Samstag, 10. Dezember 2016


  • Pressemitteilung BoxID 152851

Prof. Dr. Norbert Walter, Berater, früher Chefvolkswirt der Deutschen Bank, im Interview der Deutschen Welle

(lifePR) (Bonn, ) Zum Streit zwischen Deutschland und Frankreich:

"Es wäre gut, wenn wir jeweils unsere Hausaufgaben machten - und durchaus ähnliche Hausaufgaben, denn die Europäer altern. Sie haben zum Teil schrumpfende Bevölkerungen zu erwarten. Und schrumpfende Zahlen von Arbeitskräften. Die werden in Zukunft nicht mehr so viele Exportgüter produzieren können, weil beispielsweise Ingenieure fehlen. Und auch dann sollte keine Altersarmut entstehen. Wenn man jetzt nicht Überschüsse erzielt, und diese dann auch spart und vernünftig anlegt, dann droht Altersarmut und darüber sollte sich Frau Lagarde nicht nur für Deutschland, sondern auch für das eigene Land Sorgen machen. "Also es ist richtig, ordentlich zu sparen, gut zu investieren. Und das, was wir können, nämlich Dinge produzieren, die die Welt nachfragt, weiterhin tun. Wer davon Abstand nimmt, ist neben der Kapp."

Zur Schuldensituation in Deutschland:

"2010 muss das letzte Jahr großer Schulden gewesen sein. Wir sehen in Griechenland, wie es geht, wenn man zu lange eine solche Politik betreibt. Es geht nicht gut. Und dann muss man selbst in Situationen sparen und bremsen, wo es konjunkturell überhaupt nicht passt."

Zur EU und Griechenland:

"Griechenland hat agiert, und das ist sehr, sehr gut, dass Griechenland eine so ernsthafte Bemühung durch die Wirtschaftspolitik auf den Weg gebracht hat. Wir sollten der griechischen Regierung helfen, dass sie dieses Programm umsetzen kann."
Diese Pressemitteilung posten:

Weitere Pressemitteilungen dieses Herausgebers

Disclaimer