Sonntag, 04. Dezember 2016


Hinter den Kulissen – Streetlife-Festival und Corso Leopold

150 Helfer und 300 Künstler und Initiativen für 2 mal 10 Stunden Festival

(lifePR) (München, ) Jährlich schlendern insgesamt 500.000 Menschen an zwei Wochenenden über die Ludwig- und Leopoldstraße. Sie informieren sich über erneuerbare Energien, lauschen Literaturlesungen, amüsieren sich über zahlreiche Gaukler, tanzen zu den unterschiedlichsten Musikrichtungen, probieren neue Sportarten aus, erfreuen sich an Kunst und Kultur oder treffen sich einfach nur mit Freunden und genießen die internationalen Gaumenfreuden. Wer aber macht das alles möglich? Wie sieht die Arbeit hinter den Kulissen sowie vor und nach dem Festival aus? Green City e.V. und Corso Leopold e.V. gewähren einen Einblick in die Festivalorganisation.

Ein Jahr im voraus
Die Planung für das Festivalwochenende im September beginnt bereits 365 Tage vorher. Gerade erst Bilanz der letzten Veranstaltung gezogen, startet auch schon die Planung für die nächste Runde. Veranstaltungstermine werden mit dem KVR fixiert, Verträge mit Agenturen geschlossen und Sponsoren und Aussteller akquiriert. Bereits im Dezember bemüht man sich um freiwillige Helfer, stellt Förderanträge und definiert die Aufgabenbereiche der einzelnen Mitarbeiter. Im Frühjahr stehen dann bereits das notwendige Verkehrskonzept, die Zufahrtsberechtigungen und ein Termin mit der Branddirektion auf dem Plan. Das Veranstaltungswochenende rückt immer näher und viel ist noch zu tun: Information der Anwohner, Programmheftplanung und Erstellen von Übersichtsplänen für den Aufbau und Versand an alle Beteiligten, vom Sanitäter über die Polizei, bis hin zu den Gastronomen und natürlich allen Helfern.

Der Countdown läuft
Es ist soweit: 72 Stunden vor Beginn der beiden Veranstaltungen startet für die Mitarbeiter von Corso Leopold e.V. und Green City e.V. bereits der Festival-Marathon. Über das feste Team hinaus werden auch jetzt noch zusätzliche Helfer akquiriert, die sich bereit erklären, nur für ein T-Shirt, Essensmarken und dem guten Gefühl, dabei zu sein, die Veranstalter tatkräftig zu unterstützen und die die beiden Veranstaltungen erst möglich machen. Viele Ideen können allerdings trotz der vielen freiwilliger Helfer nicht realisiert werden, da die kurzen Auf- und Abbauzeiten dies nicht zulassen.

"Am Freitag vor dem Corso fahren wir ins Lager nach Odelzhausen und beladen zwei komplette 7,5 Tonner und fahren dann am Abend bereits auf die Leopoldstraße", so Ulrike Bührlen, Corso Leopold e.V. Am Samstagmorgen treffen alle Helfer ein, werden mit T-Shirts, Meterstäben, Klebeband, Infomaterial und Funkgeräten ausgestattet und starten dann als erstes mit den Markierungsarbeiten für die einzelnen Stände.

Dann leeren sich Ludwig- und Leopoldstraße langsam, die Polizei sperrt die Straße, und die letzten Autos, deren Halter nicht erreicht wurden, werden abgeschleppt. Der Moment der Ruhe hält aber nur kurz an, denn dann nehmen Aussteller, Künstler und Gastronomen die Straße ein und bauen so schnell es geht auf.

Vom Beach-Volleyball-Feld bis zum Barfußpark, von Theaterbühne bis Kunstareal, alles muss bis spätestens 16 Uhr fertig sein. Um 15.30 Uhr kontrollieren KVR, Branddirektion und Polizei alles ganz genau: Feuerlöscher, Gasleitungen, Rettungswege und sonstige Sicherheitsvorschriften. Ist alles in Ordnung, dann kann das gesamte Team einen kurzen Moment durchatmen.

Es kann losgehen. Und schon strömen die ersten Besucher aus allen Himmelsrichtungen über die Meile.

Die Veranstaltung ist in vollem Gange und dennoch steht das Funkgerät der sogenannten "Inselchefs" den Rest des Tages nicht still. Der erste Tag ist geschafft, und die Helfer bereiten sich auf die Nachtschicht vor, denn jede Bühne wird bewacht.

Tag zwei - jede Minute zählt
Breits um 5 Uhr morgens heißt es für die Helfer Straßenkehren im Sonnaufgang und ab 11 Uhr erscheinen auch schon die ersten Besucher. Und wenn die Straßen so richtig voll sind und die Veranstaltung in vollem Gange ist, machen sich "Corsaren" und Helfer des Streetlife-Festivals schon bereit für den schwierigsten Teil der ganzen Unternehmung: den Abbau, der innerhalb von nur drei Stunden vollzogen sein muss.

Um Punkt 21 Uhr schließen Corso Leopold und Streetlife-Festival, und der Abbaumarathon beginnt. Um 22.30 Uhr wird bereits mit der Straßenreinigung begonnen und um 24 Uhr die Straße wieder freigegeben. "1 km Absperrgitter, 28 Wasserpunkte, 160 Tonnen Sand, 5 km Kabel, 15 Bühnen, 200 Bäume in Kübeln und unzählige Stände und Aufbauten, verteilt auf 2,5 km Festival verschwinden innerhalb von nur wenigen Stunden, als ob sie nie da gewesen wären. Die fröhlichen Gesichter der Besucherinnen und Besucher bleiben jedoch in Erinnerung", berichtet Andreas Schuster, Green City Projekt GmbH.

Nach dem Festival ist vor dem Festival
Wenn alle Besucher gemütlich nach Hause schlendern, sind die Mitarbeiter von Green City e.V. und Corso Leopold e.V. noch bis spät in die Nacht und auch am darauffolgenden Morgen mit Aufräumarbeiten beschäftigt. Aber die viele Arbeit hat sich wie immer gelohnt und ganz nach dem Motto "Nach dem Festival ist vor dem Festival" machen sich die unzähligen, meist ehrenamtlichen Helfer bereits an die Planung für die nächste Runde Streetlife-Festival und Corso Leopold.

Das Streetlife-Festival - Corso Leopold findet dieses Jahr zum neunten Mal in Folge statt und hat sich in den vergangenen Jahren zu einem festen Programmpunkt im Münchner Jahresprogramm entwickelt. Schauplätze sind wie jedes Jahr die Leopold- und Ludwigstraße, die während der gesamten Veranstaltung rund um die Uhr gesperrt sind. Der Startschuss zum zweiten Festival-Wochenende dieses Jahres fällt am Samstag, dem 13. September um 16 Uhr. Gefeiert wird bis 2 Uhr. Am Sonntag öffnet das Festival bereits um 11 Uhr seine Tore und schließt um 21 Uhr. Die Veranstalter erwarten auch bei der Septemberveranstaltung wieder rund 250.000 Besucher.

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