Freitag, 09. Dezember 2016


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Drospirenon-haltige orale Kontrazeptiva

Aktuelle Studiendaten in den Medien zum Teil falsch bewertet

(lifePR) (Berlin, ) "Orale Kontrazeptiva mit Gestagen und Östrogen, sog. Kombinationspillen, sind eine effektive und gut verträgliche Methode zur Verhütung einer Schwangerschaft. Das gilt auch für Präparate, die das synthetische Gelbkörperhormon (Gestagen) Drospirenon enthalten. Das seit langem bekannte, unter der Einnahme von Kombinationspillen erhöhte Risiko für Thrombosen unterscheidet sich bei diesen Präparaten nicht von demjenigen mit einem herkömmlichen Gestagen wie etwa dem Levonorgestrel". Mit diesen Worten widersprach Professor Dr. Michael Ludwig vom ENDOKRINOLOGIKUM in Hamburg bei einer Pressekonferenz in Berlin Medienberichten zu zwei kürzlich publizierten wissenschaftlichen Studien, die ein erhöhtes Thromboserisiko für Drospirenon-haltige Kombinationspillen behauptet haben (British Medical Journal 2009).

"Beide Studien weisen Mängel auf und die ermittelten Daten lassen solche Aussagen nicht zu", sagte Professor Ludwig bei der Veranstaltung von Bayer Vital. So wurde zum Teil das Körpergewicht der Frauen nicht berücksichtigt, obwohl Übergewicht ein bekannter Risikofaktor für Thrombosen ist. Unbeachtet blieb auch, ob die teilnehmenden Frauen ein angeborenes erhöhtes Thromboserisiko hatten. Es gibt laut Ludwig außerdem Hinweise darauf, dass in einer der beiden Studien nicht genau unterschieden wurde, ob Frauen bei Einschluss in die Studie die Kombinationspille erstmalig oder bereits über einen längeren Zeitraum hin einnahmen. Das aber verzerre das ermittelte relative Thromboserisiko zugunsten älterer Präparate mit Levonorgestrel. Denn im ersten Jahr der Anwendung einer Kombinationspille sei das Thromboserisiko bekanntermaßen deutlich höher als in der Folgezeit der Einnahme, so Ludwig weiter.

Die Medienberichte führen nach seinen Worten zu Verunsicherung und lenken zudem von den eigentlich relevanteren Risiken ab: "Die Thrombosegefahr steigt vor allem, wenn Anwenderinnen stark übergewichtig sind oder rauchen", erklärte der Mediziner in Berlin. Vorsicht ist nach seinen Worten auch geboten, wenn Frauen bereits eine Thrombose hatten oder innerhalb der Familie vermehrt Thrombosen aufgetreten sind. Deshalb wird vor der Verordnung der Kombinationspille von den Frauenärzten nach solchen Ereignissen gefragt. Danach erfolge die Auswahl der Verhütungsmethode angepasst an die individuellen Bedürfnisse der Frau.

Zwei große epidemiologische Studien (EURAS und INGENIX), die von unabhängigen Forschungsinstituten durchgeführt und von Bayer initiiert und finanziert wurden, haben gezielt das kardiovaskuläre Sicherheitsprofil verschiedener Kombinationspillen mit unterschiedlichen Gestagenen untersucht. Die derzeit vorliegenden Ergebnisse dieser Studien mit mehr als 120.000 Anwenderinnen bestätigen:

- Venöse Thrombosen und Thromboembolien bei Anwenderinnen niedrigdosierter Kombinationspillen sind selten,

- das Risiko einer venösen Thrombose und Thromboembolie bei Frauen, die niedrig dosierte Kombinationspillen verwenden, ist niedriger als das in der Schwangerschaft und im Wochenbett,

- das Risiko einer venösen Thrombose und Thromboembolie unter allen untersuchten Kombinationspillen mit verschiedenen Gestagenen, darunter auch Levonorgestrel und Drospirenon, ist vergleichbar.

Die Vielfalt der verschiedenen Kombinationspillen hinsichtlich Östrogen- und Gestagenkomponente, Dosierung und Einnahmeschema trägt nach Dr. Petra Schewe, Bayer Vital, den individuellen Bedürfnissen der Frau Rechnung. Für Drospirenon-haltige Präparate spricht nach den Worten der Frauenfachärztin die Tatsache, dass dieses Gestagen die größte Ähnlichkeit mit dem vom Körper selbst produzierten Hormon Progesteron aufweist. Drospirenon wirkt der bei der Einnahme von Kombinationspillen vorkommenden östrogenbedingten Wassereinlagerung entgegen.

Diese Presseinformation kann bestimmte in die Zukunft gerichtete Aussagen enthalten, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung des Bayer-Konzerns bzw. seiner Teilkonzerne beruhen. Verschiedene bekannte wie auch unbekannte Risiken, Ungewissheiten und andere Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklung oder die Performance der Gesellschaft wesentlich von den hier gegebenen Einschätzungen abweichen. Diese Faktoren schließen diejenigen ein, die Bayer in veröffentlichten Berichten beschrieben hat. Diese Berichte stehen auf der Bayer-Webseite http://www.bayer.de zur Verfügung. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen fortzuschreiben und an zukünftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen.
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Die Bayer Vital GmbH vertreibt in Deutschland die Produkte der in der Bayer HealthCare AG zusammengeführten Divisionen Animal Health, Consumer Care, Diabetes Care und Bayer Schering Pharma. Bayer Vital konzentriert sich auf das Ziel, in Deutschland innovative Produkte in Zusammenarbeit mit den Partnern im Gesundheitswesen zu erforschen und Ärzten, Apothekern und Patienten anzubieten. Die Produkte dienen der Diagnose, der Vorsorge, der Familienplanung und der Behandlung akuter und chronischer Erkrankungen sowohl in der Human- als auch in der Tiermedizin. Damit will das Unternehmen einen nachhaltigen Beitrag leisten, die Gesundheit von Mensch und Tier zu verbessern. Mehr über Bayer Vital steht im Internet:

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