Donnerstag, 08. Dezember 2016


Partikelfilter: Barförderung für Nachrüstung läuft bald aus

(lifePR) (Bad Windsheim, ) Die Gefahr, dass der Staat auf Fördergeldern für seine Bürger sitzen bleibt, besteht nicht so oft. Bei der Barförderung in Höhe von 330 Euro für die Nachrüstung von Dieselfahrzeugen mit Partikelfiltern scheint dies nun aber der Fall zu sein. Die alte Bundesregierung hatte eine Wahlmöglichkeit zwischen Steuergutschrift und Barprämie geschaffen und für diesen Zweck zusätzlich 66 Mio. Euro im Nachtragshaushalt II eingeplant.Nach Angaben des zuständigen Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrförderung (BAFA) ist seit der Freischaltung des Online-Antragsformulars am 1. September erst rund ein Zehntel von 200.000 möglichen Anträgen eingegangen. Die Behörde erinnert aktuell daran, dass die Förderung zum Ende des Jahres 2009 auslaufe und Anträge nach erfolgter Nachrüstung nur noch bis 15. Februar 2010 gestellt werden könnten. In der Vergangenheit hatten immer mehr Kommunen Umweltzonen eingerichtet, die von Fahrzeugen ohne gültige Umweltplakette gar nicht oder nur beschränkt befahren werden dürfen. In einigen Städten wird ab Januar 2010 die nächste Stufe eingeführt. Das bedeutet laut TÜV Süd, dass Fahrzeuge mit roter Umweltplakette nicht mehr in die jeweiligen Innenstädte rollen dürfen. Berlin und Hannover lassen dann beispielsweise nur noch Fahrzeuge mit dem grünen Aufkleber in die Innenstadt. Auch Frankfurt und München planen für 2010 Verschärfungen. Durch den nachträglichen Einbau eines Partikelminderungssystems ist in der Regel der Aufstieg in eine günstigere Schadstoffgruppe möglich. Bei einigen Fahrzeugen sei sogar eine Verbesserung um zwei Stufen möglich, wirbt die BAFA für ihren Fördertopf. Rolf Klein vom Partikelfilterhersteller HJS sagt für die Zeit vor dem Jahreswechsel einen starken Ansturm auf die Werkstätten voraus, da eine Nachrüstung für den Fahrzeughalter weniger Steuern, bundesweit freie Fahrt in allen Umweltzonen und einen höheren Wiederverkaufswert für das Fahrzeug bringe. Das Kraftfahrzeuggewerbe und der Verband der Automobilindustrie (VDA) fordern von der neuen Bundesregierung inzwischen eine Verlängerung der Frist und auch eine Förderung von leichten Nutzfahrzeugen. ARCD
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