Dienstag, 06. Dezember 2016


Bundesverbraucherministerium veröffentlicht erstes Gutachten zur Lage der Verbraucher in Deutschland

Aigner: "Position der Bürger wurde in vielen Marktbereichen gestärkt"

(lifePR) (Berlin, ) Die Lage der Verbraucher in Deutschland hat sich in den vergangenen Jahren positiv entwickelt - sowohl was die Zufriedenheit der Verbraucher betrifft, als auch den Zugang zu Märkten und die Transparenz. Gefragt nach der Qualität und den Preisen von Produkten und Dienstleistungen und ihren Verbraucherrechten fühlen sich 76 Prozent der Verbraucher ausreichend informiert. Zu diesem Ergebnis kommt das heute am Rande der Verbraucherministerkonferenz in Hamburg von Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner vorgelegte Gutachten zur "Lage der Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland". Mit dem Gutachten liegt erstmals ein wissenschaftlich fundiertes, marktübergreifendes Kompendium der wichtigsten Konsumbereiche vor: Die in ihrem Umfang bisher einmalige Untersuchung beleuchtet sechs Konsumbereiche, aufgefächert in 18 konkrete Teilmärkte. Laut Gutachten ist das Vertrauen der Bürger in die Märkte deutlich stärker ausgeprägt als das Misstrauen - die durchschnittliche Verbraucherzufriedenheit sei als positiv anzusehen. Eine Leitfrage des Gutachtens war, ob die Märkte für Verbraucherinnen und Verbraucher zugänglich und transparent sind.

"Die Ergebnisse sehe ich als Beleg für eine erfolgreiche Verbraucherpolitik. Es ist uns gelungen, die Position der Verbraucher in entscheidenden Marktbereichen zu stärken - aber auf diesen Erfolgen werden wir uns nicht ausruhen", kommentierte Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner das Gutachten, das von dem Wirtschaftsforschungs- und Beratungsunternehmen Prognos erstellt wurde. "Die Erkenntnisse sind wertvoll - sie werden dazu beitragen, in Zukunft noch besser und zielgenauer auf die unterschiedlichen Bedürfnisse der Verbraucherinnen und Verbraucher eingehen zu können."

Das Gutachten umfasst eine systematische Analyse der Lage der Verbraucher in den sechs Konsumbereichen Güter des täglichen Bedarfs, Finanzen und Versicherungen, Medien und Telekommunikation, Energie, Gesundheits- und Pflegemärkte sowie Mobilität. Bestandteile der Untersuchung waren eine Literaturanalyse, eine bundesweite repräsentative Verbraucherbefragung sowie vertiefende Interviews mit Wissenschaftlern, Marktanalysten, Verbraucherverbänden sowie Vertreterinnen und Vertretern der Unternehmen, des Handels, öffentlicher Institutionen und Schlichtungsstellen.

Aus Sicht der Gutachter ist es Aufgabe der Verbraucherpolitik, einen aktiven Beitrag zur Sicherheit und Selbstbestimmung zu leisten. Dies entspricht dem eingeschlagenen Weg der Verbraucherpolitik des Bundesverbraucherministeriums. Aigner erinnerte daran, dass die Bundesregierung durch eine Vielzahl an Maßnahmen die Verbraucherinnen und Verbraucher gestärkt habe - sei es durch Rechtsetzung zum Schutz der Gesundheit, durch konkrete Vorgaben für eine verbraucherfreundliche Informationsgestaltung oder eine generelle Stärkung der Verbraucherbildung. So seien strenge Anforderungen an Spielzeug, die Button-Lösung zum Schutz vor Abofallen, der Beipackzettel für Finanzprodukte, die Initiative Verbraucherbildung und jüngst die Novelle des Verbraucherinformationsgesetzes beispielhafte Maßnahmen zum Schutz und zur Selbstbestimmung der Verbraucher

"Das Gutachten ist eine Bestätigung unseres Kurses einerseits, andererseits aber auch eine Motivation für neue Vorhaben", sagt Aigner. "Wir müssen stetig daran arbeiten, allen Verbrauchern unabhängig von ihrer sozialen oder ökonomischen Situation oder ihrem Bildungsstand ein selbstbestimmtes Handeln zu ermöglichen." Hierzu liefert das Gutachten wichtige Anregungen und Hinweise, wo bereits eine solide Marktposition der Verbraucher existiert und in welchen Bereichen noch Defizite vorliegen. Das Bundesverbraucherministerium wird die Ergebnisse des Gutachtens mit Fachkreisen aus Politik, Verbänden und Verbraucherforschung diskutieren und dabei unter anderem erörtern, welche Auswirkungen die demographische Entwicklung der Bevölkerung und sich daraus ergebende spezifische Lebenslagen für die Verbraucherpolitik haben.
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