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Dresdner Philharmonie
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»Die Schöpfung« - Oratorium für Sopran, Tenor, Bariton, gemischten Chor und Orchester Hob. XXI:2
Text von Lidley nach Miltons »Paradise Lost«, frei ins Deutsche übertragen von Freiherr Gottfried van Swieten
(lifepr) Dresden, 01.06.2010,
Joseph Haydn (1732 - 1809)
Sa 05. 06. 2010 19:30 Uhr | So 06. 06. 2010 19:30 Uhr Kulturpalast, Festsaal
Rafael Frühbeck de Burgos | Dirigent
Robin Johannsen | Sopran
Markus Schäfer | Tenor
Florian Boesch | Bass
Philharmonischer Chor
Einstudierung Matthias Geissler
Philharmonischer Jugendchor
Einstudierung Jürgen Becker
Die Inspiration für »Die Schöpfung« brachte Haydn von seinen Englandreisen mit: Nicht nur das Erlebnis gewaltiger Aufführungen Händelscher Oratorien, nicht nur ein englisches Libretto aus biblischen Texten und Auszügen aus »Paradise Lost« von John Milton, das Baron van Swieten für Haydn ins Deutsche übertrug - auch der Wunsch, seinem Land ein großes Oratorium zu schenken (wie Händel seiner Wahlheimat England), trieben Haydn ans Werk. Mit der »Schöpfung« komponierte er nicht nur die Krönung seines Schaffens, sondern begründete einen neuen Oratorientypus, der die Chorpartien den Arien gegenüber kräftig aufwertete und so das Repertoire auch einer breiten Chorlandschaft öffnete.
Fr 11. 06. 2010 19:30 Uhr I Kulturpalast, Studiotheater EINTRITT: Eintrittskarte erforderlich: 5 € | Eintritt frei für Abonnenten und Karteninhaber / EINLASS: 1/2 Stunde vorher mit freier Platzwahl
Künstler im Gespräch
Künstler im Gespräch - Peteris Vasks
Peteris Vasks wurde 1946 in Aizpute (Lettland) geboren. Er besuchte die Musikakademie in Riga und die Litauische Musikakademie in Vilnius, wo er bis 1970 ein Kontrabassstudium bei Vitautas Sereika absolvierte. Von 1973 bis 1978 studierte er Komposition bei Valentin Utkin an der Lettischen Musikhochschule in Riga; von 1963 bis 1974 war Vasks Mitglied verschiedener Symphonie- und Kammerorchester, so unter anderem beim Philharmonischen Orchester von Litauen (1966 bis 1969), beim Philharmonischen Kammerorchester von Lettland (1969 bis 1970) und beim Lettischen Rundfunk- und Fernsehorchester (1971 bis 1974). Vasks hat archaisch-folkloristische Elemente der lettischen Musik in seine Kompositionen eingebracht. Seine Werke tragen meist programmatische Titel, die sich auf naturhafte Vorgänge beziehen, doch geht es Vasks nicht um eine poetische Lobpreisung der Natur oder eine Landschaftsschilderung als ästhetisches Ideal. Die wechselseitige Beziehung zwischen der Natur und dem Menschen, die Schönheit des Lebens und die drohende ökologische und moralische Zerstörung dieser Werte sind vielmehr die Themen, die Vasks vornehmlich in seinen jüngsten Werken aufgreift und musikalisch gestaltet. 1996 wurde er zum "Main Composer" des Stockholmer Festivals für neue Musik ernannt und mit dem Herder-Musikpreis der Alfred Toepfer Stiftung ausgezeichnet. Dreimal erhielt er für ein Werk den "Großen Musikpreis Lettlands": 1993 für Litene, 1998 für sein Violinkonzert Fernes Licht und 2000 für seine 2. Symphonie. Seit 1994 ist Vasks Ehrenmitglied der Lettischen Akademie der Wissenschaften. 2001 wurde ihm von der 1771 von König Gustav III. in Stockholm gegründeten Königlich Schwedischen Musik-Akademie die Mitgliedschaft angetragen, im folgenden Jahr wurde er Ehrensenator der lettischen Kulturakademie Riga. 2005 wurde die Einspielung seines Violinokonzerts Fernes Licht und der 2. Symphonie bei Ondine mit dem Cannes Classic Award ausgezeichnet. Im Jahr 2006 war er Composer in Residence bei den britischen Festivals Presteigne und Vale of Glamorgan.
Vasks lebt als freischaffender Komponist in Riga.
Sa 12. 06. 2010 19:30 Uhr | So 13. 06. 2010 19:30 Uhr | Kulturpalast, Festsaal
8. Zyklus-Konzert
Franz Schubert (1797 - 1828)
Sinfonie Nr. 3 D-Dur D 200
Peteris Vasks (geb. 1946)
»Tala gaisma« (Fernes Licht) -
Konzert für Violine und Streichorchester
Franz Schubert (1797 - 1828)
Sinfonie Nr. 7 h-Moll D 759 »Unvollendete«
Markus Poschner | Dirigent
Wolfgang Hentrich | Violine
Die Sinfonien, die Schubert vor seiner Unvollendeten komponiert hat, galten lange und zu Unrecht als »Vorübungen«. Darüber wurde der Blick auf die Meisterschaft und Neuartigkeit der Werke verstellt - wie die seiner Dritten, in der Schubert sich von der Sprache der Wiener Klassik löst und zu einer eigenständigen Handhabung der Form und Textur findet. Die Tatsache, dass Schubert seine 7. Sinfonie nicht vollendete, hat eine Aura des Geheimnisvollen und Legendenhaften über das Werk gelegt. Von größerer Bedeutung ist ihr romantischer Gestus: Ängste, Irrwege und Kämpfe werden thematisiert und legen ihre Schatten auch auf die lyrischen Passagen.
Diesem Geiste verwandt ist das Violinkonzert von Peteris Vasks. »Fernes Licht«, für Gidon Kremer komponiert, ist einerseits introvertiert, diatonisch, melodisch - Symbol für Natur und Menschlichkeit -, andrerseits schroff, hastig und aleatorisch - Symbol für die Stumpfheit, Aggression und Gewalt. Die wechselseitige Beziehung zwischen der Natur und dem Menschen, die Schönheit des Lebens und die drohende ökologische und moralische Zerstörung dieser Werte sind die Themen, die Vasks in seinen jüngsten Werken bewegen.
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