Mittwoch, 01. Oktober 2014


Dienstwagenflotte: Justizministerium "Spitze" beim CO2-Austoß

(lifePR) (Bad Windsheim, ) In der aktuellen Klimadebatte wird die Bundesregierung nicht müde, für einen reduzierten CO2-Ausstoß von Kraftfahrzeugen einzutreten. Die EU will ihrerseits bis zum Jahr 2012 eine durchschnittliche Höchstgrenze von 120 Gramm CO2 pro Kilometer durchsetzen. Davon ist die Bundesregierung in ihrem ei­genen Fahrzeugbestand aber noch meilenweit entfernt, wie aus ihrer Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP-Fraktion hervorgeht. „Spitze" beim durch­schnittlichen Kohlendioxid-Ausstoß pro Fahrzeug (allerdings mit Transportern) ist das Bundesjus­tizministerium mit 245 g/km, gefolgt vom Bundeskanzleramt mit 228, dem Bun­des­presseamt mit 224, dem Auswärtigen Amt mit 223, dem Bundesgesundheitsmi­niste­rium mit 221 und dem Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwick­lung mit 220 g/km. Der EU-Durchschnittswert bei Neuwagen liegt einem Bericht von Umwelt­kommissar Stavros Dimas zufolge bei knapp 160 Gramm. Derzeit unterhalten Bun­desregierung und Bundesbehörden in ihren Fuhrparks 21 392 Fahrzeuge. Davon sind 11 604 oder 54 Prozent Dieselautos mit oder ohne Rußfilter. Die Benziner im Regierungsfuhrpark schluckten im vergangenen Jahr im Schnitt pro Kraftfahrzeug 12,6 Liter auf 100 km, was einen Rückgang von 11,2 % im Vergleich zu 2005 ent­spricht, die Selbstzünder 9,3 Liter (- 5,0 %). Über die am stärksten motorisierte Flotte verfügt laut Bundesregierung das Auswär­tige Amt mit einer durchschnittlichen Motorleistung von 170 kW/231 PS, gefolgt vom Bundeskanzleramt mit 169 kW/230 PS, dem Bundes­justizministerium mit 160 kW/218 PS, dem Bundesmi­nisterium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend mit 158 kW/215 PS und dem Bundesgesundheitsministerium mit 156 kW/212 PS pro Fahrzeug. Von künftigen Fahrverboten in ausgewiesenen Um­weltzonen sind nach eigenen Angaben der Bundesregierung 4230 Fahrzeuge oder rund ein Fünftel der Bundesflotte betroffen. Es handelt sich hauptsächlich um Die­selfahrzeuge ohne Partikelfilter. Der Auto- und Reiseclub Deutschland (ARCD) for­dert die Bundesregie­rung auf, den vielen Worten im eigenen Fuhrpark endlich Taten folgen zu lassen und die übermotorisierte Flotte ab- und auf umweltfreundlichere Mobile umzurüsten. ARCD
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