Samstag, 10. Dezember 2016


Rennen, oder nicht?

(lifePR) (Düsseldorf, ) Schon allein die Definition eines sportlichen Wettbewerbs kann zu Problemen mit der Versicherung führen. Ein Motorsportfan nahm mit seinem Vehikel an einem Wettbewerb teil, dessen Ziel es ist, die Endlinie zu einem zuvor definierten Zeitpunkt zu überqueren. Da diese Vorgabe nicht erfordert, dass ein Teilnehmer schneller fahren muss als ein anderer, um höhere Gewinnchancen zu erlangen, handelt es sich per Definition nicht um ein Rennen. Das musste auch die Versicherung Hobbyfahrers einsehen, als sie für den Schaden eines dort stattgefundenen Unfalls nicht aufkommen wollte und sich ursprünglich darauf berief, dass es sich um ein Rennen handele und für ein Rennens kein Versicherungsschutz bestehe. Nachdem dieses Vorhaben gescheitert war, versuchte die Assekuranz ein vermeintlich anderes Schlupfloch zu nutzen, um nicht zahlen zu müssen. Sie argumentierte, dass es sich um eine gefährliche kraftfahrzeugsportliche Veranstaltung gehandelt habe, so dass jeder Teilnehmer darauf habe vertrauen dürfen nicht von anderen Teilnehmern, denen ein Schaden zugefügt wurde, in Anspruch genommen zu werden. Der Bundesgerichtshof hat jedoch entschieden, dass dieser Grundsatz dann nicht gilt, wenn Versicherungsschutz besteht. Da es sich nicht um ein Rennen gehandelt hat, bestand Versicherungsschutz, so dass die bestehende Haftpflichtversicherung auch für diese Schäden aufkommen musste, erklären ARAG Experten (BGH, Az.: VI ZR 98/07)..
Diese Pressemitteilung posten:

Weitere Pressemitteilungen dieses Herausgebers

Disclaimer