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Infoveranstaltung auf dem Marienplatz in München
Schüler helfen Leben retten
(lifepr) München, 23.07.2010,
Über 300 Schülerinnen und Schüler aus München werden am kommenden Dienstag, den 27. Juli 2010, auf dem Marienplatz in München an einer Informationsveranstaltung des Vereins miniSA-NITÄTER e.V. München zusammen mit der Branddirektion München mitwirken. Insgesamt 13 Schulklassen werden an diesem Tag der Öffentlichkeit Basismaßnahmen zur Wiederbelebung "live" demonstrieren: An einer Übungspuppe zeigen sie, wie Herzdruckmassage und Beatmung funktionieren und was im Notfall zu beachten ist, um die Zeit zu überbrücken, bis der Rettungsdienst eintrifft. Unterstützt werden sie dabei vom LMU-Klinikum.
Die Schüler gehören der 5. bis 7. Jahrgangsstufe des Thomas-Mann-Gymnasiums München an. Sie absolvierten in der vergangenen Woche einen "Reanimationskurs für Kids", den der Verein miniSANITÄTER e.V. initiiert hat. Lerninhalte des Kurses waren das Erkennen des Atem- und Kreislaufstillstands und die Vermittlung der Fertigkeiten zur Durchführung von Reanimationsmaßnahmen. Die Klinik für Anaesthesiologie des Klinikums der Universität München hat es übernommen, das Projekt "Schüler helfen Leben retten" zusammen mit miniSANITÄTER e.V. wissenschaftlich zu begleiten. Die Effektivität und Nachhaltigkeit der Reanimationsschulung bei den Jugendlichen wird u.a. mittels eines eigens für dieses Projekt entwickelten altersgerechten Fragebogens, der den Themenbereich Reanimation in einem Fallszenario behandelt, wissenschaftlich evaluiert.
Unter dem Motto "Schüler helfen Leben retten" wurde Ende 2007 in München die Initiative miniSANITÄTER ins Leben gerufen, deren zentrale Aufgabe die Schulung und Ausbildung von Kindern und Jugendlichen beim Erkennen und bei der Erstbehandlung des Atem- und Kreislaufstillstands ist. Hintergrund sind jüngste wissenschaftliche Untersuchungen, die belegen, dass Jugendliche bereits im Alter von 12 bis 14 Jahren in der Lage sind, innerhalb kurzer Zeit die elementaren Aspekte von Reanimationsmaßnahmen zu erlernen und effizient anzuwenden. Damit soll bei Notfällen das therapiefreie Intervall bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes verkürzt werden.
Das Ausbildungskonzept der miniSANITÄTER basiert auf einer interaktiven Lernmethode mit einer Schulungs-DVD und einer Reanimationspuppe. Die Schüler werden Schritt für Schritt angeleitet, wie sie vorzugehen haben. Die Ausbildung dauert etwa eine Schulstunde. Die Schulungs-DVD wurde zusammen mit dem Deutschen Rat für Wiederbelebung - German Resuscitation Council (GRC) e.V. konzipiert. Der GRC ist eine interdisziplinäre Vereinigung, die alle in der Notfallmedizin beteiligten Berufsgruppen und Fachdisziplinen umfasst und ihre zentrale Aufgabe in der Aufklärung, Ausbildung und Forschung auf dem Gebiet der Wiederbelebung sieht. Der GRC wird u.a. Ende dieses Jahres die offizielle deutschsprachige Übersetzung der neuen weltweit konsentierten Leitlinien zur Reanimation 2010 herausgeben, an deren Erarbeitung er mit mehreren Vertretern beteiligt ist.
Der Verein miniSANITÄTER e.V. erhielt für seine Kampagne "Schüler helfen Leben retten" den diesjährigen Health Media Award 2010
Weitere Auskünfte:
Prof. Dr. med. U. Kreimeier
Klinik für Anaesthesiologie
Klinikum der Universität München (LMU),
Campus Innenstadt
Nussbaumstraße 20
80336 München
Tel. 089 – 5160 – 2693
Mobil 0171 – 2880 445
oder auf der Homepage: http://www.minisanitaeter.org
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