Sonntag, 04. Dezember 2016


EAC: Protest gegen slowenische Autobahnvignette

(lifePR) (Bad Windsheim, ) Der Plan Sloweniens, ab 1. Juli 2008 eine Maut auf Autobahnen und Schnellstraßen in Höhe von mindestens 35 Euro zu erheben, stößt auf heftigen Widerspruch der im EAC (Verbund Europäischer Automobilclubs) organisierten Automobilverbände, zu denen auch der Auto- und Reiseclub Deutschland (ARCD) zählt. Die slowenische Regierung müsse das Vorhaben, die bisher streckenabhängige Maut durch eine pauschalierte Vignette zu ersetzen, unverzüglich fallen lassen. Der EAC betont, es sei nicht einzusehen, dass Urlauber, die lediglich einmal, etwa auf der Durchreise, eine gebührenpflichtige Strecke benutzen, gleich zum Erwerb einer teuren Halbjahresvignette gezwungen würden. Ab 2009 will Slowenien sogar nur noch eine Jahresvignette zum Preis von 55 Euro anbieten - ein Vorgehen, das für den EAC einen groben Verstoß gegen grundlegende europäische Normen und gegen das Prinzip der Gleichbehandlung darstellt. Autofahrer hätten schließlich keine Wahlmöglichkeit zwischen Zeit-Vignetten mit unterschiedlich gestaffelter Geltungsdauer, wie dies etwa in Ungarn und Österreich üblich ist. Auch Österreich musste vor Jahren auf Druck der EU-Kommission auch eine Zehntages-Vignette einführen, obwohl es dort bereits eine Zweimonatsvignette gab. Der EAC fordert Slowenien auf, sich an dieser urlauberfreundlichen Mautpraxis zu orientieren und zum 1. Juli 2008 ebenfalls eine Zehntages- beziehungsweise Monatsvignette anzubieten. Sollte sich das Land in dieser Frage unbeweglich zeigen, schließt der EAC Sammelklagen für betroffene Mitglieder nicht aus.

Im EAC sind seit April 2008 vier deutsche Autofahrerclubs -der Autoclub Europa (ACE), der Automobil-Club Verkehr Bundesrepublik Deutschland (ACV), der Auto- und Reiseclub Deutschland (ARCD) und der Automobilclub Kraftfahrer-Schutz (KS) sowie der ARBÖ aus Österreich zusammengeschlossen.
Diese Pressemitteilung posten:

Weitere Pressemitteilungen dieses Herausgebers

Disclaimer