Freitag, 09. Dezember 2016


Beschäftigungsprognose Rhein-Main-Region - Rückgang der Beschäftigten erwartet

Krise und Kurzarbeit lassen Ausbildungsaktivitäten sinken / Moderater Beschäftigungsrückgang 2010 / Informationsdefizite bei den Konjunkturpaketen

(lifePR) (Nürnberg, ) Der Blick in die Zukunft scheint für die Betriebe in der Region Rhein-Main weit weniger besorgniserregend zu sein als erwartet. 60 Prozent sehen sich - laut der Befragung des Instituts für Wirtschaft, Arbeit und Kultur vom Oktober - nur gering oder gar nicht von der Wirtschaftskrise betroffen. Am ehesten spüren das Verarbeitende Gewerbe, der Handel sowie der Bereich Verkehr und Lagerei die Auswirkungen.

Krise und Kurzarbeit lassen Ausbildungsaktivitäten sinken

Kurzarbeit haben folglich nur zehn Prozent der Betriebe im Lauf des Jahres in Anspruch genommen. Die Möglichkeit nutzten vor allem das Verarbeitende und das Baugewerbe sowie der Bereich Verkehr und Lagerei, wohingegen das Instrument der Kurzarbeit bei den Finanz- und Versicherungsdienstleistern kaum zum Einsatz kam. Zwei Drittel der kurzarbeitenden Betriebe wollen die Einführung der verlängerten Bezugsdauer nutzen.

Außerdem gaben 15 Prozent der Betriebe an, dass sie die betriebliche Ausbildung aufgrund der Krise gegenüber den Vorjahren eingeschränkt haben.

Moderater Beschäftigungsrückgang 2010

Die Gesamtbeschäftigung und die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung werden in der Region Rhein-Main bis Ende 2010 nach Einschätzung der Betriebe zurückgehen. Dieser Beschäftigungsrückgang um 0,4 bzw. 0,7 Prozent fällt allerdings durchaus moderat aus. Negative Entwicklungen sind vor allem im Verarbeitenden Gewerbe sowie im Bereich Verkehr und Lagerei zu erwarten. Dies gilt speziell für Handwerksbetriebe. Die Dienstleistungssektoren bleiben dagegen die Wachstumsbranchen der Region: Sie erwarten Beschäftigungsanstiege.

Bis Ende 2011 gehen die Betriebe der Region Rhein-Main von einem Beschäftigungsanstieg von 1,3 Prozent aus. Überdurchschnittlich hohe Wachstumsraten erwarten die sonstigen und die wirtschaftlichen, wissenschaftlichen sowie freiberuflichen Dienstleistungen mit 6,6 bzw. 5,2 Prozent. Weiterhin negativ bleibt hingegen die Entwicklung im Verarbeitenden Gewerbe (-2,7 Prozent) und bei den Großbetrieben (-1,3 Prozent).

Informationsdefizite bei den Konjunkturpaketen

Über 60 Prozent der Betriebe in der Region fühlen sich nicht ausreichend über die Konjunkturpakete informiert. Entsprechend gering ist mit 6,5 Prozent der Anteil der Betriebe, der angab, direkt oder indirekt von Maßnahmen der Konjunkturpakete profitiert zu haben. Das Informationsdefizit beklagten vor allem Kleinst- und Kleinbetriebe bzw. Betriebe aus dem Handel sowie aus dem Gesundheits- und Sozialwesen.
Diese Pressemitteilung posten:

Weitere Pressemitteilungen dieses Herausgebers

Disclaimer