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Deutschland ist Europameister bei Übernachtungen
(lifepr) Bad Windsheim, 12.03.2010,
Mit über 345 Millionen Übernachtungen in gewerblichen Gastbetrieben (ohne Touristik-Camping und Privatunterkünfte) ist Deutschland die Nummer eins in Europa. Damit liegt die Bundesrepublik im zweiten Jahr in Folge vor Spanien und Italien. "Die deutschen Destinationen konnten gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten von der stabilen und großen Inlandsnachfrage profitieren", sagte Reinhard Meyer, Präsident des Deutschen Tourismusverbandes e.V. (DTV), bei der Vorstellung des Sparkassen- Tourismusbarometers in Berlin. Diese jährliche Studie des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV) analysiert die Entwicklung des Tourismus und seine wirtschaftliche Bedeutung. Während die europäischen Nachbarn - mit Ausnahme der Niederlande - 2009 Rückgänge bis in zweistelliger Höhe zu verkraften hatten, gab es für Deutschland bei den Übernachtungszahlen nur einen minimalen Rückgang von 0,2 Prozent. Zudem kamen im Vorjahr bundesweit 87 Millionen Übernachtungen in Privatunterkünften und 25,1 Millionen im Touristik-Camping hinzu. Besonders punkten konnten wieder die Städte sowie die Küstenländer an Nord- und Ostsee. Die Metropolen Berlin und Hamburg hatten 2009 Zuwächse von 6,2 und 6,0 Prozent in gewerblichen Betrieben und im Touristik-Camping. Zu den regionalen Gewinnern gehören Mecklenburg-Vorpommern (+ 3,3 Prozent) sowie Schleswig-Holstein und Niedersachsen mit einem Plus von je 1,9 Prozent. Deutliche Einbußen mussten hingegen die deutschen Mittelgebirgsregionen hinnehmen. Sie blieben in den letzten neun Jahren stets hinter dem Übernachtungsvolumen des Jahres 2000 zurück (- 5,9 Prozent), während der Deutschlandtourismus insgesamt in diesem Zeitraum um 6,2 Prozent zulegte.
Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes sank die Zahl der ausländischen Gäste in Deutschland (54,8 Millionen Übernachtungen) in 2009 um drei Prozent. Jeder Übernachtungsgast gibt nach Zahlen der Consultingfirma DWIF in Deutschland 116 Euro pro Tag aus, wobei die Durchschnittswerte in den Reiseregionen stark schwanken. Sie reichen von 73,50 Euro pro Kopf und Tag im Hunsrück bis zu 212,20 Euro in München. Entscheidend für die weitere Entwicklung des Deutschlandtourismus sind laut DTV-Präsident Reinhard Meyer die Qualität der Angebote, der Innovationsgeist der Anbieter und die Unterstützung der Akteure durch die Politik auf allen Ebenen. ARCD
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