Freitag, 31. Oktober 2014


Arbeitslosenquote bleibt in Sachsen stabil

Der sächsische Arbeitsmarkt im November 2011

(lifePR) (Nürnberg, ) Der sächsische Arbeitsmarkt profitiert im November weiter von der positiven konjunkturellen Entwicklung. Die Arbeitslosigkeit liegt den 24. Monat in Folge unter dem Vorjahresniveau und ist so gering, wie seit 20 Jahren nicht mehr.

"Die Lage auf dem sächsischen Arbeitsmarkt bleibt auch im November stabil. Die Arbeitslosigkeit liegt aktuell etwa auf Vormonatsniveau. Der Grund dafür ist die immer noch gute konjunkturelle Lage. Getragen wird der Rückgang der Arbeitslosigkeit vom Aufbau sozialversicherungspflichtiger Beschäftigung. Die Chancen, Arbeitslosigkeit durch eine Beschäftigungsaufnahme zu beenden, lagen auch in diesem November in der Tendenz sehr gut. Das ist auf die steigende Arbeitskräftenachfrage zurückzuführen, denn das Stellenangebot liegt weiter auf hohem Niveau", sagte Konstantine Duscha, Geschäftsführerin Grundsicherung der Regionaldirektion Sachsen der Bundesagentur für Arbeit, heute zur Pressekonferenz in Chemnitz.

Arbeitslosenzahl im November: 201.170
Arbeitslosenzahl im Vormonatsvergleich: + 120
Arbeitslosenzahl im Vorjahresvergleich: - 21.524
Arbeitslosenquote im November: 9,4 Prozent

Der positive konjunkturelle Trend hat sich in Sachsen im Jahresverlauf fortgesetzt. Im November 2011 waren in Sachsen etwa 201.000 Menschen arbeitslos gemeldet, rund 21.500 weniger als vor einem Jahr. Die Arbeitslosigkeit ist aktuell in beiden Rechtskreisen rückläufig.

Von allen Arbeitslosen wurden 49.275 (24,5 Prozent) im Rechtskreis SGB III von einer Agentur für Arbeit und 151.895 (75,5 Prozent) im Rechtskreis SGB II von einem Träger der Grundsicherung betreut. Gegenüber dem Vorjahr hat sich die Arbeitslosigkeit im Bereich der Arbeitslosenversicherung um 10.921 (18,1 Prozent) und in der Grundsicherung um 10.603 (6,5 Prozent) verringert.

Die Arbeitslosenquote blieb unverändert und belief sich im November auf 9,4 Prozent. Im Vergleich zum Vorjahr nahm sie um 1,0 Prozentpunkte ab.

Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung hat weiter zugenommen und liegt deutlich über dem Vorjahresniveau. Nach ersten Hochrechnungen liegt die Zahl der Beschäftigten im September bei etwa 1,462 Millionen. Gegenüber dem Vorjahr ist das ein Zuwachs um rund 26.800.

"Die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt hat sich nach den aktuellen Daten alles in allem fortgesetzt und folgt damit der guten wirtschaftlichen Entwicklung im Freistaat Sachsen. Mit einem Beschäftigungsanstieg von 1,9 Prozent sind heute deutlich mehr Menschen in den Betrieben beschäftigt, als noch vor einem Jahr", so Duscha weiter.

Von diesem Beschäftigungsanstieg haben insbesondere die Zeitarbeit, der Bereich Information und Kommunikation, das Verarbeitende Gewerbe und der Logistikbereich profitiert. Aber auch im Handel und im Gesundheits- und Sozialwesen sind deutlich mehr Menschen beschäftigt, als vor einem Jahr.

Im November 2011 wurden den zehn sächsischen Arbeitsagenturen insgesamt 9.721 Arbeitsstellen gemeldet. Damit liegen die gemeldeten Arbeitsstellen über dem Niveau des Vorjahresmonats. "Die Auftragslage der sächsischen Betriebe ist besser als vor einem Jahr. Das deutliche Plus bei der Arbeitskräftenachfrage ist auf die gute Auftragslage der sächsischen Wirtschaft zurückzuführen. Seit Jahresbeginn haben wir über 105.000 Jobs gemeldet bekommen", so Duscha weiter.

Im November haben rund 73.800 Menschen an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen, z.B. Weiterbildungen, Praktika in Betrieben, Beschäftigung in Arbeitsgelegenheiten, teilgenommen und dadurch den Arbeitsmarkt entlastet. Das waren rund 27.400 weniger als noch vor einem Jahr.

"Der Rückgang in der Unterbeschäftigung ist höher als in der Arbeitslosigkeit. Das ist ein Beweis dafür, dass die geringe Arbeitslosigkeit nicht in Folge von Maßnahmen zustande gekommen ist, sondern durch die gestiegene Aufnahmefähigkeit der Wirtschaft" erklärt Duscha. Die Geschäftsführerin für den Bereich der sächsischen Grundsicherung gibt dennoch zu bedenken: "Trotz des Rückgangs in der Unterbeschäftigung ist die Investition in Qualifizierung, Praktika und Verbesserung der Arbeitsfähigkeit enorm wichtig, gerade für Menschen aus dem Bereich der Jobcenter. Hier sehen wir viel Potenzial für Fachkräfte, dass es zu aktivieren gilt. Denn oberstes Ziel ist es, diesen Frauen und Männern eine Perspektive zu geben und zwar auf dem ersten Arbeitsmarkt."

Der sächsische Arbeitsmarkt scheint heute robuster als vor zwanzig Jahren. Die Herausforderungen, denen sich alle Arbeitsmarktakteure stellen müssen, nehmen zu. Im Mittelpunkt steht laut Duscha der wachsende Fachkräftebedarf der Wirtschaft. Um künftig die Qualität und Quantität der Fachkräfte - trotz demografischer Effekte - weiter auf Kurs zu halten, muss bisher zu wenig genutztes Potenzial stärker bei der Personalauswahl herangezogen werden. "Eine Personengruppe sind die Menschen mit Behinderungen. Auch mit diesen Frauen und Männern kann man die Wettbewerbsfähigkeit und Produktivität des eigenen Unternehmens sichern. Vorurteile abgebaut - sind sie leistungsfähig und bringen - richtig eingesetzt - mindestens die gleiche Leistung wie gesunde Menschen. Menschen mit Handicap sind dankbar für jede Chance und haben diese auch verdient", appelliert Duscha an die sächsischen Personalentscheider.

Technische Berater der Arbeitsagentur und Spezialisten für behinderte Menschen stehen den Betrieben mit Rat und Tat zur Seite. Das ganze kostet keinen Cent und kann gleichzeitig noch zu Kostenersparnissen führen. "Wer die Beschäftigungspflicht von schwerbehinderten Menschen erfüllt, braucht keine Ausgleichsabgabe an das Integrationsamt zahlen und verbessert sein Image in der Gesellschaft", so Duscha abschließend.

Dienstleistungen der Spezialisten der örtlichen Agentur für Arbeit und Jobcenter:
- Vermittlung von geeigneten Kandidaten
- Unterstützung bei der Auswahl der geeigneten Arbeitsplatzausstattung
- Beratung zu Fördermöglichkeiten bei Einstellung
- Beratung zu Fördermöglichkeiten für Arbeitsplatzeinrichtung (technische Ausstattung)

Kontakt: +49 (1801) 6644-66 (Festnetzpreis 3,9 ct/min; Mobilfunkpreise höchstens 42 ct/min)
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