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Umfrage: Kooperation ist Idealbild vieler Ärzte

(lifePR) (Düsseldorf, )
Die Kooperation ist für viele Ärzte das Idealbild der medizinischen Berufsausübung. Das belegt eine gemeinsame Umfrage des Deutschen Ärzte-Verlags (DÄV) und der Deutschen Apotheker- und Ärztebank (apoBank). Befragt wurden etablierte Niedergelassene und Klinikärzte bis 49 Jahre. Vorteilhaft empfinden die Ärzte vor allem die hohe Flexibilität.

Ärzte von Kooperationen überzeugt
41,4 Prozent der Ärzte wären am liebsten in einer Kooperation tätig. Das bestätigt die aktuelle Umfrage „Zukunftsaussichten beruflicher Kooperationen“, die der DÄV und die apoBank gemeinsam durchgeführt haben. Die Kooperation ist damit für viele Ärzte das Idealbild der medizinischen Berufsausübung. Bei den Niedergelassenen spricht sich sogar mehr als jeder Zweite für die Kooperation aus (53,8 Prozent); bei den Klinikärzten sind es 28,4 Prozent.

Die Einzelpraxis und die Arbeit im Krankenhaus verkörpern dagegen nur für 21,0 bzw. 20,1 Prozent der Ärzte das Idealbild. Die Arbeit in einem MVZ bewerten 12,7 Prozent der Befragten als ideal.

Kooperationen prägen ambulante Versorgung 2020
Auch für die Zukunft schreiben Ärzte Kooperationen einen immer bedeutenderen Stellenwert zu: 91 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass ihre Zahl bis 2020 steigen wird. 90 Prozent prognostizieren eine steigende Zahl von Organisationsgemeinschaften, z.B. in Form von Praxis- oder Apparategemeinschaften. Auch die Zahl der Ärztehäuser (89,8 Prozent) und MVZ (84,3 Prozent) wird nach Meinung der Ärzte steigen.

Weniger gut schätzen die Ärzte hingegen die Zukunftsaussichten der Einzelpraxis ein. Nur 2,8 Prozent erwarten, dass ihre Zahl zunimmt. „Das heißt aber nicht, dass es keine Einzelpraxen mehr geben wird“, so Georg Heßbrügge, Bereichsleiter Gesundheitsmärkte und -politik bei der apoBank. Zwar gäbe es eine Verschiebung zur Kooperation. Die Einzelpraxis werde aber weiterhin bestehen.

Viel Flexibilität – hoher Beratungsbedarf
Vorteilhaft an Kooperationen bewerten die Ärzte insbesondere die flexible Arbeitszeitgestaltung (83,7 Prozent). Auf den Rängen zwei und drei folgen die Erweiterung des Leistungsspektrums (79,4 Prozent) sowie der intensive kollegiale Austausch (78,8 Prozent). Dies zeige, so Heßbrügge, wie sich das Bild des Arztes vom Einzelkämpfer zum Teamplayer verschiebe. „Gleichzeitig sieht man, dass der Trend zu Kooperationen auch durch ein geändertes Rollenverständnis getragen wird: Für drei Viertel der Ärzte ist die gute Vereinbarkeit von Beruf und Familie ein relevantes Entscheidungskriterium für eine Kooperation.“

Auch wirtschaftliche Aspekte sind bei der Entscheidung für die Kooperation ausschlaggebend: 76,6 Prozent der Ärzte sehen in der Kooperation gute Zukunftsperspektiven. 71,4 Prozent sprechen ihr eine stärkere Marktposition zu als der Einzelpraxis.

