Freitag, 28. November 2014


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Statement von Dr. Hans Jürgen Ahrens

Vorstandsvorsitzender des AOK-Bundesverbandes

(lifePR) (Bonn, ) Gesunde Kinder sind die beste Investition in die Zukunft. Deshalb hat die AOK in diesem Jahr eine große Initiative gestartet, bei der sich alles um das Wertvollste dreht, das unsere Gesellschaft hat, die Kinder. „Gesunde Kinder – Gesunde Zukunft“ heißt diese Initiative. Und sie werden sicherlich in der einen oder anderen Art und Weise schon mit ihr Bekanntschaft gemacht haben.

Heute freue ich mich, Ihnen einen ganz besonderen Teil dieser Initiative vorstellen zu können: „Möhren, Kinder, Sensationen“, das Kindertheater im Zirkuszelt, das ab heute durch Deutschland tourt und in insgesamt 16 Städten Halt macht. Ob in Köln, Frankfurt, Nürnberg, Hamburg oder Berlin – überall werden Tausende von Kindern im Alter von sechs bis zwölf Jahren den Kochlöffel Quassel, Herobaldus Zwack, den Zauberer Banano Banini und natürlich Henrietta kennen lernen. Insgesamt rund 60.000 Zuschauer werden bundesweit das Theaterstück sehen.

Einige werden sich fragen: Warum macht die AOK jetzt einen Zirkus? Unsere Antwort darauf ist klar: So lassen sich Kinder für ein Thema wie Prävention begeistern – mit einem Umfeld, das sie in den Bann zieht.

Eine Welt, wo sie die Artisten, Tiere und Clowns sehen und vielleicht träumen, selbst ein Teil dieses Zirkus zu sein. Wir haben zwar keine Tiere, aber wir haben ein Theaterstück mit lustigen Figuren und tollen Liedern.

Sie zeigen den Kindern, wie wichtig gesundes Essen und Bewegung sind. An dem Theaterstück haben Pädagogen, Ökotrophologen, Sportlehrer und Schauspieler mitgewirkt. Allesamt sind sie seit vielen Jahren in der Jugendarbeit tätig. In Brandenburg konnte das Stück bereits tausende von Grundschulkindern begeistern.

Und die AOK Brandenburg hat darüber eine qualitative Studie in Auftrag gegeben. Das Ergebnis unterstreicht die Wirksamkeit und Nachhaltigkeit der Initiative. Alle Befragten – Kinder, Eltern und Lehrer – konnten sich erinnern, alle wussten über die Erlebnisse in Fructonia Bescheid. Und alle haben mit Henrietta gelernt, wie wichtig gesunde Ernährung und Bewegung ist. Ich selbst habe es mir dort angesehen – und ich war erstaunt, wie fasziniert die Kinder mitgefiebert und gelacht haben.

Doch das Theaterstück ist nicht alles, was die Kinder hier in der Zirkusstadt erwartet. Nach der Vorstellung können sie hier selbst kleine Akrobatiknummern ausprobieren. Unter Anleitung von Profis können sie jonglieren oder Feuer spucken und bei Lauf- und Tanzspielen ihre Geschicklichkeit testen. Die Zirkuspädagogik halten wir für einen überzeugenden Ansatz: Es geht hier nicht um die sportlich beste Leistung.

Die Kinder erhalten vielmehr Freude am Spielen und an der Bewegung. Das schult ihre Körperwahrnehmung und den Sinn für die Gruppe. Damit es nicht nur bei diesem Vormittag bleibt, haben wir für Lehrer eine Handreichung zur Zirkuspädagogik entwickelt. So können Lehrer und Kinder die Anregungen aus der Zirkusstadt mit in ihren Schulalltag nehmen und weiterentwickeln. Wir wollen, dass dieser Tag für Kinder, Erzieher und Eltern ein Anstoß ist, mehr Bewegung, Spaß am Spiel und gesundes Essen im Alltag umzusetzen.

