Donnerstag, 08. Dezember 2016


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Mit Musik therapeutische Erfolge erzielen

"Kleines Medizinisches Fachsymposium" auf der jazzahead! 2010

(lifePR) (Bremen, ) Die jazzahead! lädt von Donnerstag, 22. April, bis Sonntag, 25. April 2010, zum fünften Mal Liebhaber und Akteure des Jazz in die Freie Hansestadt Bremen ein. Die Vernetzung von Jazz und Medizin ist Ziel des stets gut besuchten medizinischen Fachsymposiums auf der jazzahead!, das im zweijährigen Rhythmus, also wieder 2011, stattfindet. Um dem großen Interesse an diesem Thema gerecht zu werden, wird es in diesem Jahr zur Überbrückung erstmals ein "Kleines Medizinisches Fachsymposium" geben.

Dr. med. Wolfgang Baumgärtner, Initiator des "Wissenschaftlichen Symposium Musiktherapie - Impulsive Musik - Hirnforschung" auf der jazzahead! widmet das diesjährige "kleine Fachsymposium" der "Musikalischen Improvisation in Supervision und Balintarbeit".

"In der Balint-Gruppenarbeit wird die Arzt-Patient-Beziehung und die Praxis der Beziehungsgestaltung anderer helfender Berufe gefördert, und dabei die eigene Einstellung beziehungsweise Haltung in der Beziehung untersucht", erklärt Baumgärtner. "Es setzten sich etwa acht bis zwölf KollegenInnen unter erfahrener Leitung zusammen, welche Fälle oder Situationen besprechen, bei denen der Behandler der Therapie entgegenstehende Schwierigkeiten bemerkt, die möglicherweise mit der Beziehungsgestaltung zu tun haben. Indem sich die Teilnehmer in den Fall hineinversetzen, tun sich für den Betroffenen neue Aspekte und Sichtweisen und oft überraschende Lösungsmöglichkeiten auf."

In Anlehnung an die Musiktherapie werden besondere Aspekte des Falls, etwa im Hintergrund wirkende Gefühle, mit Instrumenten ausgedrückt. "Über Klang und Rhythmus und die Interaktion der Instrumentierenden lassen sich wichtige Emotionen herausarbeiten, die ohne Musik leichter zerredet werden könnten", sagt Baumgärtner. "Das kann in Balintarbeit und Supervision helfen, verschiedene Gefühlsebenen und Beziehungen besser sichtbar zu machen." Und er fügt hinzu: "Die musikalischen Veranstaltungen der jazzahead! sind nicht etwa nur ein stimmiger Rahmen für unser Symposium, sondern wichtiges befruchtendes Gegenüber, weil wir immer wieder sehen, dass der Jazz viel mit Sinnhaftigkeit, Gesundheit und Lebensfreude zu tun hat ... und darum geht es schließlich auch in Medizin und Psychotherapie."

So versteht sich fast von selbst, dass das kleine medizinische Symposium von Live-Jazzmusik begleitet sein wird (Wolfgang Baumgärtner, Trompete und Blockflöte / Jörg Fleer, Gitarre).

Nach gemeinsamer inhaltlicher und musikalischer Einführung gehen die Teilnehmer in zwei Gruppen auseinander, geleitet von Dr. med. Brigitte Halewitsch, Mettmann - psychotherapeutisch tätige Nervenärztin, Musiktherapeutin und Balintgruppenleiterin - und P.D. Dr. phil. Rosemarie Tüpker, Leiterin des Studiengangs Klinische Musiktherapie an der Uni Münster, Dipl.-Musiktherapeutin und Supervisorin. Am Ende tragen die Teilnehmer ihre Erfahrungen zusammen und diskutieren mögliche Probleme, Chancen und Ausblicke, welche sich mit musikalischer Improvisation in Balintarbeit und Supervision ergeben können.

Teilnehmen können Ärzte, Psychotherapeuten, Pädagogen und andere Interessierte, in deren Berufsalltag die menschliche Beziehung eine wichtige Rolle spielt. Die Beherrschung eines Instrumentes oder musikalische Vorkenntnisse sind nicht erforderlich.

Die jazzahead! findet vom 22. bis 25. April 2010 im Congress Centrum Bremen, im Musical Theater Bremen und im Kulturzentrum Schlachthof statt. Das Symposium am Sonnabend, 24. April 2010, von 11.30 Uhr bis 16.30 Uhr ist eine mit sechs Punkten zertifizierte Fortbildungsveranstaltung der Ärztekammer Bremen. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Weitere Informationen und Preise gibt es im Internet unter www.jazzahead.de. Hier können sich Teilnehmer direkt registrieren. Ermäßigungen für Studenten werden angeboten.

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