Sonntag, 04. Dezember 2016


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Wintereinbruch am dritten Adventswochenende

Skigebiete halten Beschneiungsanlagen einsatzbereit

(lifePR) (Winterberg, ) Das milde Wetter ist vorbei. Zum Ende der Woche hin kündigt sich kalte Luft aus Nordosten an. Für die Liftbetreiber in der Wintersport-Arena Sauerland heißt das: Die Beschneiungsanlagen auf ihren ersten Einsatz vorbereiten. Wenn die Wetterdienste Recht behalten, könnten in der Woche nach dem dritten Advent die ersten Wintersportler die Pisten bevölkern.

Fakt ist, es wird kälter, ob mit oder ohne Schnee, das zeichnet sich noch nicht ab. Doch auch ohne Schnee "von oben" könnten die Pisten der Skigebiete bald weiß sein. Sinken die Temperaturen dauerhaft auf mindestens minus zwei Grad, werden die weitverbreiteten Beschneiungsanlagen für das sorgen, was Frau Holle nicht von selbst aus den Kissen schütteln mag. Der Winter kommt, soviel steht fest.

Mit einem Wintersportbeginn um die Monatsmitte herum, liegt die Wintersport-Arena im Durchschnitt der zurückliegenden Jahre. Traditionell beginnt die Saison in der Region Mitte Dezember und dauert bis Mitte März. Somit ist der bevorstehende Start des Winters zeitlich nichts Ungewöhnliches. Seit 2000 hatten nur drei von neun Dezembermonaten schon Naturschnee in den ersten 10 Tagen. Die Beobachtungen zeigen, dass es sehr häufig in der Monatsmitte zu Kälteeinbrüchen kommt. In etwa der Hälfte der Fälle leiteten die Beschneiungsanlagen die Saison ein.

Sollten ab der Nacht zu Sonntag die Schnee-Erzeuger ihren Dienst tun, könnte bereits zur Wochenmitte auf den Pisten so viel Schnee liegen, dass die ersten Hänge präpariert und die ersten Lifte in Betrieb sind. Sinkt das Thermometer deutlich in den Keller, wird so viel Schnee produziert wie nur möglich. So wollen die Liftbetreiber den Wintersport an den Weihnachtstagen sichern.

Hintergrund Beschneiung:

Die Schneeproduktion funktioniert nach einem ganz einfachen Prinzip. In der Natur fällt ein Wassertropfen aus großer Höhe zu Boden und hat somit viel Zeit, zu gefrieren. Je nach Luftfeuchtigkeit und Temperatur kristallisieren die Wassertropfen anders. So kommen die unterschiedlichen Flocken zustande.

Nach genau diesen physikalischen Gesetzen funktioniert auch die technische Beschneiung. Wasser wird mittels einer Turbine durch eine Düse gedrückt und zerstäubt. Während die feinen Wassertropfen zu Boden rieseln, gefrieren sie. Verwendet wird klares Wasser, meist Quellwasser, ohne jegliche Zusätze. Technisch erzeugter Schnee ist also absolut mit "Naturschnee" vergleichbar.

Im Unterschied zu den Schneeflocken, die vom Himmel fallen, legen die Wassertropfen aus der Beschneiungsanlage einen viel kürzeren Weg zurück. Darum sind die Schneekristalle größer. Die Schneeschicht wird darum viel kompakter. Sie braucht später beim Präparieren der Pisten nicht mehr so stark verdichtet werden. Die Schneehöhe von 20 Zentimetern technisch erzeugter Schnee entspricht einer 50 bis 60 Zentimeter dicken Naturschneedecke.

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