Nach einer Studie der AOK und des Wissenschaftlichen Instituts der Ärzte Deutschlands ist die Fitness unserer Kinder seit dem Jahr 2001 deutlich messbar zurückgegangen. Was früher für Kinder selbstverständlich war – laufen, springen, klettern, balancieren - wird mehr und mehr zu einer besonderen Leistung einiger weniger. Wir haben gemessen, wie hoch Kinder aus dem Stand springen können. Und stellen fest, dass viele von ihnen kaum noch den Boden verlassen. Oder: Beim 6-Minuten-Lauf um ein Feld mit Eckfahnen fliegen einige Schüler aufgrund von Koordinationsschwierigkeiten förmlich aus der Kurve. Auch das Robert-Koch-Institut hat vor Kurzem eine Untersuchung vorgelegt, wonach 15 Prozent der Kinder und Jugendlichen in Deutschland übergewichtig sind. Übergewicht und Bewegungsmangel aber bereiten den Boden dafür, dass sie als Erwachsene mit größerer Wahrscheinlichkeit unter chronischen Krankheiten wie Diabetes leiden oder Probleme mit Herz, Kreislauf und Gelenken bekommen. Diese Entwicklung können wir nicht einfach hinnehmen. Da sind wir alle gefragt.

Wir als AOK wollen dazu beitragen diesem Trend entgegen zu wirken: Denn Wissen ist bekanntlich gut – aber Handeln ist besser. Deshalb haben wir gemeinsam mit der Zeitschrift „stern“ Wissenschaftler der Uni Bielefeld gebeten, in die Familien zu gehen und zu untersuchen, woran es in manchen Familien hapert und weshalb andere Familien es schaffen, dass ihre Kinder auch unter ungünstigen Bedingungen gesund groß werden. Dabei sind viele handfeste Tipps für Familien herausgekommen, die wissenschaftlich fundiert sind, aber gleichzeitig auch ganz leicht umzusetzen. Fast 200.000 der Ratgeber „Familienalltag leicht gemacht“ haben wir an die Familien verteilt und über den "stern" haben wir viele Millionen Menschen
erreicht.

An vielen Orten bieten wir zudem Kurse für Kinder und Eltern an, bei denen gesundes Verhalten gleich eingeübtwerden kann. Und nicht zuletzt werden wir im Herbst eine weitere Aktion starten und in 2.000 Kindergärten den Kleinen spielerisch den Spaß an gesundem Essen und Bewegung vermitteln.

Köln ist die Wiege des Karnevals - und auch die der Kindergesundheit.Denn was wir Ihnen hier heute vorstellen, das hat seinen Ursprung in Köln: Das Theaterstück wird von Profis, einer Kölner Schauspielergruppe aufgeführt, die sich im Rheinland vor allem damit einen Namen gemacht hat, die berühmte Stunk-Sitzung zu veranstalten.

Die Geschichte von Henrietta ist ein einzigartiges Stück und wirklich etwas ganz Ungewöhnliches: Denn hier wird Prävention nicht mit erhobenem Zeigefinger gepredigt. Hier im Zirkuszelt wird Prävention für Kinder zum Erlebnis!

Die Geschichte ist schnell erzählt: Die Heldin der Geschichte, Henrietta, kommt immer müde zur Schule und schläft im Unterreicht ein, deshalb muss sie nachsitzen. Und da kommt Kochlöffel Quassel und nimmt sie mit auf eine abenteuerliche Reise nach Fructonia.In einer fantastischen Zirkuswelt erlebt sie,wie sie gesund und fit werden kann. Das kommt bei den Kindern an, das bleibt in ihren Gedanken – und sie werden noch lange von dieser abenteuerlichen Veranstaltung erzählen.

Der beste Weg, die Zukunft vorherzusagen, ist, sie mit zu gestalten. Deshalb redet die AOK nicht nur über Kindergesundheit, sie tut sehr viel. Denn nur gesunde Kinder bedeuten eine gesunde Zukunft – für uns alle.
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