Samstag, 10. Dezember 2016


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Haiti: CBM setzt sich für barrierefreien Wiederaufbau ein

Christoffel-Blindenmission hilft als Regierungsberaterin Menschen mit Behinderungen

(lifePR) (Bensheim/Port-Au-Prince, ) Acht Wochen nach dem verheerenden Erdbeben auf Haiti werden erste Pläne zum Wiederaufbau öffentlicher Gebäude geschmiedet. Vielerorts sind die Trümmer noch nicht weggeräumt, doch bereits bei der Planung von Neubauten wird ein nationales Programm die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen berücksichtigen. Das sei mehr als notwendig, sagt der Direktor der Christoffel-Blindenmission (CBM), Rainer Brockhaus, denn "durch die Katastrophe könnte die Zahl der Haitianer, die mit einer Behinderung leben müssen, von zuvor 800.000 inzwischen auf nahezu eine Million Menschen angewachsen sein."

Ein zentrales Ziel der CBM beim Wiederaufbau ist es, darauf zu achten, dass öffentliche Gebäude für Menschen mit Behinderungen zugänglich sind. Das heißt zum Beispiel, dass nicht bereits unüberwindbare Treppen, fehlende Handläufe oder Orientierungssysteme sie daran hindern, ihre Bürgerrechte wahrzunehmen. Gemeinsam mit dem haitianischen Staatssekretär für die Einbeziehung von Menschen mit Behinderungen, Dr. Michel Pean, und Handicap International entwickelt die CBM federführend in den nächsten Wochen das nationale Programm, in dem neben anderen Maßnahmen eine barrierefreie Bauweise vorgesehen ist.

Es sind oft Details, die den Unterschied zwischen barrierefreier und unzugänglicher Bauweise ausmachen, wie zum Beispiel breitere Türen. Die Kosten für diese Art zu bauen bei öffentlichen wie auch privaten Gebäuden sind deutlich geringer, wenn bereits bei der Planung an alle Menschen gedacht wird. So nützen Rampen Rollstuhlfahrern und Müttern mit Kinderwagen gleichermaßen. Sehbehinderte aber auch ältere Menschen sind dankbar für eine gute Beleuchtung und Beschilderung in großer Schrift. Blinde Menschen benötigen ein tastbares Leitsystem, das ihnen aufzeigt, wie sie innerhalb eines Gebäudes von einem Ort zum anderen gelangen. Auch sanitäre Anlagen müssen diesen Kriterien entsprechen, damit sie allen Menschen zugänglich sind.

Zusätzlich will die CBM ihr Fachwissen auch anderen Entwicklungsorganisationen zur Verfügung stellen, damit sie zukünftig in Nothilfesituationen die besonderen Bedürfnisse von Menschen mit Behinderungen von vornherein in ihre Projektplanungen einbeziehen. Zudem sollen lokale Behindertenverbände informiert und darin unterstützt werden, ihre Interessen beim Wiederaufbau selbst zu vertreten und einzufordern.

Die CBM leistet über ihre Partner vor Ort Wiederaufbau und bittet um Spenden unter dem Kennwort "Haiti" auf das Konto 2020 bei der Bank für Sozialwirtschaft (BLZ 370 205 00). Weltweit unterstützt die CBM fast 1000 Projekte in 105 Ländern. Das Hauptziel der internationalen, christlichen Entwicklungsorganisation ist es, die Lebensqualität von Menschen mit Behinderungen in Entwicklungsländern zu verbessern. Aktuelle Informationen unter www.cbm.de.
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