Montag, 28. Juli 2014


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Mobile Mitarbeiter - Jeder Fünfte pendelt zur Arbeit ins Umland

(lifePR) (Bremen, ) Beschäftigte nehmen immer häufiger einen langen Arbeitsweg in Kauf. Wie aus dem aktuellen "Kammer-Kompakt" der Arbeitnehmerkammer Bremen hervorgeht, pendelte 2011 jeder Fünfte (19,2 Prozent) der im Land Bremen lebenden Arbeitnehmer in eine Gemeinde außerhalb des Bundeslands zur Arbeit. Dies sind rund 18 Prozent mehr als noch 2001. Etwas geringer, aber ebefalls gewachsen (plus 7,2 Prozent) ist in den vergangenen zehn Jahren die Zahl derer, die aus dem Umland zur Arbeit nach Bremen und Bremerhaven pendeln: 2011 traf dies auf r und 42,2 Prozent zu. Somit wohnen mittlerweile v ier von zehn Beschäftigten außerhalb des Zwei-Städte-Staats. Der Trend zur Mobilität in der Arbeitwswelt ist demnach ungebrochen.

Bremen und das Umland

Von den 291.062 Menschen, die in Bremen sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind, haben nur 57,8 Prozent auch ihren Wohnsitz im Land Bremen, die restlichen Beschäftigten pendeln zur Arbeit (Stand Juni 2011). Neun von zehn der sogenannten Einpendler - also der Menschen, die außerhalb der Landesgrenzen wohnen, aber im Land Bremen arbeiten - kommen aus Niedersachsen (109.700). Spitzenreiter sind die Gemeinden beziehungsweise Städte Delmenhorst, Stuhr, Weyhe, Osterholz-Scharmbeck und Achim. In einigen Gemeinden ist mehr als jeder zweite dort lebende Beschäftigte in der Stadt Bremen beschäftigt, dies ist beispielsweise in Ritterhude, Schwanewede, Lilienthal, Oyten und Weyhe der Fall.

Auch bei den 39.867 Auspendlern - also den Bremern und Bremerhavenern, die außerhalb des Zwei-Städte-Staats arbeiten - liegt Niedersachsen weit vorn: 70,3 Prozent der Auspendler arbeiten in einem niedersächsischen Betrieb. Eine größere Beschäftigtenzahl arbeitet darüber hinaus in den Bundesländern Hamburg, Nordrhein-Westfalen oder sogar in Hessen.

"Mobilität bleibt ein wichtiges Thema, das zeigen die Ergebnisse ganz deutlich", betont Ingo Schierenbeck, Hauptgeschäftsführer der Arbeitnehmerkammer Bremen . Wenn immer weniger Beschäftigte an ihrem Arbeitsort wohnen, führt dies automatisch zu einer Zunahme des motorisierten Verkehrs in den Städten und über die Landesgrenzen hinweg. Nach Daten aus dem Jahr 2003 nutzen rund zwei Drittel der Pendler auf dem Arbeitsweg das Auto - Grund sind lange Wegstrecken und schlechte Anbindungen an öffentliche Verkehrsmittel (ÖPNV). Die Arbeitnehmerkammer begrüßt es deshalb, dass Bremen bis 2014 einen Verkehrsentwicklungsplan für die Zeit bis 2020 und 2025 aufstellen will. "Unser Ziel muss es sein, mit guten Angeboten den öffentlichen Nah- und Regionalverkehr für Berufspendler attraktiver zu machen", fordert Schierenbeck. So sei es beispielsweise notwendig, die großen Gewerbegebiete wie GVZ, Gewerbepark Hansalinie und Industriehäfen besser an den ÖPNV der Umlandgemeinden anzubinden.

Mitglieder der Arbeitnehmerkammer

Die Arbeitnehmerkammer im Lande Bremen hat derzeit rund 350.000 Mitglieder. Das sind alle in Bremen und Bremerhaven beschäftigten Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer (mit Ausnahme der Beamten), inkl. der Minijobber. Mitglieder sind auch diejenigen, die ihren Wohnsitz jenseits der Landesgrenze haben, aber im Land Bremen arbeiten.
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