Dienstag, 17. Januar 2017


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ZAMG Mortalitätsstudie: langfristig höhere Hitzesterblichkeit durch Klimawandel

Vor allem ältere Menschen betroffen und Frauen öfter als Männer

(lifePR) (Wien, ) Bei extremer Hitze sterben 11% mehr Menschen als an normalen Tagen -und die Anzahl der Hitzetage wird in diesem Jahrhundert stark ansteigen. Das zeigt eine neue Studie der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) in Zusammenarbeit mit dem Meteorologischen Institut der Universität Freiburg, sowie der Wiener Internationalen Akademie für Ganzheitsmedizin (GAMED) die heute auf der Hohen Warte in Wien präsentiert wurde.

Hitzekrämpfe, Hitzeerschöpfung, sowie der potentiell tödliche Hitzschlag betreffen in Österreich laut der neuen Studie mehr Frauen als Männer und ganz generell vor allem ältere Menschen. Und je plötzlicher und unerwarteter eine Hitzewelle auftritt, desto gefährlicher ist sie: "Hitzestress wirkt sofort", schildert Elisabeth Koch, ZAMG Klimatologin und Projektleiterin. Vor allem zu Sommerbeginn können Hitzewellen zu einer erhöhten Sterblichkeitsrate führen - solange sich der Organismus und das Verhalten der Menschen sich noch nicht an den Hitzestress angepasst hat - wie die Untersuchung der Mortalitätsdaten von 1971 bis 2007 aus ganz Österreich belegt. "Deswegen ist ein gut funktionierendes Warnsystem, wie es die ZAMG seit zwei Jahren in Österreich betreibt, ein wesentlicher Beitrag zur Prävention!", betont Koch.

Im Rahmen der Studie wurden auch verschiedene Szenarien des Klimawandels durchgerechnet. Dabei zeigte sich, dass in den kommenden 30 Jahren, im Zeitraum 2011 bis 2040, keine wesentliche Zunahme der Sterblichkeitsrate zu erwarten ist. Ab 2040 allerdings, wenn laut Klimaberechnungen der Treibhauseffekt in Fahrt gekommen ist, kann sich die Zahl der Hitzetoten in Österreich im Extremfall verdoppeln.

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