Dienstag, 06. Dezember 2016


Lösungen für eine ökonomische und effiziente Abgasnachbehandlung im Nutzfahrzeug

(lifePR) (Hannover / Regensburg, ) .
- Neue Komponenten zur Abgasnachbehandlung für mehr Effizienz und Wirtschaftlichkeit
- Continental bietet mit seinen Lösungen maximale Flexibilität für OEM spezifische Konfigurationen rund um DPF und SCR

Nutzfahrzeuge sind einer der Eckpfeiler der Güter- und Warenlogistik. Wegen dieser Bedeutung werden die Anforderungen an ihre Abgasqualität und den Kraftstoffverbrauch immer strenger. Zugleich erfordern die hohen Kraftstoffpreise sparsame Antriebsstränge. Continental, der internationale Automobilzulieferer, zeigt in Hannover innovative Lösungen zur Abgasnachbehandlung in Nutzfahrzeugen. Diese Technologien dienen Systemlieferanten und OEM dazu, neue Abgasnormen wie Euro VI (2013) und US10 /Tier4f umzusetzen. Schlüsselrollen spielen dabei die Selektive Katalytische Reduktion (SCR) von Stickoxiden (NOx) sowie Dieselpartikelfilter (DPF), die das Lkw-Abgas von Rußpartikeln reinigen. "Wirtschaftliche Interessen und gesetzliche Anreize machen die Abgasnachbehandlung bedeutsam. Mit der richtigen SCR-Lösung beispielsweise lassen sich auch Kosten optimieren", sagt Wolfgang Gutbrod, Leiter des Kundensegments Nutzfahrzeuge in der Continental Business Unit Engine Systems, Division Powertrain. "Da die Strategien zur Abgasnachbehandlung von den OEM definiert werden, achten wir im Rahmen unserer Systemkompetenz darauf, dass sich die einzelnen Komponenten mit größtmöglicher Flexibilität einsetzen lassen", so der Manager weiter. Bei der EMS3 Motorsteuerung ist das bereits durch die offene Systemarchitektur sicher gestellt. Bei den Komponenten reicht das Spektrum von der Lieferung einzelner Aktuatoren und Sensoren bis zu kompletten Systemkonzepten aus der Hand von EMITEC, einer 50-prozentigen Tochter von Continental.

Weiterentwicklungen bei SCR

Eine zentrale Herausforderung im Nutzfahrzeugsektor ist die weitere Absenkung des NOx-Ausstoßes. Innermotorisch ist die NOx-Minderung nur begrenzt möglich, daher werden viele OEM wohl auf SCR setzen, denn damit lassen sich je nach Arbeitsbereich bis zu 97 % NOx- Reduktion erreichen. Bei der SCR wird eine wässrige Harnstofflösung (AdBlue) in den Abgasstrom eingespritzt, um die Stickoxide in einem Katalysator umsetzen zu können. Die Dosierung der AdBlue Flüssigkeit muss möglichst präzise, situationsgerecht und mit kurzer Reaktionszeit erfolgen, um die Emissionen und den AdBlue Verbrauch zu minimieren. Continental liefert dafür wichtige Bausteine: Ab 2013 gehen neu entwickelte AdBlue Injektoren mit Luftkühlung für den Light Duty-Einsatz in Serie. Parallel dazu entwickelt Continental eine wassergekühlte Ausführung für den LKW-Einsatz. "Im Nutzfahrzeug rücken die Ad-Blue Injektoren immer näher an den Motor, wo es sehr heiß ist. Wasserkühlung ist daher eine Voraussetzung für kommende motornahe Lösungen", erläutert Dr. Detlev Schöppe, Entwicklungsleiter des Bereichs Engine Systems, Division Powertrain. Ebenfalls in der Entwicklung befindet sich ein Harnstoffsensor auf Ultraschallbasis, der den Harnstoffgehalt sowie den Füllstand im AdBlue Tank misst. Bereits verfügbar ist der Continental NOx-Sensor, mit dem die Menge des Stickoxids im Abgas erfasst wird, um die Wirkung der NOx-Minderung nachzuweisen und um die richtige AdBlue Dosierung berechnen zu können. Auch beheizbare Schlauchleitungsmodule von ContiTech gehören zur SCR-Systemkompetenz.

Die AdBlue Dosierstrategie selbst findet sich ebenfalls im Continental Know-how: "Wir liefern Software-Module für Ansteuerfunktionen im Rahmen des Katalysator-Managements", so Schöppe. Bereits seit Langem erfolgreich ist Continental mit einem generischen Abgas- steuergerät für Nutzahrzeuge. Dieses Elektronikmodul liegt inzwischen in der zweiten Generation vor und stellt Hard- und Software beispielsweise zur DPF-Kontrolle bereit.

