Samstag, 10. Dezember 2016


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Jürgen Pfister: US-Finanzkrise eine Gefahr neuer Dimension

Chefvolkswirt der Bayerischen Landesbank im Interview der Deutschen Welle

(lifePR) (Bonn, ) Der Chefvolkswirt der Bayerischen Landesbank sieht mit Blick auf die Finanzkrise in den USA "eine neue Dimension erreicht und eine dramatische Zuspitzung in den letzten Stunden, die schon als eine Gefährdung des Weltfinanzsystems gesehen werden muss". In einem Interview der Deutschen Welle sagte Jürgen Pfister: "Man kann keineswegs davon ausgehen, dass diese Effekte isoliert nur in den USA wirken werden. Möglicherweise ist das jetzt der Höhepunkt." Den staatlichen Stellen in den USA, den Notenbanken und der Finanzaufsicht, müsse es gelingen, "diese neue Flut in Amerika einzudämmen". Zusammenbrüche weiterer Banken "in der Dimension wie Lehman Brothers sind sehr unwahrscheinlich. Ich denke, dass hier eine Auffanglösung gefunden wird. Denn das hätte enorme negative Auswirkungen angesichts der starken Vernetzung eines solch großen Hauses wie Lehman Brothers in den Geldmärkten und auf den Derivate-Märkten."

Pfister bezeichnete staatliche Eingriffe als einen "schwierigen Balanceakt. Einerseits geht es darum, die Stabilität des Finanzsystems zu erhalten, was sicher eine staatliche Aufgabe ist. Andererseits werden es die Steuerzahler wenig verständlich finden, wenn man Steuergelder dafür nutzt, die Fehler einzelner Manager zu korrigieren oder auch die Aktionäre des Hauses zu retten." Mit einem Ende der weltweiten Finanzkrise rechnet Pfister "nicht vor Mitte 2009. Möglicherweise hat die jetzige Zuspitzung die Entwicklung aber beschleunigt."
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