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Ipsos GmbH
- Meldung 166538
Fast jeder dritte Deutsche würde am liebsten auswandern
Jeder Zweite misstraut der aktuellen Regierung
(lifepr) Hamburg/Mölln, 27.05.2010,
29 Prozent der Deutschen würden am liebsten auswandern. Die kürzlich von FAMS*-Auszubildenden in Kooperation mit dem Ipsos-Institut durchgeführte repräsentative Online-Befragung stellt beim Auswanderungswillen nur ein leichtes Altersgefälle zugunsten der Jüngeren fest. Es fällt jedoch auf, dass unter den Auswanderungsbereiten, Befragte aus Single-Haushalten deutlich überrepräsentiert sind, Befragte mit Abitur oder Hochschulabschluss tendieren eher seltener zum Auswandern. Gleichzeitig ermittelt die Studie ein eher geringes Vertrauen in die Bundesregierung sowie in weitere öffentliche Institutionen.
Jessica Lietzau, Auszubildende des Marktforschungsjahrgangs, dazu "Wie sich das Auswanderungsverhalten in den nächsten Jahren weiter entwickeln wird, bleibt natürlich abzuwarten. Aber TV-Formate wie 'Good Bye, Deutschland!' oder 'Mein Auslandstagebuch' verstärken unter Umständen das Interesse am Auswandern noch". Augenscheinlich böten sich im Ausland für viele Perspektiven, die sie in Deutschland nicht mehr zu sehen scheinen. Die Azubis mutmaßen, dass es einen Zusammenhang zwischen dem Auswanderungswillen und dem ebenfalls in der Studie festgestellten grundlegenden Misstrauen gegenüber politischen, sozialen und kirchlichen Institutionen gebe.
Schwaches Vertrauen in Regierung und öffentliche Institutionen Gut die Hälfte der Befragten (55%) gibt an, der aktuellen Regierung "nicht" oder "überhaupt nicht" zu vertrauen, bei den älteren Befragte (50-64 Jahre) und bei Hauptschulabsolventen sind es sogar über 60 Prozent. Auch das Vertrauen in die Banken hat im Zuge der Wirtschaftskrise stark gelitten - nur 14 Prozent vertrauen den Geldhäusern noch. Knapp 40 Prozent zweifeln am Gesundheitswesen und am Bildungsystem. Schlusslicht bildet allerdings die katholische Kirche mit nur sieben Prozent Vertauenspotenzial. Interessanterweise schneidet die Polizei am positivsten ab. Jeder zweite Befragte (55%) hat "sehr großes" oder "großes" Vertrauen in die Ordnungshüter.
Diese Ergebnisse beruhen auf einer Repräsentativstudie unter 16 bis 64-jährigen, die das Marktforschungsinstitut Ipsos im Rahmen einer Mehrthemenumfrage online (i:omnibus) im April 2010 in Deutschland durchgeführte.
*Fachangestellte für Markt- und Sozialforschung
Über die Berufliche Medienschule Hamburg-Wandsbek:
Die berufliche Medienschule Hamburg-Wandsbek besteht seit dem Jahre 1952. Die Schule begleitet Auszubildende aus den Feldern der Werbe-, Verlags-, Marktforschungs- und Medienwirtschaft während ihrer Ausbildung. Der im Jahre 2006 eingeführte Ausbildungsberuf zum/r Fachangestellten für Markt- und Sozialforschung wurde von der Hamburger Medienschule maßgeblich mitgeprägt und gestaltet. Hierdurch gehört die Schule zu den fünf Bildungsinstituten bundesweit, von denen dieser Ausbildungsgang angeboten wird.
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