Sonntag, 04. Dezember 2016


Bewährte Technologien von Continental erhöhen die Sicherheit auch von Nutzfahrzeugen

(lifePR) (Hannover, ) .
- Raddrehzahlsensoren und Sensorcluster für moderne Sicherheitssysteme
- Aktives Gaspedal AFFP hilft dem Fahrer sicherer und sparsamer zu fahren
- Winterreifen für Lkw als zuverlässiges Bindeglied zwischen Fahrzeug und Straße

Sichere Nutzfahrzeuge tragen aufgrund der hohen Laufleistungen von Lkw, Bussen und Transportern überproportional zum Sicherheitsgewinn auf den Straßen bei. Beim Thema Fahrsicherheit geht es um den Schutz von Menschenleben im dichten Verkehr von heute. "Continental entwickelt deshalb Produkte und Lösungen, deren Ziel es ist Verkehrsunfälle mit Todesfolge komplett zu verhindern. Ein sicheres Nutzfahrzeug birgt nicht nur ein geringeres Unfallrisiko für den eigenen Fahrer sondern auch für alle anderen Verkehrsteilnehmer", sagte Dr. Ralf Cramer, Vorstandsmitglied der Continental AG und Vorsitzender der Geschäftsleitung der Division Chassis & Safety.

Die bisher bei Nutzfahrzeugen verwendeten passiven Raddrehzahlsensoren liefern Signale, die von einigen Fahrzeugsystemen nur eingeschränkt oder gar nicht verarbeitet werden können. Einen größeren Beitrag zu sicheren Nutzfahrzeugen leisten aktive Raddrehzahlsensoren. Hier kann Continental auf die Erfahrung und Know-how von über 500 Millionen verkauften kundenindividuellen Applikationen im Pkw-Markt zurückgreifen und diese Technologie ab sofort auch für Nutzfahrzeuge anbieten. Continental will mit aktiven Sensoren einen Beitrag zur Verbesserung der Signalqualität liefern und den Einsatz von Systemen ermöglichen, wie sie heute bereits in Pkw serienmäßig im Einsatz sind.

Die schnelle und exakte Erfassung der Raddrehzahl vom Stillstand bis zur Maximalgeschwindigkeit des Fahrzeugs ist von elementarer Bedeutung für die Funktion elektronischer Regelsysteme wie Anti-Blockier-Systeme (ABS), Antriebsschlupfregelung (ASR) und Elektronische Stabilitätskontrolle (ESC) sowie Motormanagement, Getriebesteuerungen und Komfortfunktionen.

Die Radsensoren leisten damit einen direkten Beitrag zur Sicherstellung zahlreicher Eigenschaften heutiger Kraftfahrzeuge wie hohe Fahrsicherheit und -dynamik bei gleichzeitig hohem Fahrkomfort, niedrigem Kraftstoffverbrauch und geringem Schadstoffausstoß. Als Weiterentwicklung herkömmlicher Drehzahlsensoren bietet Continental dabei einen intelligenten Sensor an, der neben der reinen Drehzahlerfassung über ein Datenprotokoll zahlreiche weitere Informationen für unterschiedlichste Fahrzeugsysteme bereitstellt wie Stillstand- und Drehrichtungserkennung sowie Luftspaltmessung. Die hohe Temperaturfestigkeit von -40 Grad Celsius bis zu +160 Grad Celsius sowie die freie Gestaltung der mechanischen Ausführung bieten größtmögliche Flexibilität beim Einsatz dieses Sensors.

