Sonntag, 04. Dezember 2016


Reifenhandel gewinnt und verliert durch Abwrackprämie

(lifePR) (Bad Windsheim, ) Besser als erwartet verlief für den deutschen Reifenhandel im vergangenen Jahr das Geschäft mit Pkw-Pneus. Zwar brach der Absatz bei Sommerreifen gegenüber 2008 um 6,9 Prozent ein. Dafür gab es beim Winterreifengeschäft ein sattes Plus von 13 Prozent. Der Branchenverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk (BRV) führt diese Steigerung auf die kalten Temperaturen im November/Dezember und die Abwrackprämie zurück. Der Boom bei Neuwagen löste eine starke Nachfrage nach Winterreifen aus. Zum ersten Mal lag nach Verbandsangaben die bundesweite Umrüstquote auf Winterreifen in der Saison 2009/2010 deutlich über 80 Prozent. Ganzjahresreifen erfassen die Branchenstatistiker übrigens im Segment Sommerreifen. Insgesamt wurden durch die Überkompensation durch Winterreifen 1,1 Millionen mehr Pkw-Reifen verkauft als im Jahr zuvor. Der Absatz stieg in Deutschland um 2,4 Prozent auf 47,1 Millionen Pkw-Reifen. In diesem Segment beobachtet der Branchenverband seit Jahren drei Trends: Die Reifen würden länger genutzt und bis auf die vorgeschriebene Mindestprofiltiefe abgefahren, zudem seien eine geringere jährliche Fahrleistung bei Pkw und eine verlängerte Laufleistung bei den Reifen als Folge der ständigen Produktweiterentwicklung zu beobachten.Der klassische Reifenfachhandel selbst verkaufte nach Verbandsangaben im vergangenen Jahr rund 44 Prozent aller Pkw-Reifen. Mehr als die Hälfte des Umsatzkuchens verteilte sich aber auf Autohäuser (35 Prozent), Fachmärkte (12 Prozent), Online-Anbieter (4,8 Prozent) und Sonstige wie Baumärkte und Tankstellen (knapp 4 Prozent). Im Segment leichte Lkw konnte sich der Reifenhandel über eine Stückzahlsteigerung um plus 5,1 Prozent freuen. Hingegen rutschte der Absatz von Lkw-Reifen mit 2,5 Millionen Stück das zweite Mal in Folge um 13 Prozent deutlich ins Minus. Besonders stark traf den Handel der Absatzrückgang bei Lkw-Neureifen um minus 16,6 Prozent, während runderneuerte Lkw-Reifen mit einem Minus von 6,1 Prozent glimpflicher davonkamen. Auf Talfahrt waren auch die Verkäufe bei Motorradreifen: Nach einem Plus von rund vier Prozent in 2008 verbuchte der Reifenhandel hier mit 1,13 Millionen verkauften Pneus einen Rückgang um 12,4 Prozent. Schuld daran trage die Abwrackprämie und der "Hype" nach staatlich subventionierten Kleinwagen zu Lasten von Krafträdern und Rollern, analysiert der Branchenverband. Für das Geschäftsjahr 2010 rechnet der BRV mit einer "moderateren Entwicklung in den einzelnen Produktsegmenten". Im deutschen Reifenhandel gibt es derzeit rund 2 100 Unternehmen mit insgesamt etwa 4 300 Betriebsstätten. Der Anteil der freien Reifenfachhändler schrumpfte im Zeitraum 1992 bis 2007 zugunsten der mehr oder weniger industriegebundenen Anbieter von 82 Prozent auf derzeit rund 61 Prozent.
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