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Gemeinsam gegen Krebs: 12.000 Teilnehmer beim 29. Deutschen Krebskongress in Berlin
Betroffene, Medizin und Politik üben Schulterschluss im Kampf gegen die Volkskrankheit Krebs
(lifepr) Berlin, 09.03.2010,
Mit rund 12.000 Teilnehmern aus Medizin, Wirtschaft, Politik und Öffentlichkeit unterstreicht der Deutsche Krebskongress seine Bedeutung als das größtes und wichtigstes onkologisches Forum im deutschsprachigen Raum. An vier Tagen haben fast 9.000 Experten nicht nur die aktuellsten Strategien bei der Tumorbehandlung diskutiert, sondern vor allem spürbar den Schulterschluss bei der Zukunftssicherung geübt. Die über 3.000 Besucher zum Krebsaktionstag machten zudem deutlich, wie groß der Informationsbedarf zum Thema Krebs in der Bevölkerung ist.
Krebs ist ein Volkskrankheit und wird in Zukunft noch an Bedeutung gewinnen: In 20 Jahren den kommenden wird allein die Zahl der Neuerkrankungen um ein Drittel auf jährlich 600.000 Diagnosen steigen. Hinzu kommen die Patienten, die durch bessere Therapien immer länger mit ihrer Erkrankung leben oder geheilt werden können. "Doch dieser Erfolg hat seinen Preis. "Wir erleben aktuell die Diskussion in der Öffentlichkeit, dass die Kosten im Gesundheitswesen nur mehr schwer zu decken sind. Gleichwohl ist es nur verständlich, dass jeder Bürger dieses Landes seinen Anspruch auf bestmögliche Behandlung ohne Abstriche aufrechterhalten will", weiß Prof. Werner Hohenberger, Präsident der Deutschen Krebsgesellschaft.
Genau diese Schere zwischen Demographie und Ökonomie wurde in zahlreichen gesundheitspolitischen Sitzungen diskutiert. "Der konstruktive Dialog zwischen Politik und Medizin wie er seit zwei Jahren im Rahmen des Nationalen Krebsplans geführt wird, fand hier seine Fortsetzung. Auch der neue Gesundheitsminister hat seine volle Unterstützung zugesichert. Ich bin zuversichtlich, dass auch mit seiner Unterstützung der Krebsplan schon bald konkrete Umsetzung finden wird und wir zum 30. Deutschen Krebskongress erste Ergebnisse diskutieren", berichtet Hohenberger.
Aktualisierte Leitlinien und die von der Krebsgesellschaft zertifizierten Organkrebszentren- eine Reihe von vielversprechenden Lösungsansätzen sind schon im Rahmen des Nationalen Krebsplans auf den Weg gebracht worden. Dieser Nationale Krebsplan sei eines der wichtigsten Zukunft weisenden Projekte dieses Landes, um frühzeitig den drohenden Kollaps des Gesundheitswesens zu begegnen. "Der demonstrative Schulterschluss stimmt mich optimistisch, dass auch auf lange Sicht eine optimale Versorgung von an Krebs erkrankten Menschen in Deutschland gesichert werden kann", so der Erlanger Klinikdirektor und verweist auf Bundesgesundheitsminister Rösler, der auf dem Krebskongress nochmals betonte, dass es in Deutschland keine Abstufung, Rangfolge oder Rationierung geben dürfe.
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