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EU-Flugverkehr: kürzere Routen, schneller ans Ziel
(lifepr) Bad Windsheim, 19.08.2010,
Der frühere EVP-Verkehrssprecher des EU-Parlaments und langjährige Abgeordnete Dr. Georg Jarzembowski (CDU) wurde am 12. August von EUVerkehrskommissar Siim Kallas mit der Aufgabe des EU-Koordinators für die fristgerechte Einrichtung des einheitlichen europäischen Luftkontrollraums bis Dezember 2012 betraut. Der Hamburger soll die laufenden politischen Verhandlungen zwischen den Mitgliedstaaten erfolgreich in die Zielgerade führen. Bis Ende des Jahres werden bereits vier der neun geplanten grenzüberschreitenden Flugkontrollräume (Functional Airspace Block FAB) über Europa so gut wie betriebsbereit sein. Dazu zählt neben dem FAB Nordeuropa (Dänemark, Norwegen, Finnland, Island und Teile des Baltikums), dem FAB mit Großbritannien und Irland sowie dem zentraleuropäischen FAB (Österreich, Tschechien, Ungarn, Slowenien, Slowakei, Kroatien und Bosnien-Herzegowina) auch der Flugraum über Deutschland. Durch Zusammenlegung des deutschen Luftkontrollraums mit jenen über Frankreich, Belgien, den Niederlanden, der Schweiz und Luxemburg entsteht der EU-Flugraumblock Zentraleuropa (FABEC). Laut Schätzungen der EU-Kommission werden durch Einrichtung der neun FABs und des zukünftig vereinheitlichten Luftraummanagements über Europa (Single European Sky) die Fluglotsenkosten um die Hälfte gesenkt und Flugrouten um rund zehn Prozent verkürzt, was nicht nur Zeit, sondern auch Kerosin und CO2 sparen soll. Die Kosten für ineffizientes Flugmanagement beziffert die Kommission derzeit auf jährlich 2,8 Mrd. Euro, die von den Flugpassagieren zu tragen sind. Zugleich sollen höchste Sicherheitsstandards gewährleistet bleiben und eine bessere Koordinierung bei lokalen Luftraumsperren soll möglich werden.
Ende dieses Jahres wird eine übergeordnete Behörde für EU-Luftraummanagement geschaffen.
Obwohl alle Mitgliedstaaten von der Notwendigkeit der Reformen überzeugt sind, hapert es im Detail bei der Umsetzung. Das haben zuletzt Fluglotsenstreiks in Frankreich und Spanien gezeigt. Die Kommission setzt nun auf Jarzembowskis politisches Fingerspitzengefühl und taktisches Geschick, um derlei letzte Hürden auf dem Weg zum "Single Sky" zu überwinden. ARCD
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