Sonntag, 04. Dezember 2016


  • Pressemitteilung BoxID 157867

Rosa Otunbajewa: "Wir sind kein Spielzeug anderer Staaten"

Chefin der Übergangsregierung in Kirgisistan im Interview der Deutschen Welle

(lifePR) (Bonn, ) Zu Bakijew:

"Bakijew wird auf jeden Fall vor Gericht gestellt - zweifelsohne. Unser Volk würde es uns nie verzeihen, wenn wir ihn ohne Konsequenzen ziehen lassen würden. Jedes Staatsoberhaupt, das Verbrechen gegen sein Volk verübt hat, wird zur Verantwortung gezogen, das ist gängige Praxis in der Welt. Und zwar unabhängig davon, welche Position es dann bekleidet.

Zu Russland und den USA

"Russland ist ein wichtiger strategischer Partner. Russlands Präsident hat mich sofort nach den Ereignissen vom 7. April angerufen und Hilfe angeboten."

"Wir sind kein Spielzeug anderer Staaten, wir lassen uns nicht manipulieren. Uns ist bewusst, dass Russland und die USA um Einfluss in Zentralasien ringen, aber das darf nicht auf dem Rücken Kirgisistans ausgetragen werden. Wir werden uns nicht mehr von anderen Staaten ausnutzen lassen. Unsere Beziehungen zu Russland und den USA werden wir unseren nationalen Interessen anpassen."

"Obamas neue Regierung hat (...) ihre Strategien in Zentralasien nicht weiter entwickelt. Die USA waren darauf fixiert, ihre Basis in Kirgisistan zu behalten und deshalb haben sie sich nicht sofort vom Bakijew-Regime distanziert." (wörtlich: "und deshalb waren die USA solange an das Bakijew-Regime gebunden")

www.dw-world.de/presse
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