Die wirkungsvolle NOx-Reduktion durch SCR eröffnet noch einen weiteren wirtschaftlichen Vorteil. In der Regel ergibt die Motor- betriebsstrategie für den geringsten Verbrauch die höchsten NOx-Werte. "Mit SCR ergeben sich größere Spielräume, bis zu denen man einen Motor NOx-lastig betreiben kann, ohne dass die Fahrzeugemissionen, also nach der Abgasreinigung gemessen, zunehmen", ergänzt Dr. Schöppe.

Dieselpartikelfilter Management

In künftigen Nutzfahrzeugen wird in vielen Fällen wohl eine Kombination von SCR und Dieselpartikelfilter die Abgase reinigen. Da beide Aggregate vom heißen Abgas durchströmt werden, ist es wichtig, sie vor Überhitzung zu schützen. Um beispielsweise zu verhindern, dass ein DPF während der Regenerationsphase durch zu hohe Temperaturen zerstört wird, hat Continental einen aktiven Hochtemperatursensor entwickelt, der besonders schnell und genau auf Temperaturveränderungen reagiert. Auch eine entsprechende Dosiereinheit für die Zumessung von Diesel zur Filterregeneration bietet Continental an. Der neue Rußsensor von Continental wiederum wird dazu dienen, den Abgasstrom nach dem Katalysator zu überwachen, um die korrekte Funktion der Abgasnachbehandlung für die On-Board-Diagnose zu bestätigen. "Um die korrekte Abgas- nachbehandlung über 1,5 Millionen Kilometer nachzuweisen und damit die Verfügbarkeit des Fahrzeugs zu sichern, spielt Sensorik eine zentrale Rolle. Angesichts der enorm langen Laufleistungen von Nfz sind Sensorlösungen wie unser Hochtemperaturfühler und der kommende Rußsensor hier von großer Bedeutung", erläutert Klaus Hau, Leiter des Bereiches Sensoren und Aktuatoren.

Die Automotive Group mit den drei Divisionen Chassis & Safety (ca. 6,5 Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2011, 33.000 Mitarbeiter), Powertrain (ca. 5,8 Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2011, 31.000 Mitarbeiter)

und Interior (ca. 6,1 Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2011, 32.000 Mitarbeiter) erzielte im Jahr 2011 einen Umsatz von circa 18,4 Milliarden Euro. Die Automotive Group ist an über 170 Standorten weltweit aktiv. Als Partner der Automobil- und Nutzfahrzeugindustrie entwickelt und produziert sie innovative Produkte und Systeme für eine moderne automobile Zukunft, in der individuelle Mobilität und Fahrfreude mit Fahrsicherheit, Umweltverantwortung und Wirtschaftlichkeit in Einklang stehen.

Die Division Chassis & Safety entwickelt und produziert elektronische und hydraulische Brems- und Fahrwerkregelsysteme, Sensoren, Fahrerassistenzsysteme, Airbagelektronik und -sensorik, Scheibenreinigungssysteme sowie elektronische Luftfedersysteme. Kernkompetenz ist die Integration aktiver und passiver Fahrsicherheit in ContiGuard®. Die Division Powertrain integriert innovative und effiziente Systemlösungen rund um den Antriebsstrang. Das Produktportfolio reicht von Benzin- und Dieseleinspritzsystemen über Motor- und Getriebesteuerungen inklusive Sensoren und Aktuatoren sowie Kraftstofffördersysteme bis hin zu Komponenten und Systemen für Hybrid- und Elektroantriebe. In der Division Interior dreht sich alles um das Informationsmanagement. Zum Produktspektrum gehören Instrumente und Multifunktionsdisplays, Kontroll- und Steuergeräte, elektronische Fahrzeug- Zugangssysteme, Reifeninformationssysteme, Radios, Multimedia- und Navigationssysteme, Klimaanlagensteuerungen und -bedienungen, Telematiklösungen sowie Cockpits.
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Continental Reifen Deutschland GmbH

Continental gehört mit einem Umsatz von 30,5 Milliarden Euro im Jahr 2011 weltweit zu den führenden Automobilzulieferern. Als Anbieter von Bremssystemen, Systemen und Komponenten für Antriebe und Fahrwerk, Instrumentierung, Infotainment-Lösungen, Fahrzeugelektronik, Reifen und technischen Elastomerprodukten trägt Continental zu mehr Fahrsicherheit und zum globalen Klimaschutz bei. Continental ist darüber hinaus ein kompetenter Partner in der vernetzten, automobilen Kommunikation. Continental beschäftigt derzeit rund 169.000 Mitarbeiter in 46 Ländern.

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