Mittwoch, 15. Februar 2012


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Bertram Brossardt zum OECD-Bildungsbericht: „Wenn wir jetzt nicht handeln, verspielen wir die Zukunft unseres Landes“

(lifepr) München, 18.09.2007, „Für ein rohstoffarmes Land wie die Bundesrepublik sind die Ergebnisse des aktuellen OECD-Bildungsberichts eine Katastrophe“, so Bertram Brossardt, Hauptgeschäftsführer der vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft. Im vergangenen Jahr ist Deutschland im OECD Vergleich „Bildung auf einen Blick“ vom 10. auf den 22. Rang abgerutscht. Einer der Gründe für das schlechte Abschneiden sei die geringe Quote an Abiturienten und Hochschulabsolventen, so das Ergebnis des Berichts. „Auch wenn der OECD-Bericht das gut funktionierende Duale Ausbildungssystem in Deutschland bei seiner Bewertung nicht ausreichend berücksichtigt, sind die Ergebnisse dennoch alarmierend. In der bayerischen Wirtschaft besteht bereits heute ein gravierender Fachkräftemangel. Wenn wir jetzt im Bildungsbereich nicht massiv gegensteuern, wird die Bildungsmisere langfristig verheerende Folgen auf die wirtschaftliche, aber auch gesellschaftliche Entwicklung haben“, so Brossardt weiter.

Dem jetzt von der Bundesbildungsministerin Annette Schavan angekündigten „Bildungs-Herbst“ steht Brossardt skeptisch gegenüber: „Wenn dies dazu führt, dass schnell gehandelt wird, ist der ’Bildungs-Herbst’ eine gute Sache. Was wir nicht brauchen, sind weitere endlose Diskussionen.“ Bereits vor vier Jahren hatte die vbw mit „Bildung neu denken“ ein umfassendes Reformkonzept vorgestellt. Auch der von der vbw initiierte Aktionsrat Bildung hat in seinem ersten Jahresgutachten dezidiert Maßnahmen genannt, wie die Bildungsgerechtigkeit erhöht werden kann und dadurch unter anderem mehr junge Menschen eine Hochschulzugangsberechtigung erreichen. „Die OECD-Studie zeigt, jetzt dürfen wir nicht länger reden, sondern müssen handeln. Als vbw haben wir dies erkannt und das Programm ’Erfahrung sichern – Nachwuchs bilden’ gestartet. Hierzu gehört unter anderem ein Wettbewerb mit dem die Abbrecherquoten in den naturwissenschaftlichen und technischen Fächern halbiert werden sollen“, erläutert Brossardt.

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