Mittwoch, 15. Februar 2012


Ludwig-Bölkow-Systemtechnik GmbH

Die Kohle wird knapper und teurer

Ludwig-Bölkow-Systemtechnik (LBST) beim Energie-Hearing der Stadt München 22. Juni 2007

(lifepr) Ottobrunn, 22.06.2007, Die weltweiten Kohlevorräte sind geringer als vermutet, nur wenige Länder exportieren überhaupt Kohle. Deshalb werden die Preise für diesen Energieträger steigen. Das waren die wichtigsten Aussagen der Ludwig-Bölkow-Systemtechnik GmbH beim öffentlichen Hearing der Stadt München über „Strategien der Stadtwerke München im Bereich Stromerzeugung“ am 21. Juni 2007. Nach dem Hearing haben der Münchner Oberbürgermeister Christian Ude und die rot-grüne Koalition im Münchner Rathaus ihre Energiestrategie revidiert und weitere Beteiligungen der Stadtwerke München an Kohlekraftwerken ausgeschlossen.

„Zwei unabhängige aktuelle Studien aus den letzten Monaten stellen die langfristige Verfügbarkeit und Preisstabilität von Kohle und damit auch die betriebswirtschaftlichen Voraussetzungen für die Investition in neue Kohlekraftwerke grundsätzlich in Frage“, sagte LBST-Geschäftsführer Jörg Schindler auf dem Hearing. Die im März dieses Jahres veröffentlichte Energy Watch Group-Studie „Coal: Resources and Future Production“ der LBST-Mitarbeiter Jörg Schindler und Dr. Werner Zittel kommt zu dem Ergebnis, dass die weltweite Kohleförderung der Nachfrageentwicklung nicht mehr folgen kann.

Preisrelevante Verknappungen sind das Ergebnis. Der weltweit zunehmende Fokus auf Kohleverstromung verschärft die Situation.

Über 85 Prozent der weltweiten Kohleexporte verteilen sich auf nur sechs Länder. Netto werden nur 15 Prozent der gesamten Kohleförderung exportiert, der Großteil der Kohle wird in den Förderländern selbst verbraucht. Die mit weitem Abstand größten Kohlefördernationen China und USA exportieren netto überhaupt keine Kohle. Australien wird als größte Exportnation die Exporte weiter steigern können, während Indonesien und Südafrika als zweit- und drittgrößter Exporteur absehbar ihre Exporte reduzieren werden. Diese Ergebnisse bestätigt auch die unabhängig erstellte Studie „The Future of Coal“ der Gemeinsamen Forschungsstelle der Europäischen Kommission, die im Juni 2007 veröffentlicht wurde.

Als Konsequenz dieser Erkenntisse gehen die Experten der Ludwig-Bölkow-Systemtechnik davon aus, dass steigende Kohlepreise in Kombination mit CO2-Emissionszertifikaten schon vor 2020 dazu führen können, dass die Stromerzeugungskosten aus Kohle diejenigen aus Windkraft übersteigen und sich Windparks zur kostengünstigsten Stromerzeugungsoption entwickeln.

Die beiden Studien sind im Internet verfügbar unter:
www.energywatchgroup.org (unter „Downloads“)
•ie.jrc.cec.eu.int/publications/scientific_publications/2007/EUR22744EN.pdf

Die Dokumente des Hearings werden unter www.muenchen.de zur Verfügung gestellt.

Weitere Informationen über die Arbeit der Ludwig-Bölkow-Systemtechnik GmbH stehen im Internet unter www.lbst.de

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