Samstag, 10. Dezember 2016


  • Pressemitteilung BoxID 157803

Im Einsatz für Energieberater

Landesprogramm Zukunft Altbau in Baden-Württemberg

(lifePR) (Karlsruhe, ) Wenn es um energetische Sanierungsmaßnahmen geht, ist der Bedarf nach unabhängiger Beratung groß. Das Programm Zukunft Altbau des Ministeriums für Umwelt, Naturschutz und Verkehr klärt Besitzer von älteren Häusern über die Chancen einer energetischen Sanierung auf und vermittelt Energieberater aus der Region. Das ist aber nicht der einzige Nutzen, den das Programm den Fachleuten bietet.

"Meinen ersten Kontakt zu Zukunft Altbau hatte ich auf der Oberrheinmesse in Offenburg", sagt Thomas Panter. "Dort habe ich am Stand von Zukunft Altbau zusammen mit weiteren 40 Energieberatern Erstberatungen durchgeführt." Der 31jährige Energieberater aus der Ortenau steht ein Jahr später mit seiner Kollegin Anette Armbruster-Kopf am Messestand des Landesprogramms und erklärt, warum sich das Engagement in seinen Augen lohnt. "Wichtig ist für mich, dass ich auf dem neuesten Stand bleibe." Neue Informationen bekomme er etwa auf Weiterbildungsveranstaltungen von Zukunft Altbau, so der Zimmermann. Dort und auf den Messen könne er sich außerdem mit anderen Energieberatern austauschen. So manches Problem habe er dadurch rasch aus der Welt schaffen können.

Auch Anette Armbruster-Kopf nutzt das Angebot von Zukunft Altbau, an Messeauftritten mitzuwirken. Die 43jährige Architektin verspricht sich Werbung für ihre Person und dadurch neue Kunden. Etwa wenn sie mit den Hausbesitzern im Erstgespräch auf der Messe Lösungsansätze entwickelt und gleich einen Termin für eine Besichtigung vor Ort vereinbaren kann. "Die vielen Erstgespräche an solch einem Messetag sind außerdem ein gutes Training", so die Energieexpertin. Denn zum einen sei es eine gute Übung, Kundengespräche zu führen, zum anderen könne man seinen Wissensstand anhand der vielen unterschiedlichen Fragen überprüfen. Wie Thomas Panter ist auch ihr die Vernetzung mit den Kollegen sehr wichtig. Den jährlichen Fachkongress von Zukunft Altbau, das "Herbstforum Altbau", sieht sie als wichtige Weiterbildungsmöglichkeit und zusätzlichen Erfahrungsaustausch.

Hausbesitzer neutral informieren und Energieberater einbinden

"Das Landesprogramm Zukunft Altbau informiert Altbaubesitzer über den Nutzen einer energetischen Sanierung und wirbt dabei für qualifizierte Gebäudeenergieberater", beschreibt die Programmleiterin Claudia Rist den Auftrag des Programms. Um das umzusetzen, ist Zukunft Altbau unter anderem auf Verbrauchermessen mit einem großen Messestand präsent. Wichtige Bausteine für die flächendeckende Verbreitung der Informationen sind auch die intensive Pressearbeit, die Internetseite von Zukunft Altbau, die Themenbroschüren sowie das kostenfreie Beratungstelefon (08000 12 33 33).

"Energieberatern bieten wir nicht nur die Zusammenarbeit auf Messen und Veranstaltungen an, sondern auch die Möglichkeit, Materialien und Fachinformationen für einen eigenen Messeauftritt zu bestellen", sagt Claudia Rist. Ziel der Aktivitäten ist, Energieberater auf vielfältige Weise bei ihrer Kontaktaufnahme mit Altbaubesitzern zu unterstützen.

