Samstag, 03. Dezember 2016


Religionen und Weltanschauungen im Gespräch

Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk initiiert Programm über Dialogperspektiven / Wanka: "Wir brauchen neue Formate des Sprechens über Religion"

(lifePR) (Berlin, ) Zunehmende religiöse Pluralisierung stellt Deutschland und Europa vor neue Herausforderungen: Säkularisierung, religiöse Radikalisierung, Antisemitismus, Islamophobie sind nur einige Stichworte, die aktuelle Diskurse zu Religionen und Weltanschauungen prägen. Seit den terroristischen Anschlägen in Paris im Januar 2015 hat die Debatte darüber an Brisanz gewonnen. Mit ihr verbunden ist eine Vielzahl an Fragen, denen sich das vom Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk initiierte Programm "Dialogperspektiven. Religionen und Weltanschauungen im Gespräch" stellen wird.

Das Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk, das besonders begabte jüdische Studierende und Promovierende fördert, richtet sich mit dem Programm an die Stipendiatinnen und Stipendiaten der 13 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützten Begabtenförderungswerke. Ausgewählt werden über drei Jahre jährlich insgesamt bis zu 40 Studierende und Promovierende unter Maßgabe einer möglichst großen religiösen und weltanschaulichen Vielfalt. Sie werden ab Herbst 2015 zu mehrtägigen Seminaren zusammenkommen und sich in Anwesenheit renommierter Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern mit konkreten Fragestellungen interreligiöser und weltanschaulicher Themenkomplexe auseinandersetzen. Die Ergebnisse der gemeinsamen Arbeit sollen im Rahmen von Konferenzen öffentlich vorgestellt werden.

"Wir brauchen neue Formate des Sprechens über Religion", sagte Bundesbildungsministerin Johanna Wanka. "Die Pluralität der Begabtenförderung bietet hierfür eine große Chance. Stipendiaten verschiedener Religionsgemeinschaften und Stipendiaten, die sich mit keiner Religion identifizieren, werden aufeinander treffen und sich über Unterschiede und Gemeinsamkeiten austauschen."

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat seine Förderung leistungsstarker junger Menschen in den vergangenen Jahren deutlich ausgebaut und damit die Etablierung einer Stipendienkultur in Deutschland vorangetrieben. Die Zahl der aus Bundesmitteln vergebenen Stipendien für Studierende hat sich seit 2005 mehr als verdreifacht von rund 13.400 auf über 50.000. Das neue Dialogformat wird über eine Laufzeit von drei Jahren und vier Monaten gefördert. Es steht beispielhaft für die Aufgabe der Begabtenförderung, zukünftige Verantwortungsträger des Landes zusammenzubringen und sie auf ihrem Weg zu aktiven Gestalterinnen und Gestaltern der Zukunft zu begleiten.

Weder das Trennende noch das Einende übersehen und verschweigen, das war für den Religionswissenschaftler und Historiker Ernst Ludwig Ehrlich (1921-2007) von großer Wichtigkeit. In diesem Sinne arbeitet das Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk daran, den Stipendiaten ein besseres Verständnis für interreligiöse und weltanschauliche Fragestellungen zu vermitteln.

Weitere Informationen zum Programm unter: http://www.dialogperspektiven.de.

Für Fragen stehen Ihnen Jo Frank (ELES-Geschäftsführer) und Johanna Korneli (Projektkoordinatorin) zur Verfügung (Tel.: +49 30 319 981 70 - 18, E-Mail: frank@eles-studienwerk.de / korneli@dialogperspektiven.de).

Veranstalter ist das Ernst Ludwig Ehrlich Studienwerk e.V. (www.eles-studienwerk.de).

Informationen zu den Begabtenförderungswerken finden Sie unter http://www.bmbf.de/de/294.php und unter www.stipendiumplus.de.
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