Mittwoch, 07. Dezember 2016


Formula BMW Europe Test in Barcelona

Frijns und Sainz in Barcelona schnell unterwegs

(lifePR) (München, ) Die Teilnehmer der Formula BMW Europe haben ihre Vorbereitungen im Rahmen des zweiten offiziellen Tests des Jahres in Barcelona (ES) bei wechselhaften Wetterbedingungen fortgesetzt. In gut sechs Wochen wird die Saison mit zwei Läufen auf dem "Circuit de Catalunya" eröffnet. Am Ende der zweitägigen Testfahrten führte Robin Frijns (NL/Josef Kau fmann Racing), der 2009 den Rookie Cup für sich entschieden hatte, das Klassement an. Mit einer Zeit von 1:50,442 Minuten unterbot er die schnellste Qualifying-Zeit aus dem Vorjahr um eine Sekunde. Formel BMW Junior Carlos Sainz (ES/Eurointernational) belegte mit einem Rückstand von 0,120 Sekunden Rang zwei.

Am Sonntag gingen die Youngster bei trockenen Bedingungen und Temperaturen um 15 Grad Celsius auf die Strecke. Frijns nutzte die guten Verhältnisse, um seine Bestzeit aufzustellen. Am Montag kam hingegen der Regen. Mit Ausnahme eines kurzen Abschnitts rund um die Mittagspause waren die jungen Piloten auf nasser Strecke unterwegs. Schnellster bei diesen Bedingungen war Timmy Hansen (SE/Mücke Motorsport), dem eine Zeit von 1:52,269 Minuten gelang.

Frijns zog nach dem Test ein positives Fazit, insbesondere nachdem es für ihn beim verschneiten ersten Test in Monza (IT) noch nicht nach Wunsch gelaufen war. "Monza war wegen all des Schnees kein guter Test", sagte der Niederländer. "Was kann man bei solchen Bedingungen tun? Der Sonntag hier war toll. Ich war in der Lage, einige Dinge am Auto auszuprobieren und ein besseres Set-up als im vergangenen Jahr zu finden. Außerdem war das Auto klasse, sowohl auf gebrauchten als auch auf neuen Reifen."

Auch Sainz, der 2010 seine erste Saison im Formelsport bestreitet, war zufrieden. Der 15-Jährige meinte: "Das war ein fantastischer Start für mich. Eine bessere Schule, um etwas über den Formelsport zu lernen, gibt es nicht. Ich arbeite gemeinsam mit dem Team ziemlich hart und lerne ständig Neues dazu. Der größte Unterschied zwischen Kart- und Formelsport sind die Höchstgeschwindigkeiten auf den Geraden und die Aerodynamik in schnellen Kurven. Im Moment ist es nicht einfach, das volle Potenzial des Autos zu nutzen. Aber ich denke, ich bin auf einem guten Weg."

Als die Autos am Montag wieder auf die Lkw geladen wurden, befanden sich Sainz und seine Eurointernational-Teamkollegen Michael Lewis (US) und Daniil Kvyat (RU) gemeinsam mit Fahmi Ilyas (MY/DAMS) bereits im Flugzeug nach Malaysia, wo sie als Gaststarter beim Saisonauftakt der Formula BMW Pacific im Rahmen des Großen Preises von Malaysia antreten werden.

In Spanien kehrte ein weiterer Pilot in die Formula BMW Europe zurück, der bereits 2009 am Start gewesen war: Olivier Lombard (FR). Er steht nun bei DAMS unter Vertrag. Für Fortec Motorsport s war außerdem Christof von Grünigen (CH) in Italien mit von der Partie. Der Schweizer hatte im Vorjahr beim Finale in Monza einen Gaststart absolviert und wird in Kürze entscheiden, ob er 2010 die komplette Saison bestreiten wird.

Drei weitere Testfahrten stehen für die Formula BMW Europe Fahrer noch auf dem Programm, ehe die Saison eröffnet wird. In Silverstone (GB, 6./7. April), Spa- Francorchamps (BE, 12./13. April) und Zandvoort (NL, 20./21. April) gehen die Vorbereitungen weiter. Nach dem Saisonstart sind zudem noch Tests in Budapest (HU, 25./26. Mai) und Hockenheim (DE, 1./2. Juni) vorgesehen.

Team im Fokus.

Sechs Teams gehen 2010 in der Formula BMW Europe an den Start. Die Mannschaft, die in Barcelona den schnellsten Fahrer stellte, war Josef Kaufmann Racing. Die Führung des Teams ist Familiensache: Josef Kaufmann ist als Teamchef aktiv, sein Sohn Lars fungiert als Teammanager. Lars Kaufmann war nach den zwei Testtagen nicht nur mit der Leistung von Frijns zufrieden, sondern lobte auch die beiden Rookies im Team, Hannes Van Asseldonk (NL) und Petri Suvanto (FI). "Alles ist gut gelaufen", sagte er. "Robin war am Sonntag den ganzen Tag über der Schnellste. Seine neuen Reifen hat e r perfekt genutzt. Er beging keinen Fehler - genau so soll es sein. Unsere beiden Neulinge lernen noch dazu, was absolut normal ist. Kleinere Fehler gehören in dieser Phase einfach dazu. Ihr Rückstand beunruhigt uns nicht. Wir wissen, woran es gelegen hat. Am Sonntag sind beide erstmals auf frischen Reifen unterwegs gewesen. Sie haben ihre Sache gut gemacht. Wenn man in Betracht zieht, dass wir im Winter nicht viel getestet haben, dann sind ihre bisherigen Leistungen gut."

Laut Kaufmann ist Frijns für die b eiden Rookies ein guter Referenzpunkt, um sich ans Limit vorzutasten. Neben seinem eigenen Fitness-Programm hatte der Youngster im Winter einen zwölfjährigen Kartpiloten unter seine Fittiche genommen und mit ihm trainiert. Jüngeren Teamkollegen zur Seite z u stehen, ist für ihn deshalb nichts Ungewöhnliches.

Josef Kaufmann gründete sein Team im Jahr 1980 in Wolfsfeld (DE). Die Liste jener Fahrer, die für ihn schon gefahren sind, liest sich beeindruckend. Dazu zählen unter anderem Gerhard Berger (AT), Frank Biela (DE), Sebastien Buemi (CH), Nico Hülkenberg (DE), Arie Lyendijk (NL), Timo Scheider (DE) und Volker Weidler (DE). Während Berger in der Formel 1 Siege feiern konnte, triumphierten sowohl Weidler als auch Biela beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans (FR). Lyendijk ist ein zweimaliger Indy-500-Sieger.

Das Team setzte sich 2005 in der Formel BMW ADAC Meisterschaft ebenso durch wie 2006 in der Formel BMW Deutschland und 2008 in der Formula BMW Europe. 2005, 2007 und 2009 gewann zudem einer der Josef Kaufmann Racing Piloten jeweils den Rookie Cup. Aktuell konzentriert sich das Team vollkommen auf die Formula BMW Europe. In den 1980er Jahren hatte Kaufmann bereits Titel in der Formel Renault und in der Formel 3 gewonnen.
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