Sonntag, 26. Mai 2013


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Vorstellung des neugeborenen Nashorns im Berliner Zoo

(lifePR) (Berlin, ) Nachdem zum Anfang der Woche im Nashornhaus Nachwuchs zur Welt kam, blieb das Haus vorerst für die Besucher gesperrt. Zunächst sollte sich das noch hornlose Minirhinozeros stressfrei an seine Mutter "Ine" gewöhnen. Die Nashornkuh war vor 25 Jahren das vierte Spitzmaulnashorn, welches nach der Geburt im Berliner Zoo heranwuchs. Das am Montag geborene weibliche Jungtier ist nun ihre Numero 4. Durch die Zuchtroutine zeigt sich das Muttertier nicht übermäßig aufgeregt und so kann das Jungtier nun ohne Sorge auch den Zoobesuchern vorgestellt werden. Bei Beunruhigung der wertvollen "Dickhäuter" müsste das Haus gegebenenfalls kurzzeitig wieder geschlossen werden.


Einen Namen hatten die Tierpfleger für das Jüngste auch schon bereit. "Akili" soll das Weibchen heißen, was in der Nationalsprache der Afrikaner aus den Heimatländern der Spitzmaulnashörner so viel wie "intelligent" bedeutet. Durch Klugheit hervorgetan hatte sich das kleine Wesen bereits kurz nach seiner Geburt, als es unmittelbar nach den ersten Schritten das mütterliche Gesäuge aufsuchte, um erfolgreich zu trinken. So soll es weitergehen. Kleine Nashörner gehören unumstritten zu den erstaunlichsten Tierkindern innerhalb der Säugetiere. Entfernt erinnern sie an niedliche Urzeitgestalten.

Der Berliner Zoo ist weltberühmt für seine erfolgreiche Spitzmaulnashornzucht. Aus diesem Grund wird in Berlin auch das internationale Zuchtbuch für diese stark bedrohten afrikanischen Großtiere geführt. Dort entnimmt man, dass derzeit weltweit gut 300 Individuen in Menschenobhut gehalten werden. Intensive Schutzmaßnahmen hatten in den letzen Jahren dazu geführt, dass sich auch die freilebenden Bestände langsam wieder erholten. Die Zahl der Tiere vermehrte sich von nur noch etwa zweieinhalb Tausend fast auf das Doppelte. Allerdings steigt die Zahl gewilderter Nashörner derzeit wieder enorm. Während zum Jahrtausendwechsel in Südafrika beispielsweise nur etwa 10 Nashörner pro Jahr illegal geschossen wurden, sind es im Jahr 2012 schon jetzt mehr als 280. Davon handelt es sich zwar überwiegen um die etwas häufigeren Breitmaulnashörner, doch auch das ist nicht beruhigend.

In der langen Geschichte des Berliner Zoos wächst nun das insgesamt 17. Spitzmaulnashorn wohlbehütet auf, doch im Verlauf eines Jahres wurden allein in Südafrika etwa 20 Artgenossen durch Wilderei getötet.

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