Sensorcluster erfasst permanent alle wichtigen Daten der Fahrzeugdynamik

Auch im Bereich Inertialsensoren profitiert Continental von der langen Erfahrung bei Pkw und hat diese auf die speziellen Ansprüche in Lkw angepasst. Der Sensorcluster stellt allen Steuereinheiten im Fahrzeug den augenblicklichen Bewegungszustand (Gierrate, Längs- und Querbeschleunigungen sowie optional Nick- und Rollrate) in Form von elektronischen Signalen zur Verfügung, welcher für ein breites Spektrum an Funktionen genutzt werden kann. Die gesammelten Daten werden über den CAN-Bus an andere Steuergeräte übermittelt. "Mit Hilfe dieser Daten kann Nutzfahrzeugen in kritischen Situationen schnell und sicher geholfen werden. Bei steilem Gefälle erkennt der Sensorcluster beispielsweise frühzeitig die Gefahr des Umkippens des Lkw und sendet entsprechende Signale an das ESC-Steuergerät. So kann das Fahrzeug sicherer und kontrollierter geführt werden", sagte Dr. Ralf Schnupp, Leiter des Segmentes Occupant Safety & Inertial Sensors im Geschäftsbereich Passive Sicherheit & Sensorik der Continental Division Chassis & Safety. Auch in Bau- und Landmaschinen sowie Anbauteilen kann der Sensorcluster eingesetzt werden. Hier helfen die vom Sensorcluster ermittelten bewegungsdynamischen Daten, die Traktion von Off-Road-Fahrzeugen auf schwierigem Untergrund zu verbessern oder Landmaschinen beim Präzisionsackerbau zu unterstützen. Neben der Integration in Fahrzeugen ist auch der Einsatz in Anbauteilen als Feedbackgeber für automatisierte Maschinensteuerungen möglich.

Weitere Beispiele für mehr Sicherheit auf der IAA Nutzfahrzeuge

Welche große Rolle der Megatrend "Sicherheit" für die Entwicklungsarbeit bei Continental spielt, lässt sich an weiteren technischen Highlights ablesen: Mit einem Airbagsteuergerät für Nutzfahrzeuge erfüllt Continental den steigenden Bedarf der Hersteller nach Rückhaltesystemen in den Fahrzeugen. Das modular aufgebaute und einfach an die Wünsche des Fahrzeugherstellers anzupassende Steuergerät SPEED (Safety Platform for Efficient & Economical Design) erfüllt die Anforderungen aller Märkte. Mit dem skalierbaren Konzept SPEED profitiert Continental von einer langjährigen Erfahrung bei Elektronik für Rückhaltesysteme im Pkw-Bereich. "Unsere umfassende Palette an Technologien der Sensorik, die wir mit dem Zukunftsgeschäft der passiven Sicherheit kombiniert haben, trägt dazu bei, die technischen Möglichkeiten bei Unfallvermeidung und Reduzierung der Unfallschwere auch im Nutzfahrzeugbereich kontinuierlich umzusetzen", sagte Dr. Bernhard Klumpp, Leiter des Geschäftsbereichs Passive Sicherheit & Sensorik der Continental Division Chassis & Safety.

Mit dem Accelerator Force Feedback Pedal (AFFP) zeigt Continental das für Nutzfahrzeuge weiterentwickelte aktive Gaspedal. Es ist in der Lage, den Fahrer unmittelbar vor Gefahren zu warnen, ist aber auch eine sehr effektive Hilfe als Schaltpunktanzeige. Durch ein leichtes Pulsieren im Pedal kann dem Fahrer zum Beispiel signalisiert werden, wann der optimale Zeitpunkt zum Hoch- oder Herunterschalten der Gänge ist. Durch die mögliche Verknüpfung mit dem Continental eHorizon (Elektronischer Horizont), der auf GPS- und Navigationsdaten basiert, ermöglicht das AFFP dem Fahrer, vorausschauender zu fahren, was nicht nur die Verkehrssicherheit erhöht, sondern auch Verbrauch und Emissionen senkt.

Die Bedeutung von Reifen für die Verkehrssicherheit wird immer noch unterschätzt. Als Bindeglied zwischen Fahrzeug und Straße übertragen Reifen alle Kräfte, die am Fahrzeug auftreten. In der Reifenentwicklung spielen Sicherheitsaspekte schon immer eine große Rolle. Lkw, die beispielsweise im Winter im Schnee stecken bleiben oder sich auf vereisten Straßen quer stellen, gefährden Menschenleben und kosten den Betreibern viel Geld. Abhilfe schaffen spezielle Winterreifen für jede Achse des Lkw, die erheblich zur Sicherheit im Straßenverkehr beitragen.

Der Bremsweg bei winterlichen Bedingungen eines mit an allen Achsen mit Winterreifen ausgestatten Sattelzugs mit Auflieger fällt im Vergleich zu einem Lkw mit Standardbereifung um 30 Prozent kürzer aus. Die Winterreifen vereinen beste Traktion auf winterlichen Straßen mit guter Laufleistung und besten Fahreigenschaften selbst auf trockenen Fahrbahnen.
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