Freitag, 02. Dezember 2016


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Gesundheitsstudie des Zukunftsinstituts für Philips: Wie Vertrauen zum Treiber einer neuen Gesundheitskultur wird

iPatient, Doktorholic und Gesundheitsmaximierer - Gesundheitsstudie des Zukunftsinstituts für Philips stellt neue Patiententypologie vor

(lifePR) (Frankfurt am Main, ) .
- Die Digitalisierung und zunehmende Vernetzung formt sechs Typen selbstbewusster Gesundheitskonsumenten
- 65 % der Befragten nutzen das Internet bei Gesundheitsfragen, jedoch vertrauen nur 18 % den Informationen aus Gesundheitsportalen und Fachforen
- Das Verhältnis Arzt-Patienten verändert sich hin zu einer Beratung auf Augenhöhe und partnerschaftlichen Zusammenarbeit

Wird der Gesundheitsmarkt der Zukunft von Cyborgs bevölkert, die sich lediglich das neueste Update auf ihr Wearable laden und keinen Fuß mehr in eine Arztpraxis setzen? Nein, die Deutschen wünschen sich zwar technische Weiterentwicklung, stellen aber vor allem ein vertrauensvolles Verhältnis zu ihrem Arzt in den Vordergrund. Das ist das zentrale Ergebnis der ersten Philips Gesundheitsstudie, die in Zusammenarbeit mit dem Zukunftsinstitut entstanden ist.

Anlässlich des Hauptstadtkongresses in Berlin veröffentlicht Philips in Kooperation mit dem Zukunftsinstitut die erste Philips Gesundheitsstudie. Das von Matthias Horx geleitete Institut analysierte Trends, wertete Untersuchungen aus und führte parallel eine bundesweite repräsentative Umfrage durch.1 Anhand der Ergebnisse entstand eine Typologie der Gesundheitskonsumenten mit sechs Kategorien. Darunter sind zwei gänzlich neue Typen, die erst durch die neuen Devices wie Smartphones und Wearables hervorgebracht werden konnten: iPatienten und Gesundheitsoptimierer.

iPatienten sind ihre eigenen Gesundheitsmanager

iPatienten managen ihre Gesundheit systematisch, datenbasiert, transparent und eigenverantwortlich. Technologie ist für sie ein entscheidendes Mittel zum Zweck. 47 % der für die Gesundheitsstudie Befragten wünschen sich technische Möglichkeiten, um ihre Gesundheitsdaten immer und überall zu verwalten und zu übertragen. Sie legen Wert darauf, sich über das Internet mit Gesundheitsexperten auszutauschen. 55 % befürworten, dass Ärzte immer und überall Zugriff auf ihre Patientendaten haben - allerdings mit ausgeprägtem Problembewusstsein für den Datenschutz. Denn für 76 % ist Transparenz und Hoheit bei den eigenen Gesundheitsdaten wichtig. Die Zahl der iPatienten in Deutschland steigt kontinuierlich an.

Etwa jeder Dritte ist ein Gesundheitsmaximierer

Rund ein Drittel der Befragten gehört laut der Studie zum neuen Typus Gesundheitsmaximierer. Kernmerkmale sind eine besondere Aufgeschlossenheit gegenüber innovativen Technologien und die Bereitschaft zu Investitionen, um den Körper gesund zu halten. 52 % aller Befragten haben großes Vertrauen in den technischen Fortschritt, für 47 % sind technische Innovationen zur selbstständigen Kontrolle der Gesundheit und Fitness zu Hause wichtig, 38 % investieren nach eigenen Aussagen viel Zeit und Geld, um ihren Körper gesund zu halten. Körperdaten messende Wearables sind für Gesundheitsmaximierer wichtige Trainings- und Kontrollgeräte.

Als weitere Typen definiert die Philips Gesundheitsstudie Gesundheitsminimalisten, Doktorholics, Hobby-Mediziner und Alternativ-Patienten. Gesundheitsminimalisten sind vor allem dann an Gesundheit interessiert, wenn sie krank werden. Doktorholics sind dagegen stets um ihre Gesundheit besorgt und investieren viel, um nicht krank oder kränker zu werden. Hobby-Mediziner sind bestens informiert über Krankheiten, Therapien und neue Forschungsergebnisse. Der Alternativ-Patient stellt körperliche und psychische Störungen in einen direkten Zusammenhang.

