Dienstag, 06. Dezember 2016


Ein gutes "Gespann" - Zwei Träger ein Anliegen

Arbeitsgemeinschaft Leipziger Land und Betrieb für Grundsicherung und Arbeitsförderung des Landkreis Leipzig kümmern sich um junge Menschen / 5. Jugendkonferenz zeigt erfolgreiche Ansätze und bestehende Probleme auf

(lifePR) (Leipzig, ) Im "Doppelpack" traten die Chefs der beiden Grundsicherungsträger im Landkreis Leipzig an das Rednerpult. Peter Krüger, Geschäftsführer Arbeitsgemeinschaft Leipziger Land und Dr. Jörg Altmann, Betriebsleiter Betrieb für Grundsicherung und Arbeitsförderung des Landkreis Leipzig, hatten sich für ein gemeinsames Referat zur ersten gemeinsamen Jugendkonferenz im Landkreis Leipzig entschieden. Dies kann durchaus als Symbol gelten, denn auch die Sorgen um arbeitslose Jugendliche sind beiden Institutionen gemeinsam. Immerhin sind 13,4 % aller Arbeitslosen im Landkreis Leipzig jünger als 25 Jahre.

Im Fokus der 5. Jugendkonferenz im Landkreis Leipzig unter dem Motto "Gut ausgebildet - (nicht) gebraucht!? Jugendliche Berufsanfänger auf dem Weg ins Arbeitsleben" standen junge Menschen nach der Ausbildung beim Start ins Berufsleben.

Als Schirmherr der Veranstaltung betonte Landrat Dr. Gerhard Gey in seinem Einführungsreferat, dass bereits die Berufswahl über den späteren Erfolg im Berufsleben entscheide. Eine gute Ausbildung und die nötige Motivation der Jugendlichen seien Garanten für einen erfolgreichen Berufseinstieg.

Im gemeinsamen Referat der beiden Chefs der Grundsicherungsträger im Landkreis Leipzig Peter Krüger und Dr. Jörg Altmann wurde deutlich, dass es vielfältige Angebote für junge Menschen in der Region gibt. Schule, Grundsicherungsträger und Betriebe könnten jedoch nicht all das Nachholen, was im Elternhaus versäumt werde. Die Eltern sind unbedingt frühzeitig mit ins Boot zu holen. Konkret unterstützen die Grundsicherungsträger durch verschiedene Instrumente, wie intensives Profiling, Bewerbertraining, Übernahme der Fahrtkosten zu Bewerbungsgesprächen und einzelfallbezogene finanzielle Förderung, die Arbeitsaufnahme von Jugendlichen nach der Ausbildung.

"Nach der Lehre darf keine Leere entstehen - dies müsse Ziel aller Bemühungen sein!", stellt Peter Krüger fest. "Wir können die Angebote unterbreiten, die jungen Menschen müssen natürlich unbedingt selbst aktiv werden und Unterstützung annehmen. Defizite in Mathe und Deutsch sind dabei nicht die einzigen Probleme - oft genug fehlen Motivation und soziale Normen", so Krüger weiter.

Dass diese "Tugenden" eine entscheidende Rolle spielen bestätigte auch Lothar Steinert - Geschäftsführer, Lotter Metall GmbH & Co. KG Fachgroßhandel Borna / OT Zedtlitz. Er brachte die Sicht eines mittelständigen Unternehmens ein. Seine Firma hat seit 1991 insgesamt 76 junge Menschen ausgebildet, 58 davon nach der Ausbildung in ein Arbeitsverhältnis übernommen. Entscheidend hierfür sind nicht die reinen Schulnoten, sondern Motivation, Leistungsbereitschaft, persönliches Auftreten und Engagement in der Ausübung des Berufes. Im Wechsel von 4 Monaten lernen die Azubis alle Abteilungen im Unternehmen kennen, können sich einbringen, Zusatzaufgaben übernehmen und so den Grundstein für eine Übernahme nach der Lehrzeit legen.

Adelheid Melzer, Berufsberaterin im Betrieb für Grundsicherung und Arbeitsförderung des Landkreis Leipzig berichtete über den mühevollen Weg, auch den jungen Menschen eine berufliche Chance zu eröffnen, die mit schlechtem oder ganz ohne Abschluss die Schule verlassen. Auch hier sei eine gute Ausbildung der Schlüssel zum Erfolg. Für lernbeeinträchtigte und sozial benachteiligte Jugendliche bieten die Grundsicherungsträger daher geförderte Ausbildungen an. Dass ein solcher oft beschwerlicher Weg erfolgreich sein kann, wird am Beispiel eines jungen Mannes aus Wurzen deutlich. Er konnte nach erfolgreichem Abschluss der geförderten Ausbildung einen festen Arbeitsvertrag mit einem seiner Praktikumsbetriebe abschließen.

Es gäbe viele positive Ansätze, weitere Visionen und eine kommunikative Zusammenarbeit aller Akteure seien gefragt. Jeder junge Mensch werde gebraucht und sollte entsprechend seinen Möglichkeiten Unterstützung finden, gab der Landrat Dr. Gerhard Gey abschließend den Konferenzteilnehmern mit auf den Weg.
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