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Treffen der für Frauen- und Gleichstellungspolitik zuständigen DGB-Vorstandsfrauen mit Kristina Köhler
Zusammenarbeit in gleichstellungspolitischen Fragen soll fortgesetzt werden
(lifepr) Berlin, 15.01.2010,
Anlässlich der 17. Bundesfrauenkonferenz des Deutschen Gewerkschaftsbundes vom 14. bis 16. Januar 2010 in Berlin hat sich die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, Kristina Köhler, mit hochrangigen Gewerkschaftsvertreterinnen getroffen. Dazu zählten neben der stellvertretenden DGB-Vorsitzenden Ingrid Sehrbrock sieben Vorstandsfrauen der DGB-Mitgliedsgewerkschaften. Beide Seiten wollen die gute und intensive Zusammenarbeit in Fragen der Frauen- und Gleichstellungspolitik auch in dieser Legislaturperiode fortsetzen.
"Wir haben uns intensiv über die Möglichkeiten ausgetauscht, wie die gleichstellungspolitischen Vorhaben aus dem Koalitionsvertrag umgesetzt werden könnten", sagte Bundesfamilienministerin Kristina Köhler anlässlich des Treffens. "Uns liegt beiden zum Beispiel die Überwindung der Entgeltungleichheit am Herzen. Das gilt auch für das Thema Frauen in Führungspositionen. Ich halte es für wichtig, dass mehr Frauen in Führungspositionen kommen - und das in allen Bereichen der Gesellschaft", so Köhler weiter.
Die stellvertretende DGB-Vorsitzende Ingrid Sehrbrock sagte: "Die Lohnlücke zwischen Männern und Frauen zu schließen, mehr Frauen in Führungspositionen und eine Balance zwischen Familie und Beruf für beide Geschlechter - dafür machen sich Gewerkschaften seit langer Zeit stark. Wir freuen uns, wenn wir in Familienministerin Kristina Köhler eine engagierte Partnerin für diese Ziele finden. Die gleichstellungspolitischen Ziele des Koalitionsvertrages sind sicher nur ein erster Schritt in diese Richtung. Gewiss wünschen sich nicht nur die Gewerkschaftsfrauen, dass daraus bald ein konkreter politischer Fahrplan wird."
Der Besuch der Gewerkschaftsfrauen erfolgte im Anschluss an die Fachkonferenz "Wer ernährt die Familie?" Diese Tagung mit rund 300 Teilnehmerinnen und Teilnehmern bildet den Auftakt des DGB-Projekts "Modell der Familienernährerinnen". Das Bundesfrauenministerium fördert dieses Projekt im Rahmen der gleichstellungspolitischen strategischen Partnerschaft mit dem DGB von 2010 bis 2012. In Workshops wollen Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Wissenschaft, Gewerkschaften und Verbänden nun Handlungsempfehlungen erarbeiten.
Hintergrund: Neue Forschungen zeigen, dass in Deutschland bereits in jedem fünften Mehrpersonenhaushalt Frauen die Haupteinkommensbezieherinnen und damit die Haupternährerinnen der Familie sind - etwa die Hälfte von ihnen allein erziehend. Bei der anderen Hälfte handelt es sich um Frauen, deren Partner nicht erwerbstätig sind oder deutlich weniger verdienen. Fast 40 Prozent dieser Familien befinden sich im unteren Einkommensbereich.
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