Donnerstag, 09. Februar 2012


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Floristmeisterinnen zaubern in ihrer Prüfung florale Kunstwerke

Ausstellung "sti(e)l? sicher!" vom 18. bis 20. Juni

Bunt und flippig: Die Neustädterin Isabel Krause hat sich bei ihrer Meisterprüfung für den Pop-Art-Stil entschieden
Bunt und flippig: Die Neustädterin Isabel Krause hat sich bei ihrer Meisterprüfung für den Pop-Art-Stil entschieden

(lifepr) Hannover-Ahlem, 17.06.2010, Wie arrangiert man Blumen zu einem Kunstwerk? Und wie setzt man ein relativ abstraktes Thema in bezaubernde Kreationen um? Elf angehende Floristmeisterinnen der Justus-von-Liebig-Schule haben ihr Können in dieser Woche in der praktischen Prüfung bewiesen. "Sti(e)l? sicher!" lautete das Prüfungsthema. Ehe es jetzt für die Floristinnen ans Abschiednehmen geht, werden die filigranen Abschlussarbeiten von Freitag bis Sonntag, 18. bis 20. Juni, jeweils von 10 bis 18 Uhr in der Justus-von-Liebig-Schule, Heisterbergallee 8, 30453 Hannover, ausgestellt. Am Sonnabend und Sonntag, 19. und 20. Juni, läuft außerdem zeitgleich der Berufswettkampf "Silberne Rose 2010" des Fachverbands Deutscher Floristen, Landesverband Niedersachsen e.V. Der Eintritt zur Ausstellung kostete fünf Euro, ermäßigt drei Euro.

Zwei Wochen hatten die Meisterschülerinnen der Berufsbildenden Schule der Region Hannover Zeit, Entwürfe ihrer Blütenträume anzufertigen. Der fiktive Arbeitsauftrag lautet: Entwerfen Sie eine florale Gestaltung, die sich auf einen von Ihnen gewählten Stil bezieht.

"Um die 500 Pflanzen können schon mal in einem Arrangement stecken. Die Kunst ist es, die Gewächse nicht nur ansprechend anzuordnen, sondern sie auch rechtzeitig zu beschaffen", erläutert Ursula Walford, Fachlehrerin an der Justus-von-Liebig-Schule.

Die einjährige Ausbildung an der hannoverschen Fachschule Agrarwirtschaft mit dem Schwerpunkt Floristik schärft den ästhetischen Sinn der Absolventen und bereitet sie unter anderem auf die Leitung eines Betriebes vor. Aufgenommen werden nur bereits ausgebildete Floristinnen und Floristen mit mehrjähriger Berufserfahrung. In dem aktuellen Abschlussjahrgang kommen zwei Absolventinnen aus der Region: Isabel Krause, Neustadt und Elisabeth Remig-Rosahl, Barsinghausen.

"Ich liebe es bunt", sagt die Neustädterin Isabel Krause. Kein Wunder also, dass sich die 23-Jährige für den Pop-Art-Stil entschieden hat. Modern und flippig setzt sie das Thema in ihren Kreationen um. "Die Pop-Art mit ihren farbigen und knalligen Bildern fasziniert mich. Sie hat in mir Wünsche geweckt, die ich versuche, anhand meiner Werkstücke zum Ausdruck zu bringen. Mein Wunsch ist, dass die Besucher 'Stielaugen' machen, wenn sie meinen Raum betreten."

Etwas traditioneller sieht es im Ausstellungsraum von Elisabeth Remig-Rosahl aus. Die 46-jährige Meisterschülerin hat sich für den Jugendstil entschieden. "In dieser Zeit hatte die Floristik ihre Anfänge. Die ersten Blumenläden wurden eröffnet, die ersten Sträuße verkauft", begründet die Barsinghäuserin ihre Wahl. "Der Jugendstil wurde geschaffen, um die Menschen aus ihrer oft unerträglichen Welt zu heilen und zu befreien - einer Welt, die die Menschen allzu oft überfordert und krank macht. Er ist angetreten gegen die Welt der Industrie, gegen den Lärm der Betriebe, der technischen Arbeit und das Dröhnen der Stadt. Er ist Protest und Paradies mitten in der Stadt."

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  • (BILD) Elisabeth Remig-Rosahl arbeitet bei ihrer Interpretation des Jugendstils mit verschiedenen Gestaltungsmitteln: Florale Ornamente zieren einen originalen Jugendstilrahmen 255 kB
  • (BILD) Stilmix: Die 27-Jährige Almut Beyes (Wolfenbüttel) verbindet in ihren Werkstücken Holz, Metall und Textilien mit bunten Blumen und versucht den Besuchern damit "ein Kribbeln im Bauch zu zaubern" 380 kB
 
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