Freitag, 09. Dezember 2016


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Last der Erkrankung wird oft unterschätzt

(lifePR) (Euskirchen, ) Am 29. Oktober findet rund um den Globus der Welt-Psoriasis-Tag statt. Rund zwei Prozent der Weltbevölkerung haben eine Psoriasis - auch in Deutschland. Dabei kann diese entzündliche Hauterkrankung jeden treffen: Männer wie Frauen, unabhängig von Hautfarbe, sozialer oder ethnischer Zugehörigkeit.

In den Brennpunkt der Kampagne stellt der Veranstalter, die International Federation of Psoriasis Associations (IFPA), in diesem Jahr die physischen, psychischen und finanziellen Belastungen, die mit einer Schuppenflechte verbunden sind. Mit diesem Ansatz wendet sich die IFPA zugleich gegen Tendenzen, die Psoriasis zu verharmlosen und zu bagatellisieren.

"Unterschätzt wird vor allem der Verlust an Lebensqualität, aber auch die Langzeitfolgen der mit einer Schuppenflechte oft verbundenen Begleiterkrankungen; dazu zählen u.a. Herzerkrankungen, Diabetes und/oder Depression. Unzureichend behandelt, kann eine Psoriasis selbst schon in mittelschweren bis schweren Fällen oft lebensverkürzend wirken, erläutert Dr. Michael Reusch, der Präsident des Berufsverbandes der Deutschen Dermatologen.

"Zur Behandlung von Schuppenflechte sind in den vergangenen Jahren bewährte Behandlungsmöglichkeiten teils erheblich verbessert und eine große Zahl hochwirksamer Medikamente neu entwickelt worden. Zugleich hat die dermatologische Forschung die genetischen Ursachen und die Grundlagen der Immunabwehrmechanismen, die eine Schuppenflechte in Gang halten, heute weitgehend geklärt," unterstreicht der Präsident der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft, Prof. Thomas Luger.

Der Berufsverband der Deutschen Dermatologen und die Deutsche Dermatologische Gesellschaft haben bereits 2004 mit dem Competenzzentrum für Versorgungsforschung in der Dermatologie (CV Derm) die Initiative ergriffen, die Versorgungslage der Menschen mit Psoriasis anhand überprüfbarer empirischer Daten zu erfassen und zu dokumentieren. Sie unterstützen so die Bemühungen der Betroffenen, ihre Lage zu verbessern.

"Für das Uralt-Vorurteil, Schuppenflechte sei ansteckend, lassen diese wissenschaftlichen Erkenntnisse keinen Raum. Die aktuellen medizinischen Möglichkeiten sind in der breiten Öffentlichkeit und selbst bei den Erkrankten jedoch noch viel zu wenig bekannt," unterstreicht Prof. Matthias Augustin vom CV Derm und verweist auf die neusten Daten seines Instituts zur aktuellen Versorgungslage.

Der Deutsche Psoriasis Bund, die Selbsthilfeorganisation für Menschen mit Schuppenflechte, stellt fest, dass Kosten der Behandlung zunehmend von gesetzlich Versicherten privat bezahlt werden müssen. Der Verband setzt sich dafür ein, die Solidarität in der Gesetzlichen Krankenkasse zu erhalten und stemmt sich gegen eine weitere Aushöhlung des Solidaritätsprinzips durch Ausdünnung des Leistungskatalogs für Hautkranke.

In der Bundesrepublik unterstützen zahlreiche ambulant wie klinisch stationär tätige Hautärztinnen und Hautärzte am Welt-Psoriasis-Tag die Patientenaktivitäten und stehen kostenlos als Experten für öffentliche Veranstaltungen, Vorträge und Telefonate zur Verfügung.

Anlässlich des Welt-Psoriasistages findet am:

29. Oktober 2008 um 11.00 Uhr in Hamburg, Lindner-Hotel, Neanderstr. 20

eine Pressekonferenz statt, zu der die bundesdeutschen Veranstalter - das sind: das Competenzzentrum für Versorgungsforschung in der Dermatologie (CV Derm), der Berufsverband der Deutschen Dermatologen (BVDD), die Deutsche Dermatologische Gesellschaft (DDG) und der Deutsche Psoriasisbund (DPB) - Presse, Funk und Fernsehen einladen

Thema Weltpsoriasistag 2008 - Die Last der Schuppenflechteerkrankung

Die Pressestelle des BVDD unterstützt Sie darüber hinaus gerne mit weiteren konkreten Tipps und Hinweisen für die Berichterstattung und vermittelt Ihnen auch kostenfrei Experten für Interviews und beispielsweise Telefonaktionen.
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