Samstag, 03. Dezember 2016


Der Arbeitsmarkt im November Arbeitslosenzahl sinkt weiter

Üblicher saison- und witterungsbedingter Anstieg der Arbeitslosenzahlen bleibt aus / Kurzarbeit und arbeitsmarktpolitische Maßnahmen stabilisieren weiterhin den Arbeitsmarkt

(lifePR) (Nürnberg, ) Fast scheint es, als lasse der Klimawandel den hessischen Arbeitsmarkt nicht unberührt. Im fünften Jahr in Folge blieb der sonst übliche saisonale bzw. witterungsbedingte Anstieg der Arbeitslosenzahlen in Hessen aus. Die Bau- und Außenberufe arbeiten aufgrund des milden Winters weiter. Kurzarbeit und der Einsatz arbeitsmarktpolitischer Maßnahmen lassen den Arbeitsmarkt weiterhin stabil bleiben.

195.081 Menschen waren in Hessen im November ohne Arbeit. Das sind 3.304 (1,7 Prozent) weniger als im Vormonat und 4.638 (2,4 Prozent) mehr als im Vorjahresmonat. Die Arbeitslosenquote - bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen - liegt jetzt bei 6,3 Prozent; 0,1 Prozentpunkte weniger als im Vormonat (November 2008: 6,1 Prozent).

Männer bleiben die Verlierer auf dem Arbeitsmarkt. Gegenüber dem Vorjahr stieg die Arbeitslosenzahl bei dieser Personengruppe stetig an (im November: 7,7 Prozent). Demgegenüber sank die Zahl der arbeitslosen Frauen im Vorjahresvergleich dauerhaft (im November: 3,0 Prozent). Ihre Zahl liegt sogar unter dem Vorjahreswert. 53,5 Prozent aller Arbeitslosen in Hessen sind Männer; 46,5 Prozent Frauen.

"Die pessimistischen Jahresprognosen sind glücklicherweise nicht eingetreten. Die Arbeitslosenzahl ist nicht in dem Maße gestiegen wie erwartet. Maßgeblich beteiligt an dieser Entwicklung ist die Kurzarbeit, die immer noch stark beschäftigungssichernd wirkt. Ebenso ist die Zahl der Menschen in Aktivierungs- und Qualifizierungsmaßnahmen um 17.500 höher als im Vorjahr", so Wolfgang Forell, Leiter der Regionaldirektion Hessen.

Im auslaufenden Monat nahmen rund 12.000 Frauen und Männer an einer beruflichen Weiterbildung teil, 13.500 qualifizierten sich im Rahmen einer Arbeitsgelegenheit, etwa 20.000 befanden sich in Aktivierungs- und Eignungsfeststellungen.

Nach ersten Erkenntnissen nahmen die Anzeigen für Kurzarbeit im November 2009 gegenüber Oktober zu. Bis zum 25. November wurden in den Agenturen der Regionaldirektion Hessen rund 314 Anzeigen für Kurzarbeit erfasst, mit rund 5.800 Personen. Für den gesamten Oktober werden schätzungsweise zwischen 350 und 390 Anzeigen mit zwischen 6.500 und 7.000 Personen erwartet.

Im Oktober 2009 gingen insgesamt 300 Anzeigen von Unternehmen für rund 6.850 Arbeitnehmer ein. Im Juni befanden sich noch rund 93.000 Arbeitnehmer in Hessen in Kurzarbeit.

Zahl der Arbeitslosengeld II-Empfänger stetig gesunken

Trotz der Krise ist in diesem Jahr die Zahl der Arbeitslosengeld II-Empfänger in Hessen seit Januar stetig gesunken. Die Zahl der Arbeitslosen liegt jetzt mit 132.335 unter dem Vorjahreswert. Insbesondere in den Landkreisen und Städten, in denen eine Zusammenarbeit zwischen Kommunen und Agenturen für Arbeit stattfindet, kann im Vorjahresvergleich ein erheblicher Rückgang verzeichnet werden. So sank die Zahl im November in den ARGEn im Vorjahresvergleich um 4,7 Prozent, in den Optionskommunen stieg die Zahl um 0,8 Prozent an.

Offene Stellen werden weniger

Die Zahl der offenen ungeförderten Stellen nimmt langsam aber stetig ab. 23.733 sind derzeit bei den Agenturen für Arbeit gemeldet. 10.600 kamen im November neu hinzu; rund 11.500 konnten besetzt werden. Wie in den letzten Monaten kamen die meisten neuen Stellen aus dem Bereich der Arbeitnehmerüberlassung (27,3 Prozent).

2.195.100 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte konnten zum Stichtag im September 2009 gezählt werden. Dies bedeutet einen Rückgang im Vergleich zum Vorjahr um 0,7 Prozent. Hessen liegt damit im Bundestrend. Die meisten Stellen wurden im Bereich der Arbeitnehmerüberlassung (15,5 Prozent) und im Verarbeitenden Gewerbe (3,7 Prozent) abgebaut. Der Trend scheint dennoch gebrochen. Im März wurde im Bereich der Arbeitnehmerüberlassung noch ein Rückgang von 19,7 Prozent festgestellt. Das Verarbeitende Gewerbe hat im Vergleich das Nachsehen. Im März sank die Zahl der Beschäftigten lediglich um 1,0 Prozent.

Rückgang der Jugendarbeitslosigkeit um 6,2 Prozent

Im Vergleich zum Vormonat konnte die Zahl der arbeitslosen jungen Menschen unter 25 Jahren auf jetzt 19.527 nochmals gesenkt werden. 1.283 (6,2 Prozent) weniger sind derzeit ohne Arbeit. Zum Vorjahr stieg ihre Zahl um 4,0 Prozent an.

"Die Zahl der arbeitslosen jungen Menschen wird erfahrungsgemäß weiter sinken. Die Nachvermittlungsaktionen sind in vollem Gange und viele junge Menschen werden noch eine Ausbildung oder eine Qualifizierungsmaßnahme beginnen", führt Wolfgang Forell aus.

Zahl arbeitsloser Ausländer unter dem Vorjahreswert

Mit 47.629 arbeitslosen Menschen ohne deutschen Pass, sinkt die Zahl dieser Personengruppe ebenfalls unter den Vorjahreswert. Dennoch bleibt ihre Quote, gemessen an allen zivilen Erwerbspersonen, mit 13,9 Prozent hoch.

Die Zahl der älteren Arbeitslosen über 50 Jahren bleibt mit derzeit 51.405 über dem Vorjahreswert. Mit 26,4 Prozent haben sie weiterhin den größten Anteil an allen hessischen Arbeitslosen (Ausländer: 24,4 Prozent).
Diese Pressemitteilung posten:

Weitere Pressemitteilungen dieses Herausgebers

Disclaimer