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Jürgen Pfister: Aufschwung könnte im zweiten Halbjahr 2010 nachlassen

Chefvolkswirt der Bayerischen Landesbank im Interview der Deutschen Welle

(lifepr) Bonn, 02.11.2009, Die größte Gefahr für den wirtschaftlichen Aufschwung in Deutschland sieht die Bayerische Landesbank im zweiten Halbjahr 2010, "wenn die finanzpolitischen Impulse nachlassen und noch nicht genug Eigendynamik im privaten Sektor entwickelt haben". In einem Interview der Deutschen Welle sagte der Chefvolkswirt der Bayerischen Landesbank, Jürgen Pfister: "Ein Abkippen in eine stagnierende Phase wäre dann nicht ausgeschlossen. Guter Rat wird teuer sein, denn eigentlich haben Finanz- und Geldpolitik alle Möglichkeiten ausgereizt." Pfister bezeichnete eine Neuauflage von Konjunkturprogrammen als "kontraproduktiv, weil dann die Staatsschulden noch weiter steigen".

Von der Insolvenz der US-Mittelstandsbank CIT erwartet der Finanzexperte "keine großen Auswirkungen auf die Konjunktur". Dies zeige, "dass die Finanzkrise noch nicht vorüber ist und auch im Jahr 2010 von einer Konjunkturdämpfung als Folge der zu erwartenden hohen Wertberichtigungen auf Unternehmenskredite" auszugehen sei.

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