Energieberater haben auch die Möglichkeit, sich im internen Bereich der Internetseite von Zukunft Altbau registrieren zu lassen. Hier erfahren sie mehr zu anstehenden Veranstaltungen und Messeauftritten in der Region und können Materialien, wie Broschüren, Banner oder sogar ganze Messepakete bestellen - vieles davon ist kostenlos. Hinzu kommen Fachinformationen wie Gesetzestexte zum Herunterladen und Tipps zu Fortbildungen in der Nähe.

Im Gegenzug erwartet Zukunft Altbau von den Energieberatern eine entsprechende Qualifikation nach der EnEV 2009, ausreichend Kenntnis über das Programm Zukunft Altbau, neutrale Beratungen und regelmäßige Fortbildungen.

Zwischenbilanz

Der Erfolg gibt dem 2007 gestarteten Landesprogramm Recht. Zukunft Altbau hat neben den vielfältigen Kontakten zu Hausbesitzern ein breites Netzwerk von Fachleuten und Institutionen aufgebaut. Die wichtigsten Partner sind die Architektenkammer Baden-Württemberg, der Baden-Württembergische Handwerkstag (BWHT), das Deutsche Energieberater-Netzwerk (DEN), der Verband der Gebäudeenergieberater, Ingenieure, Handwerker Baden- Württemberg (GIH), die Ingenieurkammer Baden-Württemberg und die regionalen Energieagenturen.

Auf den Messen im Land arbeitet Zukunft Altbau regelmäßig mit rund 120 Energieberatern zusammen. Von Mitte 2007 bis Mitte 2009 haben sie 4.000 bis 5.000 Messeberatungen durchgeführt. Die Zahl aller registrierten Energieberater ist bereits auf 400 angewachsen. Über das Beratungstelefon wurden bereits knapp 5.000 Hausbesitzer beraten und viele davon an Energieberater weitervermittelt. In der Presse erschienen rund 2.100 Artikel von Zukunft Altbau über die wichtigsten Themen der energetischen Gebäudemodernisierung. Die Gesamtauflage beträgt inzwischen 37 Millionen.

Der Sanierungsstau in Baden-Württemberg scheint sich langsam aufzulösen. Allein über das CO2-Sanierungsprogramm der KfW wurden in Baden- Württemberg im vergangenen Jahr 500 Millionen Euro Kredit- und Zuschussvolumen abgerufen. Mit einem Bevölkerungsanteil von 13 Prozent nutzt das Land knapp 20 Prozent der KfW-Mittel. Auf die Zukunft angesprochen, sagt Claudia Rist: "Wir möchten die Bürger im Land weiterhin flächendeckend informieren und motivieren zu sanieren. Eine qualifizierte Gebäudeenergieberatung im Vorfeld ist hierbei unverzichtbar. Daher möchten wir den Kontakt zwischen Rat suchenden Hausbesitzern und kompetenten Energieberatern weiter stärken."

Weitere Informationen im Anhang!

Diese Pressemitteilungen könnten Sie auch interessieren

Neuer Mieter: Roche PVT bezieht Gebäude auf dem Salamander-Areal

, Bauen & Wohnen, IMMOVATION Immobilien Handels AG

Im vierten Quartal 2016 wird die Firma Roche PVT GmbH mit ihrer Research & Development Abteilung rund 4.000 qm Bürofläche auf dem Salamander-Areal...

FLiB, AIBAU und Fraunhofer IBP legen Forschungsbericht zu Luft-Lecks vor

, Bauen & Wohnen, Fachverband Luftdichtheit im Bauwesen e.V.

Eine einfache und zuverlässige Faustformel zum Bewerten von Luft-Leckagen in Gebäuden kann es nicht geben. Dafür sind die Wirkungsweisen vorhandener...

M&T-Metallhandwerk sucht das "Produkt des Jahres 2017"

, Bauen & Wohnen, Rudolf Müller Mediengruppe

Auch für 2017 schreibt M&T-Metallhandwerk wieder die Leserwahl „Produkt des Jahres“ aus. Das führende Monatsmagazin für das Metallhandwerk lässt...

Disclaimer