Montag, 05. Dezember 2016


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Blindheit ist ein globales Problem

(lifePR) (Bensheim/Potsdam, ) Rund 37 Millionen Menschen weltweit können aufgrund von Augenkrankheiten nichts sehen - weitere 8 Millionen sind wegen fehlender Sehhilfen blind. Darauf weist die CBM (Christoffel-Blindenmission) aus Anlass des internationalen Tags des weißen Stocks am 15. Oktober hin.

Die mit Abstand häufigste Erblindungsursache weltweit ist der Graue Star (fast 50 Prozent der Betroffenen), danach folgen Glaukom (12 Prozent), altersbedingte Makuladegeneration (9 Prozent) und diabetische Retinopathie (5 Prozent). Fast die Hälfte aller blinden Menschen sind heilbar, denn der Graue Star, der zu einer Trübung der Linse im Auge führt, kann auch noch nach mehreren Jahren Blindheit durch eine Operation geheilt werden.

Glaukom ? auch grüner Star genannt ?, altersbedingte Makuladegeneration und diabetische Retinopathie sind vor allem durch die höhere Lebenserwartung auch in Entwicklungsländern stark zunehmend. Diese drei Augenkrankheiten müssen rechtzeitig diagnostiziert und behandelt werden, um den Krankheitsprozess aufzuhalten. Bereits erblindete Menschen können nicht geheilt werden.

Wer blind ist, hat es in Entwicklungsländern besonders schwer, denn Blindheit führt dort häufig zu Armut. Grund dafür ist die oft fehlende Unterstützung durch den Staat oder andere Sicherungssysteme. So können rund 90 Prozent aller blinden Kinder keine Schule besuchen. 80 Prozent aller Menschen mit Behinderung finden keine Arbeit. Die CBM sieht es als ihre Aufgabe an, das Leben von Menschen mit Behinderung in den armen Ländern zu verbessern. Deshalb förderte die CBM im vergangenen Jahr 121.900 blinde Menschen, die eine Schul- oder Berufsausbildung erhielten, oder zum Beispiel durch Kleinstkredite die Chance erhielten erste Schritte in die berufliche Selbstständigkeit zu machen.

Der Tag des weißen Stocks ist ein Höhepunkt der Woche des Sehens, die vom 9. bis 15. Oktober stattfindet. Sie soll bundesweit die Bevölkerung auf die Ursachen von Blindheit und die Situation blinder Menschen aufmerksam machen. Getragen wird die Aktionswoche von der CBM, dem Deutschen Blinden- und Sehbehindertenverband, dem Berufsverband der Augenärzte, dem Deutschen Komitee zur Verhütung von Blindheit, der Deutschen Ophthalmologischen Gesellschaft, dem Deutschen Verein der Blinden und Sehbehinderten in Studium und Beruf sowie dem Hilfswerk der Deutschen Lions.
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Christoffel-Blindenmission Deutschland e.V.

Die Christoffel-Blindenmission (CBM) ist eine internationale christliche Entwicklungs-organisation, deren Hauptziel es ist, die Lebensqualität der ärmsten Menschen dieser Welt zu verbessern, die behindert sind oder in der Gefahr stehen, behindert zu werden. Im Jahr 2008 wurde sie 100 Jahre alt. Schirmherrin der Kampagne „100 Jahre CBM“ war Eva Luise Köhler, die Frau des Bundespräsidenten.
Die CBM arbeitet mit Partnerorganisationen in den einkommensschwachen Ländern zusammen, um Gesundheitsdienste anzubieten, Kindern mit Behinderungen den Schulbesuch zu ermöglichen und behinderten Erwachsenen Zugang zu Rehabilitations-diensten und einem Broterwerb zu verschaffen.
Außerdem tritt die CBM für die Einbeziehung von Menschen mit Behinderungen als gleichberechtigte Mitglieder in allen Aspekten des gesellschaftlichen Lebens ein. Die CBM-Partner in Übersee bieten dazu präventive, kurative, erzieherische und rehabilitative Dienste von hoher Qualität an. Sie sollen unter anderem helfen, Armut zu verringern und die Selbstständigkeit betroffener Menschen zu verbessern.
Derzeit unterstützt die CBM 883 Projekte in 99 Ländern Afrikas, Asiens, Lateinamerikas und Osteuropas. Durch ihre Partner erreicht die CBM zurzeit rund 24 Millionen Menschen. Mitgliedsvereine in neun Ländern finanzieren das gemeinsame Arbeitsprogramm mit einem Gesamtbudget von etwa 56 Millionen Euro (fast 55 Prozent davon aus Deutschland). Weltweit spenden ca. 985.000 Menschen für die CBM. Allein in Deutschland sind es rund 550.000.

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