Sonntag, 23. November 2014


Internationaler Frauentag: Frauen haben es drauf

Agenturen für Arbeit organisieren hessenweiten Telefonaktionstag

(lifePR) (Frankfurt, ) Nach wie vor unterbrechen vor allem Frauen ihre Erwerbstätigkeit um Kinder zu erziehen oder ihre Angehörigen zu pflegen. Wenn sie nach einer Familienphase wieder ins Berufsleben einsteigen möchten, erhalten sie Unterstützung von der Bundesagentur für Arbeit. Aber noch nicht alle Frauen, die in den Beruf zurückkehren wollen, nehmen diese Möglichkeit wahr.

Hessenweiter Telefonaktionstag am 7.03.2012

Um den Anteil erwerbstätiger Frauen zur erhöhen und beim Wiedereinstieg ins Berufsleben zu unterstützen, findet am 7. März von 10 bis 15 Uhr unter der Hotline-Nummer 01801 555 111 (Festnetzpreis 3,9 ct/min; Mobilfunkpreise höchstens 42 ct/min) in allen hessischen Agenturen ein Telefonaktionstag statt.

Interessierte Frauen erreichen an diesem Tag über die Hotline die Service-Center der Bundesagentur für Arbeit. Nach der Nennung des Kennworts: Frauenaktionstag und ihres Wohnorts werden sie direkt an die für sie zuständige Beauftragte für Chancengleich am Arbeitsmarkt (BCA) verbunden.

Am Telefonaktionstag können alle Fragen rund um den Wiedereinstieg gestellt werden: Zur Rückkehr ins Berufsleben, zu Beschäftigungsmöglichkeiten in Teilzeit, zur Vereinbarkeit von Familie & Beruf und zu den vielfältigen besonderen Unterstützungsangeboten der Agentur für Arbeit für Berufsrückkehrerinnen.

Erwerbsbeteiligung von Frauen ist noch ausbaufähig

Im europäischen Vergleich liegt Deutschland bei der Erwerbsbeteiligung von Frauen im Mittelfeld. Aber auch mit der Aufstockung von Arbeitszeitvolumen teilzeitbeschäftigter Frauen lassen sich Potenziale erschließen, um für den Arbeitsmarkt die zusätzlich benötigten Fachkräfte und hochqualifizierte Akademikerinnen zu gewinnen. Gelänge es diese Potenziale zu erschließen, entspräche dies in Deutschland 0,4 Millionen bis 0,9 Millionen Fachkräften bei der Erwerbspartizipation und 0,3 Millionen bis 1,2 Millionen Vollzeitäquivalenten durch die Steigerung des Arbeitszeitvolumens von Frauen.

"Fachkräfte sind für unser Land sehr wichtig. Gerade die Rückkehr gut ausgebildeter Frauen aus der Familienarbeit ins Berufsleben ist eines der Handlungsfelder, das uns am Herzen liegt. Der Frauenaktionstag ist deshalb eine gute und wichtige Sache! Frauen, die wieder in den Job einsteigen und ihr hohes berufliches Know-how einbringen möchten, sind uns als Kundinnen sehr willkommen. Wir unterstützen sie schnell und unbürokratisch und erarbeiten mit ihnen gemeinsam einen möglichen Weg zurück in die Erwerbstätigkeit. Die Kontaktaufnahme mit uns ist dafür der erste Schritt in Richtung Job. Weitere folgen mit unserer Hilfe." betont Dr. Frank Martin, Leiter der Regionaldirektion Hessen.

In Hessen waren im Jahr 2011 im Jahresdurchschnitt 87.430 Frauen arbeitslos gemeldet. Der Frauenanteil betrug damit 47,9 Prozent. Darunter befanden sich 2.407 Berufsrückkehrerinnen.

Mehr als jede dritte Frau arbeitet Teilzeit

Insgesamt gab es in Hessen zum Stichtag (30.06.11) 2.233.410 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, darunter waren 1.006.683 Frauen, die zu 37,1 Prozent in Teilzeit beschäftigt waren. 458.813 aller Beschäftigungsverhältnisse waren Teilzeitbeschäftigungen. Den Hauptanteil deckten hier mit 373.711 Frauen ab.

Aus Sicht Frank Martins eine riskante Entwicklung, denn Frauen setzen somit immer noch bei der Existenzsicherung und der Sicherung des Familieneinkommens allein auf die Erwerbstätigkeit des Partners, ohne ausreichend die eigene Altersvorsorge im Auge zu haben.

Unterstützung durch die Agenturen für Arbeit in Hessen

Die hessischen Agenturen für Arbeit bieten Information und Beratung über die Möglichkeiten der Flexibilisierung der Arbeitszeit und zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf. Die Beauftragten für Chancengleichheit informieren Arbeitnehmerinnen und Arbeitgeber über demographiesensible Personalpolitik, um zusätzliche Beschäftigungsaufnahmen zu ermöglichen. Die Agenturen für Arbeit haben Übersichten über Kinderbetreuungsmöglichkeiten, vermitteln Kontakte zur örtlichen Tagespflegevermittlung und erarbeiten mit lokalen Bündnissen für Familie Lösungen für Randzeiten im Betreuungsfall.
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