Donnerstag, 29. September 2016


Bayerisches Zimmererhandwerk wundert sich über Umweltministerin

Als die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf das Jahr 2015 zum Jahr des Klimas erklärte, übersah sie eine der effektivsten und effizientesten Klimaschutzmaßnahmen: Bauen mit Holz

(lifePR) (München, ) "Der Klimaschutz wird einer der wichtigsten Arbeitsschwerpunkt im Jahr 2015", verkündete die Bayerische Umweltministerin Ulrike Scharf kürzlich. "2015 wird das Jahr des Klimas. Wir starten jetzt einen Klimamarathon bis zur Weltklimakonferenz in Paris. Als Hightech-Land hat Bayern eine Vorbildfunktion." Scharf wies dabei auf die Bedeutung natürlicher CO2-Speicher hin und kündigte als konkrete Maßnahme an, bis 2020 bayernweit 50 Moore wieder zu vernässen. "Bayern hat ein ehrgeiziges Ziel", betonte sie: "Bis 2050 soll der Ausstoß von Treibhausgasen in Bayern auf 2 Tonnen pro Kopf und Jahr sinken."

Der Landesinnungsverband des Bayerischen Zimmererhandwerks begrüßt als Mitglied der Bayerischen Klima-Allianz dieses ehrgeizige Ziel, wundert sich aber, dass die Umweltministerin den wichtigsten natürlichen CO2-Speicher unerwähnt ließ: Holz. "Der nachhaltigen Forstwirtschaft und der stofflichen Holznutzung kommen beim Klimaschutz entscheidende Rollen zu", erklärt Zimmerer-Präsident Peter Aicher. "Deren Klimaschutzpotenzial ist leider bisher kaum bekannt. Und es ist deutlich höher, als gemeinhin vermutet wird."

Wie eine 2014 veröffentlichte Studie des Wissenschaftszentrums Straubing zeigt, stehen den 75 Mio. Tonnen CO2, die in Bayern jährlich zur Erzeugung von Energie freigesetzt werden, 10 Mio. Tonnen CO2 gegenüber, die die wachsenden Wälder neu binden, und 13 Mio. Tonnen CO2, die durch die stoffliche Nutzung von Holz langfristig gebunden bleiben. Fast ein Drittel der bayerischen CO2-Emissionen wird also auf diese Weise heute schon kompensiert. "Und da ginge noch sehr viel mehr", betont Aicher. "Mit ein bisschen politischem Willen und konsequentem Handeln könnte Bayern bis 2050 klimaneutral sein - seine CO2-Emissionen also nicht nur auf 2, sondern sogar auf 0 Tonnen pro Kopf und Jahr senken!"

Stoffliche Holznutzung - das bedeutet vor allem: Bauen mit Holz. Dessen Klimaschutzpotenzial ist nicht nur groß, sondern auch preiswert: Anfang 2015 veröffentlichte Berechnungen des Münchner Architekten Holger König zeigen, dass die CO2-Vermeidungskosten von Bauen mit Holz niedriger sind als die von Photovoltaik und von Windkraft. Für jeden Euro, den man ins Bauen mit Holz investiert, wird also die größte Menge CO2 eingespart.

Weitere Infos:

Bayerisches Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz
Scharf: 2015 wird Jahr des Klimas
Pressemitteilung Nr. 55/15, 12.04.2015
www.stmuv.bayern.de/aktuell/presse/...

Landesinnungsverband des Bayerischen Zimmererhandwerks
STOP CO2
Januar 2015
www.stopco2.jetzt
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