Freitag, 02. Dezember 2016


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Baustart der Ostsee-Pipeline Nord Stream: In Deutschland laufen die Arbeiten für die weiterführende Erdgasleitung OPAL bereits

2500 Arbeiter im Einsatz / 50 der 470 Kilometer langen Pipeline schon verlegt / Inbetriebnahme für Herbst 2011 vorgesehen

(lifePR) (Portovaya Bay / Kassel, ) Es ist die längste Baustelle Deutschlands: Während die Bauarbeiten für die Nord Stream jetzt planmäßig starten, sind die Arbeiten für die deutsche Anschlussleitung OPAL im Osten Deutschlands bereits im vollem Gang. Rund 2500 Bauarbeiter errichten derzeit in Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg und Sachsen die 470 Kilometer lange Ostsee-Pipeline-Anbindungs-Leitung (OPAL). Die Pipeline wird die durch die Ostsee führende Erdgasleitung Nord Stream mit dem europäischen Ferngasleitungssystem verbinden und führt vom Anlandepunkt der Nord Stream an der deutschen Ostseeküste bei Lubmin bis in die Tschechische Republik. "Mit der Ostseepipeline und der OPAL wird ein direkter Zugang zu den weltgrößten Erdgasreserven geschaffen", erklärt Dr. Gerhard König, Sprecher der Geschäftsführung der WINGAS. "Das sichert nicht nur die Energieversorgung Deutschlands, sondern auch Europas." Die 55 Milliarden Kubikmeter, die durch die Leitung strömen, entsprechen der Leistung von 55 Kohlekraftwerken oder 20 neuen Atommeilern.

"Die Inbetriebnahme der OPAL ist für Herbst 2011 vorgesehen - parallel zu der Fertigstellung der Nord Stream", erläutert der WINGAS-Geschäftsführer weiter. "Mit einer Kapazität von 36 Milliarden Kubikmetern ist die OPAL eine der größten jemals in Europa verlegte Pipelines. Zum Vergleich: Die Kapazität entspricht in etwa einem Drittel des jährlichen deutschen Erdgasverbrauches." Um die OPAL termingerecht fertig zu stellen, laufen die Bauarbeiten in mehreren Abschnitten gleichzeitig. "Seit dem Beginn der Bauarbeiten im September ist auf über 260 Kilometern der Leitungstrasse der Mutterboden abgetragen worden, rund 100 Kilometer Pipelinerohre sind verschweißt und mehr als 50 Kilometer Rohrstränge schon verlegt", berichtet Michael Muth, Bauleiter der WINGAS über den Fortschritt der Verlegearbeiten. Zudem seien Mitarbeiter der Baufirmen derzeit damit beschäftigt, den Standort der vorgesehenen Verdichterstation bei Baruth südlich von Berlin frei zu räumen und herzurichten.

Die OPAL führt von Lubmin aus östlich an Berlin vorbei und quert im Erzgebirge dann die deutsch-tschechische Grenze. Insgesamt überwindet die OPAL in ihrem Leitungsverlauf einen Höhenunterschied von 700 Metern. Unter anderem kreuzt die OPAL die Peene in Mecklenburg-Vorpommern, die Elbe in Sachsen sowie die Autobahnen A12 östlich von Berlin und die Autobahn A4 zwischen Chemnitz und Dresden. Die 470 Kilometer lange Leitung wird aus 18 Meter langen Einzelrohren zusammengesetzt, die jeweils 15 Tonnen wiegen. WINGAS errichtet die Erdgasleitung OPAL gemeinsam mit der E.ON Ruhrgas AG, die einen Anteil von 20 Prozent an der OPAL hält. Den Netzbetrieb der Anschlussleitungen wird die OPAL NEL TRANSPORT GmbH übernehmen Die Gesellschaft ist ein Unternehmen der WINGAS-Gruppe.

Um die Erdgasmengen aus der Nord Stream weiter zu transportieren, ist neben der OPAL eine zweite Anschlussleitung an die Ostsee-Pipeline geplant: Die Norddeutsche Erdgasleitung (NEL) soll von der Ostseeküste bei Lubmin aus an Schwerin und Hamburg vorbei bis zum Erdgasspeicher Rehden in Niedersachsen führen. Die NEL ist für eine Kapazität von 20 Milliarden Kubikmeter ausgelegt. "Mit beiden Pipelines wird die Bedeutung Deutschlands als Erdgasdrehscheibe für Europa weiter zunehmen", betont König. Insgesamt ist vorgesehen, im Rahmen der Weiterführung der Nord Stream über zwei Milliarden Euro in den Ausbau der deutschen Leitungsinfrastruktur zu investieren.

Die OPAL NEL TRANSPORT GmbH übernimmt für die Erdgasfernleitung OPAL die Aufgaben des Netzbetreibers. Sie ist Teil der WINGAS-Gruppe. Es ist vorgesehen, dass die OPAL mit dem Erdgasfernleitungsnetz der WINGAS TRANSPORT verbunden wird. www.opal-pipeline.de

WINGAS TRANSPORT GmbH & Co. KG

Die WINGAS GmbH & Co. KG ist als europäisches Energieunternehmen im Erdgas-Handel und -Vertrieb an Kunden in Deutschland, Belgien, Frankreich, Großbritannien, Österreich, der Tschechischen Republik und Dänemark aktiv. Zu den Kunden gehören Stadtwerke, regionale Gasversorger, Industriebetriebe und Kraftwerke. In den Aufbau einer Erdgastransport- und Speicherinfrastruktur hat das Unternehmen seit 1990 mehr als 3 Milliarden Euro investiert. Das über 2.000 Kilometer lange Leitungsnetz der WINGAS TRANSPORT verbindet die großen Gasreserven Sibiriens und die Erdgasquellen in der Nordsee mit den wachsenden Absatzmärkten in Westeuropa. Im norddeutschen Rehden verfügt WINGAS über den größten Erdgasspeicher Westeuropas - mit einem Volumen von über vier Milliarden Kubikmetern Arbeitsgas - und ist am zweitgrößten Speicher Mitteleuropas in Haidach, Österreich, beteiligt. Zur sicheren Versorgung Europas mit Erdgas entstehen derzeit weitere Erdgasspeicher in Großbritannien und Deutschland.

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