Selbst- und gesundheitsbewusste Gesundheitskonsumenten

Aus den zugänglichen Informationen und den eigenen Kontroll- und Einflussmöglichkeiten per Apps entsteht ein neues Selbstbewusstsein. Dieses schlägt sich im eigenen Gesundheitsbewusstsein und neuen Anforderungen an Ärzte nieder. 65 % der Deutschen nutzen das Internet bei Gesundheitsfragen. Damit rangiert es direkt hinter dem persönlichen Gespräch mit dem Arzt, bei dem sich 73 % informieren. Die Crux: Nur 18 % bringen Gesundheitsportalen und Fachforen großes Vertrauen entgegen. Ein Grund: Suchanfragen liefern oft widersprüchliche Informationen. Für die Interpretation sind Ärzte gefragt.

Vertrauen wird zentral im Verhältnis Arzt-Patient

Allerdings ändert sich das Verhältnis zwischen Arzt und Patienten hin zu einer Beratung auf Augenhöhe und einer partnerschaftlichen Zusammenarbeit. "Informierte Patienten werden zu Co-Therapeuten", prognostizieren die Autoren der Studie. 88 % der Befragten halten eine allgemein verständliche Beratung für die Gesundheitsversorgung von morgen für das Wichtigste. 84 % der Deutschen empfinden Menschlichkeit und Einfühlungsvermögen seitens der Ärzte als wichtig. "Die Studie macht deutlich, dass technische Innovationen gewünscht sind, dass jedoch gleichzeitig der einzelne Mensch mit seinen ganzheitlichen und individuellen Bedürfnissen im Mittelpunkt jeder Entwicklung stehen muss", resümiert Eva Braun, Leiterin Philips Healthcare.

"Die digitalisierte Medizin kann, eingebettet in ein Vertrauensverhältnis zwischen Arzt und Patient, eine voraussehende Gesundheitsversorgung ermöglichen, die weit vor der Krankheit beginnt", bestätigt Matthias Horx vom Zukunftsinstitut. Zentraler Baustein der neuen Gesundheitskultur wird daher - so das Fazit der Studie - Vertrauen sein. Vertrauen durch Nachprüfbarkeit, durch Sicherheit, durch Transparenz - und durch eine emotional sichere Ebene. Das digitale Zeitalter stellt damit auch Ärzte vor neue Herausforderungen.

1 Deutschland, Personen im Alter ab 16 Jahre, n = 536

Über Royal Philips

Royal Philips (NYSE: PHG, AEX: PHIA), mit Hauptsitz in den Niederlanden, ist ein Unternehmen, das auf Gesundheit und Wohlbefinden ausgerichtet ist. Im Fokus steht die Verbesserung der Lebensqualität der Menschen mit innovativen Lösungen aus den Bereichen Healthcare, Consumer Lifestyle und Lighting. Philips beschäftigt etwa 108.000 Mitarbeiter in mehr als 100 Ländern und erzielte in 2014 einen Umsatz von 21,4 Milliarden Euro. Das Unternehmen gehört zu den Marktführern in den Bereichen Kardiologie, Notfallmedizin, Gesundheitsversorgung für zuhause sowie energieeffizienten Lichtlösungen und neuen Lichtanwendungen. Außerdem ist Philips einer der führenden Anbieter im Bereich Mundhygiene sowie bei Rasierern und Körperpflegeprodukten für Männer. Mehr über Philips im Internet: www.philips.de

Zukunftsinstitut GmbH

Das 1998 gegründete Zukunftsinstitut ist einer der einflussreichsten, privatwirtschaftlichen Think Tanks der Trend- und Zukunftsforschung mit Büros in Frankfurt, München und Wien. Die Frage, mit der sich die Zukunftsexperten täglich auseinandersetzen, ist einfach gestellt: Welche Veränderungen - welche Trends und Megatrends - prägen unsere Gegenwart und welche Rückschlüsse lassen sich daraus für die Zukunft von Gesellschaft, Unternehmen und Kultur schließen. Das Ziel ist, den Wandel begreifbar zu machen, ihn zu moderieren und Zukunft als Chance zu sehen. Zum Leistungsangebot des Zukunftsinstitut gehören: Eigen- und Auftragsstudien, Veranstaltungen und Seminare, Strategie- und Innovationsprojekte, Vorträge von Zukunftsreferenten.

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