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Weniger Verkehrstote und mehr Unfälle im ersten Halbjahr
(lifepr) Bad Windsheim, 26.08.2010, Auch für dieses Jahr erwarten Experten einen deutlichen Rückgang bei der Zahl der Verkehrstoten. Darauf deutet jedenfalls die Halbzeitbilanz für Verkehrsunfälle durch das Statistische Bundesamt hin. Nach den vorläufigen Ergebnissen starben zwar in den ersten sechs Monaten immer noch 1675 Verkehrsteilnehmer im Straßenverkehr, das sind aber 291 Personen oder 15 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Bezogen auf eine Million Einwohner starben im ersten Halbjahr 2010 im Bundesdurchschnitt 20 Straßenverkehrsteilnehmer. Damit setzt sich der erfreuliche Trend mit weniger Verkehrstoten fort. Schon im ersten Halbjahr 2009 betrug der Rückgang im Vergleich zum ersten Halbjahr 2008 elf Prozent. Ebenfalls abgenommen hat im ersten Halbjahr die Zahl der schwer bis leicht Verletzten gegenüber dem Vergleichszeitraum 2009 um 9,1 Prozent auf rund 168 100 Personen. Dahingegen stieg die Zahl der Unfälle mit ausschließlich Sachschaden um 4,2 Prozent auf rund eine Million Fälle an. Das größte Risiko, im Straßenverkehr tödlich zu verunglücken, bestand im ersten Halbjahr dieses Jahres in Brandenburg mit 34 Getöteten, gefolgt von Mecklenburg-Vorpommern mit 33, Sachsen-Anhalt mit 28 und Thüringen mit 26 Getöteten je eine Million Einwohner. Deutlich unter dem Bundesdurchschnitt lagen die Werte in Nordrhein-Westfalen mit 14 und in Schleswig-Holstein mit 15 Getöteten je eine Million Einwohner. Die Stadtstaaten haben wegen ihrer Siedlungsstruktur und der Verkehrsverhältnisse besonders gute Werte, wie die Zahlen für Berlin (sieben), Bremen (sechs) und Hamburg mit sieben Verkehrstoten je eine Million Einwohner zeigen. Das Statistische Bundesamt erwartet wegen der positiven Entwicklung im ersten Halbjahr, dass in 2010 die Zahl der Todesopfer im Straßenverkehr erstmals unter 4000 fallen wird. Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2001 waren noch 6962 Verkehrstote, im Jahr 2005 noch 5361 tödlich verletzte Unfallopfer zu beklagen.
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