Dienstag, 21. Mai 2013


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Krankenhaus-Versorgung für Kinder in akuter Gefahr

(lifePR) (Frankfurt, ) Krankenhaus-Versorgung für Kinder in akuter Gefahr - und die Politik schaut weg Deutscher Bundestag ignoriert seit Oktober 2006 bis heute Online-Petition des AKIK Frankfurt am Main/Regensburg, 19.07.2007. Seit der Gesundheitsreform ist die Kinderversorgung in Krankenhäusern unterfinanziert und darunter leidet die Qualität. Dadurch droht den Kindern in Deutschland jenseits der schlechten Bildungs- und Betreuungssituation (PISA- bzw. Kinderkrippen-Debatte) das nächste Debakel. Dies war das Fazit der 39. Jahresversammlung des AKIK (Aktionskomitee KIND IM KRANKENHAUS) in Frankfurt/Main.

Auf der Mitgliederversammlung des AKIK-Bundesverbandes bestätigten sich die Erfahrungen des Vorstandes, dass hinsichtlich der aktuellen Situation in deutschen Kinderkrankenhäusern zwischen politischen Absichtserklärungen und dem Alltag von Familien mit kranken Kindern die Lücke immer größer wird. Deutlich sichtbar ist nämlich die Verschlechterung der Versorgungssituation: Die vor kurzem veröffentlichten Ergebnisse der 4. Umfrage der BaKuK (Bundesarbeitsgemeinschaft Kind und Krankenhaus) sowie eine Resolution des 110. Deutschen Ärztetages 2007 in Münster zeigen eine Tendenz, dass Kinder wieder vermehrt in Erwachsenen-Abteilungen, d.h. nicht fachgerecht behandelt werden. Als Argument wird seit der Umstellung der Krankenhaus-Finanzierung auf die Fallpauschalen-Regelung in diesem nur noch monetär geprägten Staat immer wieder angeführt, dass sich Kinder-Medizin nicht rechne.

Mehrfach hatte das AKIK mit vielen Aktionen, teilweise auch gemeinsam mit medizinischen und pflegerischen Fachverbänden, auf die drohende Verschlechterung bei der Versorgung kranker Kinder hingewiesen. So hatte das AKIK im Oktober des letzten Jahres eine Online-Petition beim Deutschen Bundestag eingereicht - bis heute ohne jede Reaktion. Auch eine gemeinsame Eingabe aller relevanten Fachverbände zur Qualitätssicherung bei der stationären Kinderversorgung blieb bis heute ohne Antwort. "Die Politik dreht an den Stellschrauben bei der Versorgung kranker Kinder, ohne sich um die Folgewirkungen zu kümmern", so Julia von Seiche vom AKIK-Bundesverband. "Wenn wir dann Kassen und Politiker mit den erdrückenden Auswirkungen auf die betroffenen Kinder und Familien konfrontieren, spielt jeder das Mikado-Spiel: der erste, der sich bewegt, hat verloren. Daher schaut jeder weg und lässt die Betroffenen im Regen stehen."


Der Bundesverband AKIK und seine Ortsgruppen setzen sich seit mehr als 30 Jahren für die bestmögliche Behandlung chronisch kranker Kinder im Krankenhaus ein und verfolgen zahlreiche Aktivitäten, die kranke Kinder und ihre Familien in ihrer schwierigen Situation unterstützen.
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