„Neben diesen Vorteilen sehen die Ärzte einige Punkte aber auch kritisch“, ergänzt Heßbrügge. „Mehr als jeder zweite Arzt hat in unserer Umfrage angegeben, dass er bei Kooperationen einen hohen Beratungsbedarf sieht – das Konstrukt Kooperation gilt als kompliziert. Hier müssen wir ansetzen: Wir müssen einfache Wege in die Kooperation aufzeigen und die Ärzte bei ihren Vorhaben unterstützen.“

Kleine Einheiten – viel Mitbestimmung
Dass die Ärzteschaft eher kleine Kooperationen präferiert, wird ebenfalls deutlich: Knapp zwei Drittel der Befragten halten eine Betriebsgröße von drei bis vier teilnehmenden Ärzten für wünschenswert (61,2 Prozent). 14,1 Prozent halten zwei Kooperationsteilnehmer für geeignet. „In kleineren Kooperationen lässt sich mehr Einfluss auf die Geschicke nehmen“, erläutert Heßbrügge. Neben der geringeren Komplexität sei dies ein weiterer Grund, warum Ärzte kleine Kooperationen bevorzugen. Schließlich sei der Grad der Selbstbestimmung bei vielen Niedergelassenen das ausschlaggebende Argument für die Niederlassung.

Dies wird durch die Studie untermauert: 44,1 Prozent der Niedergelassen wählten auf die Frage, welche Faktoren bei ihnen bei der Entscheidung für die Selbstständigkeit im Mittelpunkt standen, den Grad der Selbstbestimmung auf Rang eins; gefolgt von Work-Life-Balance (15,8 Prozent), dem Arbeitsumfeld (13,3 Prozent) und dem Umfang der Gestaltungsmöglichkeiten (12,2 Prozent).

Wirtschaftliche Selbstständigkeit attraktiv
Trotz der merklichen Verschiebung von der Niederlassung hin zur Anstellung bleibt die Selbstständigkeit attraktiv. Etwa die Hälfte der Ärzte bewertet ihre Attraktivität mit gut oder sehr gut. Bei der Anstellung sind es 33,8 Prozent. Insgesamt schätzen Niedergelassene ihre eigene Form der Berufsausübung attraktiver ein als Angestellte: 62,3 Prozent der Niedergelassenen vergeben für die Selbstständigkeit die Note gut oder sehr gut. Die Kliniker bewerten die Anstellung hingegen nur zu 45,9 Prozent mit gut oder sehr gut.

„Die ausübenden Ärzte widerlegen damit eindeutig die Skepsis der Nachwuchsmediziner gegenüber der Selbstständigkeit“, kommentiert Heßbrügge die Ergebnisse. „Wir müssen dem Nachwuchs die Vorzüge der Selbstständigkeit greifbar machen, sie für die Tätigkeit begeistern und ihnen – vor allem mit Blick auf Kooperationen – die Chancen und Gestaltungsmöglichkeiten der Selbstständigkeit aufzeigen.“

Methodik
Befragt wurden niedergelassene Ärzte und Klinikärzte bis 49 Jahre. Die Befragung wurde schriftlich durchgeführt. Der Einsendeschluss war im Januar 2012. Alle Auswertungen basieren auf einer Fallzahl von 547 Fragebögen. Davon entfallen 279 auf niedergelassene Ärzte, 268 auf Klinikärzte.


Details und weitere Ergebnisse der Umfrage „Zukunftsaussichten beruflicher Kooperationen“ finden sich in der Ergebnispräsentation. Diese ist unter www.apobank.de/presse abrufbar.

Deutsche Apotheker- und Ärztebank eG

Die Deutsche Apotheker- und Ärztebank (apoBank) ist eine Genossenschaft und hat sich der wirtschaftlichen Förderung der Heilberufler verpflichtet. Als führende Bank im Gesundheitswesen ist sie auf die Betreuung der Apotheker, Ärzte, Zahnärzte, und Tierärzte spezialisiert. Ihre Kunden begleitet sie bei allen finanziellen und betriebswirtschaftlichen Fragen individuell und lebensphasenbezogen. Mit etwa 100.000 Mitgliedern und rund 360.000 Kunden ist sie heute die größte genossenschaftliche Primärbank.

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