffen. Der Rückzug einiger Banken aus der Finanzierung hat die Krise vor allem in der Schifffahrt in den ersten Monaten des Jahres 2009 zusätzlich verschärft. In einigen Bereichen der Transportmärkte registrieren wir eine Stabilisierung. Unseres Erachtens sind wir aber von einer tragfähigen Entwicklung noch entfernt. Die Auswirkungen der Geldmarktverwerfungen auf die DVB haben wir durch das Mitwirken unserer Kunden, wofür wir sehr dankbar sind, und durch Maßnahmen unseres Treasury im Laufe des vergangenen Jahres vollständig zurückgefahren.

Für 2010 formulieren wir folgende Ziele und Aufgaben: Proaktives Risikomanagement, das in Stress-Szenarien denkt und daraus präventiv aktiv wird, um rechtzeitig mit dem Kunden an nachhaltigen Lösungen arbeiten zu können. Wir streben weiterhin ein moderates Wachstum mit vergleichbaren Zinsmargen, ein gleichbleibend hohes Provisionseinkommen und unveränderte Kostenstrukturen an. Wir stellen uns jedoch darauf ein, dass es hinsichtlich der Risikovorsorge noch keine Entspannung geben wird. Insgesamt gehen wir derzeit davon aus, das laufende Geschäftsjahr 2010 ohne belastende Sondereinflüsse, wie Geldmarktverwerfungen, mit einem Konzernergebnis abzuschließen, das über dem des Jahres 2009 liegt."

Das Geschäftsergebnis 2009 entwickelte sich im Einzelnen wie folgt:

Positiv war, dass der Zinsüberschuss leicht auf 194,3 Mio EUR gesteigert werden konnte. Die Bank schloss 2009 im schwierigen Marktumfeld selektiv Neugeschäft für strukturierte und großvolumige Finanzierungen im internationalen Verkehrsmarkt ab. Das Neugeschäftsvolumen belief sich auf 3,0 Mrd EUR. Es gelang, die auch 2009 deutlich erhöhten Refinanzierungskosten in die Zinsmargen dieser neuen Transaktionen einzupreisen. So stieg die Neugeschäftszinsmarge auf durchschnittlich 343 Basispunkte (+157 Basispunkte gegenüber 2008) und es gelang damit auch, eine adäquate Risiko-/Ertragsrelation zu erwirtschaften.

Die angespannte Situation an den Transportmärkten, insbesondere in der Seeschifffahrt, belastete die Portfolien der DVB. Das Risikomanagement der Bank griff mit einer Vielzahl von Maßnahmen. Trotzdem wurde eine auf 72,2 Mio EUR erhöhte Risikovorsorge im Kreditgeschäft notwendig (2008: 16,5 Mio EUR).

Obgleich die Provisionen im Neugeschäft angehoben wurden, konnten sie insgesamt das Rekordergebnis des Vorjahres nicht erreichen, was im Neugeschäftsvolumen begründet war. Der Provisionsüberschuss ging um 7,3 % auf 97,8 Mio EUR zurück (2008: 105,5 Mio EUR).

Bei der Bewertung des rückläufigen Konzernjahresergebnisses müssen neben der erhöhten Risikovorsorge die beiden folgenden belastenden Sondereffekte von insgesamt 28,2 Mio EUR berücksichtigt werden: Aus den anhaltenden Geldmarktverwerfungen resultierten 2009 zusätzliche Refinanzierungskosten, die allerdings zum Jahresende hin durch mehrere Maßnahmen nahezu auf Null zurückgefahren werden konnten und sich insgesamt auf 20,8 Mio EUR (2008: 28,0 Mio EUR) beliefen. Die DVB bildete eine weitere Wertberichtigung auf eine Anleihe einer isländischen Bank in Höhe von 7,4 Mio EUR (2008: 35,8 Mio EUR). In den Bond investierte die DVB als Liquiditätsreserve für den Zahlungsverkehr.

Die Verwaltungsaufwendungen entsprachen mit 156,5 Mio EUR exakt dem Vorjahresstand. Die Personalaufwendungen reduzierten sich leicht um 2,1 % auf 89,4 Mio EUR (2008: 91,3 Mio EUR). Die Sachaufwendungen lagen mit 62,7 Mio EUR um 4,3 % über Vorjahresniveau (2008: 60,1 Mio EUR).

Das Geschäftsvolumen lag 2009 mit 19,1 Mrd EUR um 9,0 % unter dem Niveau des Vorjahres 2008 (21,0 Mrd EUR). Auch die Bilanzsumme der DVB ging stichtagsbezogen auf 17,3 Mrd EUR zurück (2008: 17,4 Mrd EUR). Das nominale, aufsichtsrechtliche Kundenkreditvolumen (Kundenforderungen, Garantien und Bürgschaften, Derivate sowie unwiderrufliche Kreditzusagen) sank um 6,5 % auf 17,3 Mrd EUR (2008: 18,5 Mrd EUR). Der Euro zeigte sich zum Jahresende 2009 stärker als der US-Dollar, sodass das Kundenkreditvolumen auf US-Dollar-Basis weniger deutlich als auf Euro-Basis abnahm (- 3,9 % auf 24,9 Mrd USD).

Die Basel II basierte Kernkapitalquote belief sich auf 14,2 % (2008: 13,9 %) und die Gesamtkapitalquote auf 18,0 %. (2008: 18,2 %).

Die Konzern-Steuerungsgrößen spiegeln das schwierige Umfeld wider: Der Return on Equity vor Steuern lag bei 9,4 % (2008: 13,1 %) und die Cost-Income-Ratio bei 49,6 % (2008: 57,4 %).

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der DVB Bank SE werden der Ordentlichen Hauptversammlung am 9. Juni 2010 eine unveränderte Dividende von 0,60 EUR pro Stückaktie vorschlagen. Damit soll auch die Zuversicht in die weitere Entwicklung der Bank zum Ausdruck gebracht werden.
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DVB Bank SE

Die DVB Bank SE, mit Sitz in Frankfurt am Main, ist der führende Spezialist im internationalen Transport Finance-Geschäft. Die Bank bietet ihren Kunden integrierte Finanz- und Beratungsdienstleistungen in den Segmenten Shipping Finance, Aviation Finance und Land Transport Finance an. Die DVB ist an den Standorten Frankfurt am Main, Hamburg, London, Cardiff, Rotterdam, Bergen/Oslo, Piräus, Zürich, Singapur, Tokio, New York und Curaçao vertreten. Die Aktien der DVB Bank SE sind an der Frankfurter Börse notiert (ISIN: DE0008045501).

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