Sonntag, 11. Dezember 2016


"Eine Familie"- Fotoausstellung der israelischen Künstlerin Vardi Kahana in Heidelberg

(lifePR) (Heidelberg, ) Am 30. April eröffnet die Ausstellung "Eine Familie" der israelischen Künstlerin Vardi Kahana im Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma in Heidelberg.

Im Jahr 1944 zerriss der Holocaust die Familie Greenwald-Kahana. Die Schwestern Rivka, Leah und Ester wurden nach Auschwitz deportiert, aufeinanderfolgende Nummern wurden auf ihre Unterarme tätowiert. Sie hatten Glück, sie alle überlebten das KZ, emigrierten nach Israel. Mittlerweile in der vierten Generation lebt die Familie heute über die ganze Welt verteilt. Eine der Schwestern, Rivka, ist die Mutter der Künstlerin. Ihre Nummer, bleibende Erinnerungen an eine gemeinsame Vergangenheit.

Die Fotografie der drei Schwestern aus dem Jahre 1992 bildet den Ausgangspunkt der Dokumentation " Eine Familie", mit der Vardi Kahana nicht allein ihre Familie porträtiert, sondern vielmehr generationsübergreifend und exemplarisch die jüdisch-israelische Geschichte nacherzählt, in ihrer Vielgestaltigkeit als historisch-soziologischen Prozess. Zehn Jahre lang reiste Kahana um die Welt, um anhand über 100 Schwarz-Weiß-Aufnahmen ihre Chronik zu illustrieren. An 30 verschiedenen Orten besuchte sie Verwandte und deren Familien, von Israel bis nach Dänemark, überschritt zur Realisierung ihres Vorhabens sowohl ideologische als auch psychologische Grenzen. Kahana ermöglicht mit ihrer Ausstellungen einen Einblick in unterschiedlichste Konzepte des jüdischen Lebens, von modern bis konservativ, von ultra-orthodox bis säkular, vom gepiercten Individualisten bis hin zum religiösen Zionisten, alle jedoch Mitglieder einer Geschichte, einer Gesellschaft, einer Familie.

Die Künstlerin Vardi Kahana wurde 1959 in Tel Aviv geboren, lebt und arbeitet heute in Ramat Hasharon. Zu Beginn ihrer Karriere arbeitete Kahana zunächst als Werbe- und Editorial-Fotografin, später spezialisierte sie sich auf Porträt-aufnahmen und avancierte damit zu einer der wichtigsten Fotografinnen Israels. Mit ihrer Fotoreihe "One Family - Eine Familie" machte sie sich jetzt auch international einen Namen.

Die Ausstellung ist vom 2. Mai bis zum 30. Mai im Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma in Heidelberg zu sehen, in Kooperation mit dem Theater Heidelberg und der Botschaft des Staates Israel im Rahmen des Heidelberger Stückemarkts. Der Eintritt ist frei.

Ausstellungseröffnung ist der 30. April um 17:30.

Öffnungszeiten:
Di. 9:30 bis 19:45
Mi., Do., Fr. 9:30 bis 16:30
Sa., So. 11:30 bis 16:30
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