Mittwoch, 15. Februar 2012


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Buckelwale erhalten kurzen Aufschub vor Bejagung

(lifepr) St. Petersburg, USA, 04.03.2010, Bei dem diese Woche stattfindenden interimistischen Treffen der Internationalen Walfangkommission (IWC) erhielten die Buckelwale vor Grönland letzte Nacht erneut Aufschub vor Bejagung. Grund für die wenige Wochen dauernde Gnadenfrist ist, dass nicht genügend Mitgliedsstaaten anwesend waren, um eine beschlussfähige Mindestanzahl zu stellen.

Viele Staaten, insbesondere Schweden und die USA, versuchten in der vergangenen Woche nach allen Regeln der Kunst, den Weg für diesen von Walschützern heftig kritisierten dänischen Antrag zu ebnen.

"Die Freude über das Ergebnis ist begrenzt, denn der Antrag bleibt zur Abstimmung bei der im Juni stattfindenden Jahrestagung der IWC am Tisch. Und alle Zeichen stehen ganz klar für eine Genehmigung der Jagd auf Buckelwale" kommentiert Nicolas Entrup, Sprecher der internationalen Wal- und Delfinschutzorganisation WDCS das Ergebnis bei der Tagung vor Ort.

Im Vorfeld der interimistischen Tagung verhandelte eine Arbeitsgruppe der IWC über einen Kompromissvorschlag, der die Legalisierung des kommerziellen Walfangs vorsieht. Das Ergebnis war neben dem Abtasten der Staaten zu den einzelnen Punkten und das Einbringen eines Alternativvorschlages durch Australien die Festlegung eines Zeitplans bis zur Jahrestagung in Marokko.

"Die ganze Entwicklung ist schockierend. Staaten versuchen die etwaige Annahme dieses Kompromissvorschlages als Gewinn für den Walschutz zu verkaufen, der jedoch de facto zur Legitimierung kommerzieller Walfangaktivitäten führt" sagt Entrup von der WDCS und ergänzt: "Bleibt die Rechtsempfehlung der EU, nur per Konsens zu einer gemeinsamen Position zu kommen, wodurch sie sich beim dänischen Antrag bei einer Abstimmung enthalten hätte, aufrecht, ist der innerhalb der IWC 25 Stimmen starke Block verhandlungsunfähig. Eine inakzeptable Situation für EU-BürgerInnen, die zweifellos eine vollständige Beendigung jeglicher Form des kommerziellen Walfangs sehen wollen".

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